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Jörg Schulte
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Interessante Entwicklungen...: Wochenrückblick KW 31-2026: KI schlägt zurück - Rohstoffe bleiben das Fundament!

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Microsoft und Amazon beleben die KI-Rally, Europa erreicht Rekorde. Doch Fed und Zinsen bremsen. Gold hält 4.000,- USD, Kupfer bleibt knapp - und die nächste Datenwoche wird entscheidend.

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

Volatilität war das bestimmende Wort dieser Börsenwoche. Halbleiter- und KI-Aktien schwankten heftig, Quartalszahlen wurden gefeiert oder gnadenlos abgestraft - und die US-Notenbank sorgte mit ihrer unklaren Kommunikation für zusätzliche Nervosität.

Zum Wochenschluss bewiesen die Märkte jedoch Widerstandskraft. Starke Ergebnisse von Microsoft und Amazon ließen die Zweifel an der milliardenschweren KI-Offensive vorerst verstummen. Die US-Indizes schlossen die Woche im Plus, während der STOXX Europe 600 sogar ein neues Rekordhoch erreichte.

Eigene Darstellung

Die KI-Rally lebt!

Seit Ende Juni hatten zahlreiche Halbleiter-, Software- und KI-Aktien kräftig korrigiert. Anleger fragten sich zunehmend, ob die Technologiekonzerne mit ihren gewaltigen Investitionen schnell genug Geld verdienen können.

Microsoft lieferte eine überzeugende Antwort. Das starke Cloudgeschäft und der optimistische Ausblick für Azure ließen die Aktie kräftig steigen. Amazon setzte mit einem beschleunigten Umsatzwachstum und überzeugenden Zahlen der Cloud-Sparte AWS nach.

Die KI-Investitionen bleiben teuer, beginnen bei den führenden Plattformunternehmen aber zunehmend messbare Erträge zu erzeugen. Das bedeutet nicht, dass jede KI-Aktie wieder steigen muss. Nun zählen belastbare Geschäftsmodelle, Gewinne und Mittelzuflüsse. Doch die KI-Geschichte vorschnell abzuschreiben wäre ein Fehler.

Die Fed schafft neue Unsicherheit!

Wie erwartet ließ die US-Notenbank ihren Leitzins unverändert bei 3,50 bis 3,75%. Auffällig war jedoch die offene Spaltung im geldpolitischen Ausschuss: Drei Mitglieder stimmten für eine sofortige Zinserhöhung.

Fed-Chef Kevin Warsh vermied dennoch eine klare Aussage zu einem möglichen Schritt im September. Das verunsicherte die Märkte. Vor allem die langfristigen Anleiherenditen zogen an, weil Anleger an der Entschlossenheit der Fed zweifeln, die Inflation konsequent zu bekämpfen.

Diese Zweifel wiegen besonders schwer, da US-Präsident Donald Trump wiederholt niedrigere Zinsen gefordert hat. Die Terminmärkte rechnen inzwischen mit einer Wahrscheinlichkeit von rund zwei Dritteln mit einer Zinserhöhung im September. Damit bleibt die Geldpolitik der wichtigste kurzfristige Belastungsfaktor für Aktien, Edelmetalle und hoch bewertete Wachstumswerte.

US-Wirtschaft bleibt widerstandsfähig!

Auf den ersten Blick enttäuschte die Konjunktur. Das US-Bruttoinlandsprodukt wuchs im zweiten Quartal aufs Jahr hochgerechnet lediglich um 1,5% und damit schwächer als erwartet.

Unter der Oberfläche blieb die private Binnennachfrage jedoch robust. Konsum und private Investitionen entwickelten sich deutlich stärker als das Gesamtwachstum. Vor allem der Ausbau der KI-Infrastruktur, Softwareinvestitionen und widerstandsfähige Verbraucherausgaben stützen die Wirtschaft.

Auch die Inflation ging etwas zurück. Dennoch liegt sie weiterhin über dem Ziel der Fed. Die US-Wirtschaft verliert somit an Geschwindigkeit, steckt aber keineswegs in einer Rezession.

Gold verteidigt 4.000 USD!

Gold stand erneut zwischen sinkender Inflation und hohen Anleiherenditen. Die unveränderten Leitzinsen boten Unterstützung, während steigende Renditen und ein fester Dollar das Aufwärtspotenzial begrenzten.

Dennoch behauptete sich das Edelmetall oberhalb von 4.000,- USD je Unze und beendete im Juli eine mehrmonatige Verlustserie. Dass Gold selbst bei hohen Realzinsen und einem robusten Dollar diese Marke verteidigt, spricht für eine starke strukturelle Nachfrage.

Eigene Darstellung

Zentralbankkäufe, hohe Staatsschulden, geopolitische Risiken und Zweifel an der langfristigen Stabilität klassischer Papierwährungen bleiben tragende Säulen der Goldgeschichte. Sollten die nächsten Arbeitsmarkt- oder Inflationsdaten schwächer ausfallen, könnten die Erwartungen an eine Zinserhöhung wieder sinken. Gold und Silber würden davon unmittelbar profitieren.

Kupfer bleibt strategisch knapp!

Kupfer setzte seinen positiven Grundtrend fort und notierte an der London Metal Exchange bei rund 13.800,- USD je Tonne. Ein starker Dollar und die Aussicht auf höhere Zinsen bremsen zwar die Risikobereitschaft. Gleichzeitig bleibt die physische Versorgung angespannt.

Ein erheblicher Teil der weltweit sichtbaren Kupferbestände wurde aufgrund der amerikanischen Zolldebatte in die USA umgeleitet. Gleichzeitig sinken die Lagerbestände in China, während steigende Prämien auf eine robuste Importnachfrage hindeuten.

Damit bleibt Kupfer einer der wichtigsten strategischen Rohstoffe. Rechenzentren, Stromnetze, Energieversorgung und Elektromobilität benötigen gewaltige Mengen des roten Metalls. Die Rohstoffgeschichte ist somit unmittelbar mit dem KI-Boom verbunden.

Künstliche Intelligenz benötigt keine virtuellen Metalle. Sie benötigt reales Kupfer, Silber, Energie und eine leistungsfähige Infrastruktur.

Fazit und Ausblick: Die Berichtssaison bleibt im Mittelpunkt!

Die Börse hat Ende Juli gezeigt, dass die KI-Rally noch lebt. Microsoft und Amazon konnten demonstrieren, dass hohe Investitionen zunehmend messbare Erträge liefern. Gleichzeitig wird der Markt anspruchsvoller: Wachstum muss sich nun auch in Gewinnen und Mittelzuflüssen widerspiegeln.

Die größte Unsicherheit kommt derzeit von der Geldpolitik. Drei abweichende Stimmen innerhalb der Fed, steigende langfristige Renditen und Zweifel an Kevin Warshs Entschlossenheit machen die September-Sitzung zur nächsten großen Bewährungsprobe.

Für Rohstoffanleger bleibt das Bild konstruktiv. Gold verteidigt 4.000,- USD, Kupfer bleibt physisch knapp und der KI-Ausbau erhöht dauerhaft den Bedarf an Metallen und Energie.

Die Technologieaktien haben zurückgeschlagen. Doch ohne Rohstoffe kann auch die größte KI-Revolution nicht stattfinden.

Auch in der ersten Augustwoche legen zahlreiche Unternehmen ihre Ergebnisse vor. In den USA stehen unter anderem Palantir, SpaceX, Eli Lilly und Sandisk im Fokus. In Europa folgen HSBC, Siemens und Allianz.

Die Zahlen werden zeigen, ob der jüngste Stimmungsumschwung bei KI- und Wachstumswerten Bestand hat und wie sich Kreditqualität, Investitionen und industrielle Nachfrage entwickeln.

Den entscheidenden makroökonomischen Abschluss bildet am Freitag der US-Arbeitsmarktbericht für Juli. Ein überraschend starker Beschäftigungsaufbau würde die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im September weiter erhöhen. Schwächere Zahlen könnten dagegen Dollar und Anleiherenditen drücken - und damit besonders Gold, Silber und Rohstoffaktien neuen Rückenwind verleihen. Weitere interessante Informationen können Sie unserem folgenden Wochenrückblick entnehmen.

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Viele Grüße
Ihr

Jörg Schulte

Quellen: Marketscreener.com, onvista.de, Reuters.de, eigener Research, Bildquellen: tradingeconomics.com, onvista.de, MinerDeck, Intro Bild: stock.adobe.com,

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Disclaimer: Alle im Bericht veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche. Die Informationen stellen weder ein Verkaufsangebot für die besprochenen Aktien noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar. Dieser Bericht gibt nur die persönliche Meinung von Jörg Schulte wieder und ist auf keinen Fall mit einer Finanzanalyse gleichzustellen. Bevor Sie irgendwelche Investments tätigen, ist eine professionelle Beratung durch ihre Bank unumgänglich. Den Ausführungen liegen Quellen zugrunde, die der Herausgeber und seine Mitarbeiter für vertrauenswürdig erachten. Für die Richtigkeit des Inhalts kann trotzdem keine Haftung übernommen werden. Für die Richtigkeit der dargestellten Charts und Daten zu den Rohstoff-, Devisen- und Aktienmärkten wird keine Gewähr übernommen. Die Ausgangssprache (in der Regel Englisch), in der der Originaltext veröffentlicht wird, ist die offizielle, autorisierte und rechtsgültige Version. Diese Übersetzung wird zur besseren Verständigung mitgeliefert. Die deutschsprachige Fassung kann gekürzt oder zusammengefasst sein. Es wird keine Verantwortung oder Haftung: für den Inhalt, für die Richtigkeit, der Angemessenheit oder der Genauigkeit dieser Übersetzung übernommen. Aus Sicht des Übersetzers stellt die Meldung keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar! Lesen Sie hier https://www.js-research.de/disclaimer-agb/.

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