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MORNING BRIEFING - USA/Asien

DJ MORNING BRIEFING - USA/Asien

TAGESTHEMA

US-Präsident Donald Trump hat neue Angriffe auf Ziele im Iran nach eigenen Angaben vorerst abgesagt. Grund hierfür seien Fortschritte bei den Bemühungen um eine diplomatische Einigung, teilte Trump mit. Voraussetzung für das Aussetzen der Angriffe sei, dass schnell eine Einigung erreicht werde. Das US-Militär sei zum Angriff bereit, aber der Iran und andere Länder in der Region hätten darum gebeten, von einer Attacke abzusehen, da es nun "Umrisse einer Einigung" gebe, so Trump. Dazu gehörten die komplette Öffnung der Straße von Hormus und "ein Ende der von Iran ausgehenden atomaren Bedrohung".

AUSBLICK UNTERNEHMEN +

09:25 JP/Nissan Motor Co Ltd, Ergebnis 1Q

22:05 US/Palantir Technologies, Inc., Ergebnis 2Q

AUSBLICK KONJUNKTUR

- US 
  15:45 Einkaufsmanagerindex/PMI verarbeitendes Gewerbe 
     (2. Veröffentlichung) Juli 
     PROGNOSE:  k.A. 
     1. Veröff.: 53,8 
     zuvor:   53,9 
 
  16:00 Bauausgaben Juni 
     PROGNOSE:  +0,3% gg Vm 
     zuvor:   +0,1% gg Vm 
 
  16:00 ISM-Index verarbeitendes Gewerbe Juli 
     PROGNOSE:  54,0 Punkte 
     zuvor:   53,3 Punkte 
 

ÜBERSICHT INDIZES

Index             zuletzt +/- % 
E-Mini-Future S&P-500    7.562,75  +0,6 
E-Mini-Future Nasdaq-100  28.641,50  +0,8 
S&P/ASX 200 (Sydney)     8.995,30  +0,2 
Topix-500 (Tokio)      3.955,98  -1,2 
Kospi (Seoul)        6.273,22  -4,9 
Shanghai-Composite      3.804,22  -0,7 
Hang-Seng-Index (Hongkong) 25.881,47  -0,0 
 

FINANZMÄRKTE

OSTASIEN (VERLAUF)

Mehrheitlich mit Abgaben zeigen sich die asiatischen Aktienmärkte zu Wochenbeginn. Während die Verluste sich überwiegend in recht engen Grenzen bewegen, geht es an der Börse in Südkorea kräftiger nach unten. Hier kommt es nach der Hausse am Freitag, die den Kospi um 18 Prozent nach oben getrieben hatte, zu einer leichten Korrektur. Der Index fällt um 4,9 Prozent. Zum Wochenausklang hatte er den höchsten Tagessprung seit Oktober 2008 verbucht. Die Aktien der beiden Index-Schwergewichte Samsung Electronics und SK Hynix knicken um 8,8 bzw. 8,2 Prozent ein, nachdem sie am Freitag um 26,8 bzw, 30 Prozent nach oben geschossen waren. Deutlich moderater fallen die Abgaben beim Shanghai-Composite (-0,7%) aus. Die Aktivität im verarbeitenden Gewerbe Chinas ist laut einem privaten Indikator im Juli langsamer gewachsen. Der Index blieb allerdings im Expansionsbereich. Für den Nikkei-225 in Tokio geht es um x,x Prozent nach unten. Der Yen legt weiter zu. Der Dollar notiert bei 256,44 Yen und damit unter dem Niveau zum Börsenschluss in Tokio am Freitag bei 160,33 Yen.

WALL STREET

INDEX     zuletzt +/- % +/- abs. 
DJIA     52.485,03  +0,5  +276,97 
S&P-500    7.489,72  +0,7  +52,09 
NASDAQ Comp 25.373,85  +1,0  +251,68 
 
           Freitag  Donnerstag 
Umsatz NYSE (Aktien) 1,44 Mrd  1,28 Mrd 
Gewinner       1.302   1.565 
Verlierer      1.450   1.202 
Unverändert       82     73 
 

Freundlich - Die positive Börsenstimmung erreichte trotz eines Einbruchs von Apple auch die US-Märkte. Gestützt wurde der Markt von Amazon mit einem Aufschlag von 15,3 Prozent als Dow-Tagesgewinner. Der Konzern steigerte den Umsatz im zweiten Quartal um 20 Prozent. Der Umsatz mit AWS erhöhte sich um 37 Prozent. Das Nettoergebnis betrug 62,6 Milliarden Dollar. Alle drei Kennziffern übertrafen damit die Erwartungen von Analysten. Zudem wurde die Prognose für die Investitionen für das Jahr um 20 Milliarden auf 220 Milliarden US-Dollar angehoben. Die Apple-Aktie knickte indes um 7,4 Prozent ein und war damit größter Verlierer im Dow. Die Prognose des Konzerns für das September-Quartal blieb hinter den Erwartungen der Wall Street zurück und überschattete damit die starken Verkaufszahlen bei iPhones und Macs, die das Unternehmen für das Juni-Quartal gemeldet hatte. Die US-Ölkonzerne Chevron (+2,4%) und ExxonMobil (-1%) haben starke Quartalszahlen vorgelegt, nachdem der Iran-Krieg eine historische Verwerfung an den globalen Märkten verursacht hatte, die die Energiepreise in die Höhe schnellen ließ. Bei ExxonMobil blieb der Gewinn aber leicht unter der Erwartung des Marktes.

USA - ANLEIHEN

US-Treasuries Rendite  +/- 
2 Jahre      4,29 +0,06 
10 Jahre     4,75 +0,08 
 

Die Renditen am US-Anleihemarkt bauten ihre Vortagesgewinne aus. Im zehnjährigen Bereich um 8 Basispunkte auf 4,75 Prozent. Gestiegene Ölpreise entfachten Inflationssorgen. Die US-Notenbank hatte am Mittwoch die Zinssätze unverändert gelassen. Der Vorsitzende Kevin Warsh lieferte zudem kaum Klarheit über den nächsten geldpolitischen Schritt der Zentralbank. Die Märkte preisen laut dem FedWatch-Tool der CME nun eine 63-prozentige Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im September ein.

DEVISENMARKT

DEVISEN         zuletzt +/- %    0:00  Fr, 9:38 Uhr % YTD 
EUR/USD          1,1533  +0,1   1,1527     1,1515  -1,8 
EUR/JPY          180,46  -0,9   182,05     184,91  -1,9 
EUR/GBP          0,8560  +0,2   0,8547     0,8560  -1,8 
USD/JPY          156,44  -0,7   157,57     160,56  -0,1 
USD/KRW         1.428,43  -1,0  1.442,09    1.432,56  -0,9 
USD/CNY          6,7524  +0,0   6,7509     6,7466  -3,4 
USD/CNH          6,7528  0,0   6,7525     6,7454  -3,2 
USD/HKD          7,8417  0,0   7,8420     7,8405  +0,8 
AUD/USD          0,7031  +0,1   0,7021     0,7032  +5,4 
NZD/USD          0,5880  +0,1   0,5873     0,5871  +2,2 
BTC/USD        62.785,10  -1,0 63.437,66    63.941,98 -28,4 
 

Der Dollar erholte sich von seinem jüngsten Sechswochentief. Der Dollar-Index erhöhte sich um 0,2 Prozent. Die Verluste des Greenback waren auf schwächer als erwartet ausgefallene Daten zum US-Wirtschaftswachstum und die Entscheidung der Federal Reserve zurückzuführen, die Zinsen unverändert zu lassen, hieß es. Der Yen zieht am Morgen im asiatischen deutlich an. Das japanische Finanzministerium hat in Abstimmung mit dem US-Finanzministerium am Freitag (US-Ortszeit) am Devisenmarkt interveniert, um den Yen zu kaufen. Dies gab die japanische Finanzministerin Satsuki Katayama bekannt. Das japanische Finanzministerium stehe in engem Kontakt mit dem US-Finanzministerium und werde nicht zögern, gemeinsam mit diesem erneut zu intervenieren, sagte sie.

ROHSTOFFE

METALLE

Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.059,39  +0,5   18,45    4.040,94 
Silber           57,86  +0,4    0,23      57,63 
Platin         1.645,13  +0,2    3,11    1.642,02 
 

Der Goldpreis gab mit dem zulegenden Dollar seine Vortagesgewinne fast vollständig wieder ab. Die Feinunze reduzierte sich um 1,2 Prozent auf 4.049 Dollar je Unze. Dennoch steuerte das Edelmetall vor dem Hintergrund der Entwicklungen im Nahen Osten auf den ersten Monatsgewinn seit fünf Monaten zu.

ÖL

ROHÖL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         79,61  -6,0   -5,06      84,67 
Brent/ICE         83,20  -5,4   -4,73      87,93 
 

Die Ölpreise legten weiter zu und bleiben damit auf Kurs für einen monatlichen Anstieg von rund 20 Prozent. Teilnehmer verwiesen auf den anhaltenden Konflikt zwischen den USA und dem Iran. Der Preis für ein Barrel der Sorte Brent stieg um 1,2 Prozent auf rund 90 Dollar.

Die Ölpreise fallen am Morgen im asiatischen Handel angesichts der Hoffnung auf ein mögliches Abkommen zwischen den USA und dem Iran, das die Lieferunterbrechungen lindern könnte. US-Präsident Trump hat am Sonntag gesagt, dass die USA ab Montagnachmittag Gespräche mit dem Iran aufnehmen würden. Er sei bereit gewesen, den größten Militärangriff seit dem Zweiten Weltkrieg zu starten, sei aber von den Verbündeten der USA davon abgebracht worden.

MELDUNGEN SEIT FREITAG, 20.00 UHR

YEN-INTERVENTION

Das japanische Finanzministerium hat in Abstimmung mit dem US-Finanzministerium am Freitag (US-Ortszeit) am Devisenmarkt interveniert, um den Yen zu kaufen. Dies gab die japanische Finanzministerin Satsuki Katayama bekannt. Das japanische Finanzministerium stehe in engem Kontakt mit dem US-Finanzministerium und werde nicht zögern, gemeinsam mit diesem erneut zu intervenieren, sagte sie.

KONJUNKTUR CHINA

Die Aktivität im verarbeitenden Gewerbe Chinas ist laut einem privaten Indikator im Juli langsamer gewachsen. Der Index blieb jedoch im Expansionsbereich. Laut einer am Montag veröffentlichten Erklärung fiel der allgemeine Einkaufsmanagerindex (PMI) für das verarbeitende Gewerbe von RatingDog im vergangenen Monat auf 50,9, nach 51,7 im Juni. Das Ergebnis war besser als der offizielle Indikator, der im Juli auf 49,2 von 50,3 im Juni fiel. Die 50-Punkte-Marke trennt Expansion von Kontraktion.

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Achtung, Korrektur!
Die Börsen laufen heiß. Trotz geopolitischer Krisen und steigender Zinsen klettern viele Indizes weiter Richtung Allzeithoch. Doch unter der Oberfläche zeigen sich erste Risse: Der Abverkauf bei Halbleiter-, KI- und Space-Aktien macht deutlich, wie schnell sich die Stimmung drehen kann.

Besonders gefährlich ist die aktuelle Gemengelage aus schwacher Saisonalität, dünner Liquidität in den Sommermonaten und historisch hohen Bewertungen. Selbst vermeintlich sichere Blue Chips sind inzwischen teuer bewertet und damit anfällig für Korrekturen. Gleichzeitig liefern technische Indikatoren erste Warnsignale. So werden viele Rekordstände nicht mehr bestätigt.

Für Anleger steigen die Risiken spürbar. Wer jetzt nicht genauer hinschaut, läuft Gefahr, auf dem falschen Fuß erwischt zu werden.

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