DJ MÄRKTE USA/Gut behauptet - Apple unter Druck, Amazon legen stark zu
DOW JONES--Mit leichten Gewinnen zeigt sich die Wall Street am Freitagmittag (Ortszeit). Die Indizes kommen allerdings deutlich von ihren Tageshochs zurück. Teilnehmer verweisen auf Gewinnmitnahmen vor dem Wochenende. Vor allem mit den Technologiewerten war es zuletzt wieder deutlich nach oben gegangen. Positive Quartalsergebnisse von Microsoft und Amazon hatten das Vertrauen in den Sektor wieder gestärkt, heißt es. Der Dow-Jones-Index erhöht sich um 0,3 Prozent auf 52.368 Punkte. Für den breiter gefassten S&P-500 geht es um 0,2 Prozent nach oben und die technologielastigen Nasdaq-Indizes steigen ebenfalls um bis zu 0,2 Prozent.
Die Apple-Aktie knickt um 9,6 Prozent ein und ist damit größter Verlierer im Dow. Die Prognose des Konzerns für das September-Quartal blieb hinter den Erwartungen der Wall Street zurück und überschattete damit die starken Verkaufszahlen bei iPhones und Macs, die das Unternehmen für das Juni-Quartal gemeldet hatte. Die enttäuschende Prognose von Apple ist zum Teil auf Lieferengpässe zurückzuführen, die das Unternehmen in den vergangenen Quartalen geplagt haben. Diese haben es dem Unternehmen erschwert, die Nachfrage nach iPhones, Macs und iPads zu decken, und es wird erwartet, dass sie sich im September-Quartal noch verschärfen.
Auf der anderen Seite des Kurszettels sind Amazon mit einem Aufschlag von 14,6 Prozent Dow-Tagesgewinner. Der Konzern steigerte den Umsatz im zweiten Quartal um 20 Prozent auf 200,6 Milliarden US-Dollar. Der Umsatz mit AWS erhöhte sich um 37 Prozent auf 42,2 Milliarden Dollar. Das Nettoergebnis betrug 62,6 Milliarden Dollar. Alle drei Kennziffern übertrafen damit die Erwartungen von Analysten. Zudem wurde die Prognose für die Investitionen für das Jahr um 20 Milliarden auf 220 Milliarden US-Dollar angehoben.
Keinen Impuls setzten die veröffentlichten US-Konjunkturdaten. Der Arbeitskostenindex für das zweite Quartal lag mit einem Plus von 0,9 Prozent leicht über der Erwartung eines Anstiegs um 0,8 Prozent. Der Index der Einkaufsmanager Chicago fiel im Juli mit 57,6 höher als erwartet aus. Auch der Index der Verbraucherstimmung der Uni Michigan für den Juli fiel in zweiter Lesung etwas besser als prognostiziert aus.
Der Dollar erholt sich von seinem am Donnerstag erreichten Sechswochentief. Der Dollar-Index verbessert sich um 0,2 Prozent. Die Verluste des Greenback waren auf schwächer als erwartet ausgefallene Daten zum US-Wirtschaftswachstum und die Entscheidung der Federal Reserve zurückzuführen, die Zinsen unverändert zu lassen, heißt es.
Der Goldpreis gibt mit dem zulegenden Dollar seine Vortagesgewinne fast vollständig wieder ab. Die Feinunze reduziert sich um 1,5 Prozent auf 4.042 Dollar. Dennoch steuert das Edelmetall vor dem Hintergrund der Entwicklungen im Nahen Osten auf den ersten Monatsgewinn seit fünf Monaten zu.
Die Renditen am US-Anleihemarkt bauen ihre Vortagesgewinne aus. Im zehnjährigen Bereich um 7 Basispunkte auf 4,73 Prozent. Die US-Notenbank hat am Mittwoch die Zinssätze unverändert gelassen. Der Vorsitzende Kevin Warsh lieferte zudem kaum Klarheit über den nächsten geldpolitischen Schritt der Zentralbank. Die Märkte preisen laut dem FedWatch-Tool der CME nun eine 63-prozentige Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im September ein.
Die Ölpreise legen weiter zu und bleiben damit auf Kurs für einen monatlichen Anstieg von rund 20 Prozent. Teilnehmer verweisen auf den anhaltenden Konflikt zwischen den USA und dem Iran. Der Preis für ein Barrel der Sorte Brent steigt um 1,0 Prozent auf 89,92 Dollar.
Die US-Ölkonzerne Chevron (+1,3%) und ExxonMobil (-2,0%) haben starke Quartalszahlen vorgelegt, nachdem der Iran-Krieg eine historische Verwerfung an den globalen Märkten verursacht hatte, die die Energiepreise in die Höhe schnellen ließ. Bei ExxonMobil hat sich der Gewinn im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt und erreichte den höchsten Stand seit 2022. Er blieb damit aber leicht unter der Erwartung des Marktes. Chevron vermeldete den höchsten Quartalsgewinn seiner Geschichte. Grund bei Chevron waren eine Rekordförderung von Öl und Gas sowie ein Rekorddurchsatz in den Raffinerien.
Für die Papiere von Tesla geht es um 0,3 Prozent nach unten. Die US-Automobilsicherheitsbehörde prüft Beschwerden über angebliche Probleme mit Aufhängungsdefekten bei geschätzten 1,2 Millionen Tesla-Fahrzeugen.
Die Aktien des Gaming-Unternehmens Roblox fallen um 28,3 Prozent. Es prognostiziert ein langsameres Umsatzwachstum, da es in KI investiert und sich auf die Sicherheit der Plattform konzentriert.
=== INDEX zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag DJIA 52.368,15 +0,3 +160,09 52.208,06 S&P-500 7.451,04 +0,2 +13,41 7.437,63 NASDAQ Comp 25.175,24 +0,2 +53,06 25.122,18 NASDAQ 100 28.134,59 +0,1 +28,25 28.106,35 US-Treasuries Rendite +/- Tageshoch Tagestief 2 Jahre 4,30 +0,07 4,31 4,23 5 Jahre 4,45 +0,08 4,45 4,36 10 Jahre 4,73 +0,07 4,74 4,64 DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Do, 17:05 EUR/USD 1,1514 -0,1 -0,0013 1,1527 1,1500 EUR/JPY 183,35 -0,3 -0,5100 183,86 183,4200 EUR/CHF 0,9308 +0,3 0,0029 0,9279 0,9287 EUR/GBP 0,855 -0,1 -0,0009 0,8559 0,8565 USD/JPY 159,23 -0,2 -0,2800 159,51 159,5000 GBP/USD 1,3463 -0,0 -0,0001 1,3464 1,3422 USD/CNY 6,7509 -0,1 -0,0041 6,7550 6,7550 USD/CNH 6,7531 +0,1 0,0056 6,7475 6,7492 AUS/USD 0,7022 -0,0 -0,0003 0,7025 0,7005 Bitcoin/USD 62.723,34 -3,1 -2.005,31 64.728,65 64.676,76 ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag WTI/Nymex 84,39 +1,0 0,80 83,59 Brent/ICE 89,92 +1,0 0,89 89,03 Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Gold 4.042,41 -1,5 -59,99 4.102,40 Silber 57,34 -2,8 -1,64 58,99 Platin 1.643,92 -1,0 -16,25 1.660,18 (Angaben ohne Gewähr) ===
Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/DJN/ros/cbr
(END) Dow Jones Newswires
July 31, 2026 12:19 ET (16:19 GMT)
Copyright (c) 2026 Dow Jones & Company, Inc.



