DJ PRESSESPIEGEL/Zinsen, Konjunktur, Kapitalmärkte, Branchen
Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.
BANKEN - Die bei der Europäischen Zentralbank angesiedelte Bankenaufsicht bescheinigt der Mehrheit der europäischen Kreditinstitute Defizite bei der Modellierung geopolitischer Risiken. Das ist das Fazit des ersten inversen Stresstests, dem sich 110 Institute aus der Währungszone unterziehen mussten. (Börsen-Zeitung)
ABNEHMSPRITZE - Die neue Vorsitzende des Gemeinsamen Bundesausschusses, Sonja Optendrenk, hat sich dafür ausgesprochen, den Ausschluss von Abnehmmitteln aus der Erstattung durch die gesetzlichen Krankenkassen zu überdenken. "Wir führen in Deutschland eine rückständige Diskussion über Adipositas", sagte Optendrenk dem Spiegel in ihrem ersten Interview seit Amtsantritt. Andere Länder wie Großbritannien hätten "konsequent akzeptiert, dass das eine echte Krankheit ist, die sich nicht nur durch Sport und bessere Ernährung zurückdrehen lässt". Mittel wie Wegovy oder Mounjaro gelten in Deutschland per Gesetz als Lifestyle-Präparate, Patienten zahlen sie selbst. (Spiegel)
RENTENREFORM - Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, hält die geplante Abschaffung der abschlagsfreien "Rente mit 63" für unverzichtbar. Er sagte der Rheinischen Post: "Die Abschaffung der Rente mit 63 ist ein zentrales und finanziell das wichtigste Element der geplanten Rentenreform." Eine Abschaffung schaffe schätzungsweise knapp 10 Milliarden Euro an langfristigen Einsparungen und 125.000 zusätzliche Beschäftigte pro Rentnerjahrgang. "Ohne dieses Element ist die Rentenreform tot", sagte der DIW-Präsident weiter. "Die Bundesregierung müsste erneut von vorne beginnen und vor allem die Finanzierung der gesetzlichen Rente komplett neu aufsetzen." (Rheinische Post)
KI - Das Bundesamt für Verfassungsschutz und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) rechnen angesichts immer leistungsfähigerer KI-Modelle mit einer Verschärfung der Bedrohungslage im Cyberraum. Das Risiko liege in höherer Skalierbarkeit und niedrigerer Einstiegshürde für Angreifer, teilte der Verfassungsschutz auf Anfrage mit. "Die abstrakte Bedrohungslage im Cyberraum dürfte sich mit einem verstärkten Einsatz von KI-Modellen, inklusive Open-Source-KI-Modellen, durch fremde Nachrichtendienste weiter erhöhen." KI unterstütze vor allem im Rahmen von Aufklärung, Automatisierung und Skalierung "jegliche Arten von Cyberoperationen". (Handelsblatt)
GRÜNER STAHL - Eine Untersuchung der Unternehmensberatung PwC stellt die Strategie der deutschen Stahlbranche infrage - und damit auch Milliardensubventionen der Bundesregierung: Ein großer Teil der Produktion wird in der heutigen Form in allen denkbaren Zukunftsszenarien unwirtschaftlich. Die Berater haben die Herstellungskosten von Stahl analysiert und dabei verschiedene Rahmenbedingungen, Produktionsstandorte und Produktionstechnologien verglichen. "Der klimabedingte Transformationsbedarf der deutschen Industrie ist tiefgreifender als vielleicht erwartet", sagt PwC-Partner Andree Simon Gerken. (Handelsblatt)
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August 03, 2026 01:04 ET (05:04 GMT)
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