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MÄRKTE USA/Wall Street legt mit starken Technologie-Werten weiter zu

DJ MÄRKTE USA/Wall Street legt mit starken Technologie-Werten weiter zu

DOW JONES--Erneut angeführt von den Technologiewerten geht es auch am letzten Handelstag der Woche an der Wall Street nach oben. Damit setzt sich die positive Tendenz des Vortages fort. Der Dow-Jones-Index erhöht sich um 0,4 Prozent auf 52.413 Punkte. Für den breiter gefassten S&P-500 geht es um 0,7 Prozent nach oben und die technologielastigen Nasdaq-Indizes steigen um bis zu 1,6 Prozent. Positive Quartalsergebnisse von Microsoft und Amazon stärken wieder das Vertrauen in den Sektor, heißt es.

Amazon steigerte den Umsatz im zweiten Quartal um 20 Prozent auf 200,6 Milliarden US-Dollar. Der Umsatz mit AWS erhöhte sich um 37 Prozent auf 42,2 Milliarden Dollar. Das Nettoergebnis betrug 62,6 Milliarden Dollar. Alle drei Kennziffern übertrafen damit die Erwartungen von Analysten. Zudem wurde die Prognose für die Investitionen für das Jahr um 20 Milliarden auf 220 Milliarden US-Dollar angehoben. Für die Aktie geht es um 13,8 Prozent aufwärts.

Die Apple-Aktie knickt dagegen um 9,3 Prozent ein. Die Prognose des Konzerns für das September-Quartal blieb hinter den Erwartungen der Wall Street zurück und überschattete damit die starken Verkaufszahlen bei iPhones und Macs, die das Unternehmen für das Juni-Quartal gemeldet hatte. Die enttäuschende Prognose von Apple ist zum Teil auf Lieferengpässe zurückzuführen, die das Unternehmen in den vergangenen Quartalen geplagt haben. Diese haben es dem Unternehmen erschwert, die Nachfrage nach iPhones, Macs und iPads zu decken, und es wird erwartet, dass sie sich im September-Quartal noch verschärfen.

Keinen Impuls setzen bislang die veröffentlichten US-Konjunkturdaten. Der Arbeitskostenindex für das zweite Quartal lag mit einem Plus von 0,9 Prozent leicht über der Erwartung eines Anstiegs um 0,8 Prozent. Nach Handelsbeginn folgen noch der Index der Einkaufsmanager Chicago für Juli und der Index der Verbraucherstimmung der Uni Michigan für den Juli in zweiter Lesung.

Der Dollar erholt sich von seinem am Donnerstag erreichten Sechswochentief. Der Dollar-Index verbessert sich um 0,3 Prozent. Die Verluste des Greenback waren auf schwächer als erwartet ausgefallene Daten zum US-Wirtschaftswachstum und die Entscheidung der Federal Reserve zurückzuführen, die Zinsen unverändert zu lassen, heißt es.

Der Goldpreis gibt mit dem zulegenden Dollar seine Vortagesgewinne fast vollständig wieder ab. Die Feinunze reduziert sich um 1,6 Prozent auf 4.038 Dollar. Dennoch steuert das Edelmetall vor dem Hintergrund der Entwicklungen im Nahen Osten auf den ersten Monatsgewinn seit fünf Monaten zu.

Die Renditen am US-Anleihemarkt bauen ihre Vortagesgewinne aus. Im zehnjährigen Bereich um 5 Basispunkte auf 4,71 Prozent. Die US-Notenbank hat am Mittwoch die Zinssätze unverändert gelassen. Der Vorsitzende Kevin Warsh lieferte zudem kaum Klarheit über den nächsten geldpolitischen Schritt der Zentralbank. Die Märkte preisen laut dem FedWatch-Tool der CME nun eine 63-prozentige Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im September ein.

Die Ölpreise legen weiter zu und bleiben damit auf Kurs für einen monatlichen Anstieg von rund 20 Prozent. Teilnehmer verweisen auf den anhaltenden Konflikt zwischen den USA und dem Iran. Der Preis für ein Barrel der Sorte Brent steigt um 1,6 Prozent auf 90,42 Dollar.

Die US-Ölkonzerne Chevron (+0,8%) und ExxonMobil (-2,6%) haben starke Quartalszahlen vorgelegt, nachdem der Iran-Krieg eine historische Verwerfung an den globalen Märkten verursacht hatte, die die Energiepreise in die Höhe schnellen ließ. Bei ExxonMobil hat sich der Gewinn im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt und erreichte den höchsten Stand seit 2022. Er blieb damit aber leicht unter der Erwartung des Marktes. Chevron vermeldete den höchsten Quartalsgewinn seiner Geschichte. Grund bei Chevron waren eine Rekordförderung von Öl und Gas sowie ein Rekorddurchsatz in den Raffinerien.

Die Aktien des Gaming-Unternehmens Roblox fallen um 24,9 Prozent. Es prognostiziert ein langsameres Umsatzwachstum, da es in KI investiert und sich auf die Sicherheit der Plattform konzentriert.

=== 
INDEX          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
DJIA          52.412,89  +0,4  +204,83    52.208,06 
S&P-500         7.486,13  +0,7   +48,50    7.437,63 
NASDAQ Comp      25.411,99  +1,2  +289,82    25.122,18 
NASDAQ 100       28.566,20  +1,6  +459,85    28.106,35 
 
US-Treasuries      Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre           4,29 +0,06    4,30      4,23 
5 Jahre           4,43 +0,06    4,43      4,36 
10 Jahre          4,71 +0,05    4,71      4,64 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Do, 17:05 
EUR/USD          1,1496  -0,3  -0,0031     1,1527   1,1500 
EUR/JPY          183,14  -0,4  -0,7200     183,86  183,4200 
EUR/CHF          0,9312  +0,4   0,0033     0,9279   0,9287 
EUR/GBP          0,8562  +0,0   0,0003     0,8559   0,8565 
USD/JPY          159,29  -0,1  -0,2200     159,51  159,5000 
GBP/USD          1,3423  -0,3  -0,0041     1,3464   1,3422 
USD/CNY          6,7509  -0,1  -0,0041     6,7550   6,7550 
USD/CNH          6,7521  +0,1   0,0046     6,7475   6,7492 
AUS/USD          0,7019  -0,1  -0,0006     0,7025   0,7005 
Bitcoin/USD      63.572,08  -1,8 -1.156,57    64.728,65 64.676,76 
 
ROHÖL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         85,58  +2,4    1,99      83,59 
Brent/ICE         90,42  +1,6    1,39      89,03 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.038,29  -1,6   -64,11    4.102,40 
Silber           57,38  -2,7   -1,61      58,99 
Platin         1.629,43  -1,9   -30,75    1.660,18 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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July 31, 2026 09:47 ET (13:47 GMT)

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Achtung, Korrektur!
Die Börsen laufen heiß. Trotz geopolitischer Krisen und steigender Zinsen klettern viele Indizes weiter Richtung Allzeithoch. Doch unter der Oberfläche zeigen sich erste Risse: Der Abverkauf bei Halbleiter-, KI- und Space-Aktien macht deutlich, wie schnell sich die Stimmung drehen kann.

Besonders gefährlich ist die aktuelle Gemengelage aus schwacher Saisonalität, dünner Liquidität in den Sommermonaten und historisch hohen Bewertungen. Selbst vermeintlich sichere Blue Chips sind inzwischen teuer bewertet und damit anfällig für Korrekturen. Gleichzeitig liefern technische Indikatoren erste Warnsignale. So werden viele Rekordstände nicht mehr bestätigt.

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