Die neue Handelswoche beginnt an den internationalen Finanzmärkten mit fallenden Energiepreisen und überwiegend positiven Vorgaben für Europa und die USA. Die aktuellen Markt News werden vor allem von der Entwicklung im Konflikt zwischen den USA und Iran, den Verhandlungen über die Straße von Hormus sowie deutlichen Kursverlusten an den asiatischen Börsen geprägt. Während der DAX vor einem freundlichen Handelsstart steht, bricht der südkoreanische KOSPI nach seiner historischen Freitagsrally wieder ein.
Hinter den Anlegern liegt eine außergewöhnlich ereignisreiche Woche. Zu den wichtigsten Entwicklungen zählten die Migrationskrise in der spanischen Exklave Ceuta, der Zusammenbruch des Investmentfonds Situational Awareness, der historische Kurssprung des KOSPI, eine der stärksten Interventionen am japanischen Yen seit langer Zeit und der erneute Rückgang der Ölpreise. Letzterer hängt insbesondere damit zusammen, dass US-Präsident Donald Trump offenbar von den Plänen für einen massiven Angriff auf Iran abgerückt ist.
Börse Aktuell: US-Iran-Konflikt bleibt entscheidender Marktfaktor
Der Konflikt zwischen den USA und Iran bleibt im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Seine weitere Entwicklung dürfte nicht nur die geopolitische Risikobewertung, sondern auch die Preise für Öl und Gas maßgeblich beeinflussen. Am Samstag kündigte Donald Trump zunächst einen Angriff an, der nach seinen Worten der größte seit dem Zweiten Weltkrieg werden sollte. Letztlich sollen ihn Regierungschefs aus der Region davon überzeugt haben, dass eine diplomatische Vereinbarung näher rückt. Die geplante Militäraktion wurde daraufhin abgesagt.
Diese Entwicklung reduziert kurzfristig das Risiko einer weiteren Eskalation im Nahen Osten. Besonders relevant ist dabei die Lage an der Straße von Hormus, durch die ein erheblicher Teil des weltweiten Ölhandels transportiert wird. Iran und Oman verhandeln inzwischen über eine neue Vereinbarung zur Schifffahrt durch diese strategisch wichtige Meerenge. Ein tragfähiges Abkommen könnte den Schiffsverkehr stabilisieren und die geopolitische Risikoprämie am Ölmarkt weiter reduzieren. Ein Scheitern der Verhandlungen oder neue militärische Zwischenfälle würden die Lage dagegen schnell wieder verschärfen.
OPEC+ erhöht Förderlimit
Zusätzlichen Druck auf den Ölpreis erzeugt die Entscheidung der OPEC+, das Produktionslimit um 188.000 Barrel pro Tag anzuheben. Das größere Angebot trifft auf einen Markt, in dem die unmittelbaren Sorgen vor einer massiven militärischen Eskalation nachgelassen haben.....
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