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MÄRKTE EUROPA/DAX auf Rekordhoch - Ölpreisrückgang treibt

DJ MÄRKTE EUROPA/DAX auf Rekordhoch - Ölpreisrückgang treibt

DOW JONES--Mit kräftigen Kursgewinnen und DAX-Allzeithoch zeigen sich die Börsen in Europa am Montag. US-Präsident Donald Trump ist bei seiner Rhetorik gegen den Iran über das Wochenende drastisch zurückgerudert und hat einen angeblich vorbereiteten Angriff abgesagt. Der DAX legt um 1,3 Prozent zu auf 25.957 Punkte und bewegt sich damit auf Rekordhoch, der Euro-Stoxx-50 steigt um 0,7 Prozent auf 6.403 Zähler.

Kurstreiber ist der Fall der Ölpreise um rund 5 Prozent. Dabei nutzte Trump im Gegensatz zu seinen früheren Aussagen eine auffallend wachsweiche Sprache. Es gebe "Rahmenbedingungen für einen Deal", ließ er verlauten. "Er versucht sich nun an einer diplomatischen Lösung, um eine militärische Eskalation zu vermeiden. Aber es gibt weder diplomatisch noch militärisch einen klaren Weg, wie Trump einen Sieg verkünden könnte", sagt Vali Nasr, Iran-Experte an der Johns Hopkins University.

Die Ölpreise dürften weiter fallen, solange Hoffnungen auf die US-Iran-Gespräche die Sorgen über Angebotsunterbrechungen im Nahen Osten mildern. Unabhängig davon hat die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) mitgeteilt, die Produktion im September um weitere 188.000 Barrel pro Tag zu erhöhen - der sechste monatliche Anstieg in Folge. Auch dies sorgt für Entspannung.

Der Markt wartet vor allem auf Konjunkturdaten: So stehen weltweit die Revisionen der Einkaufsmanager-Indizes (PMI) an. Die bisherigen Daten aus Asien sehen gut aus, bis auf China. Dort war die Expansion im Juli geringer als gedacht ausgefallen. Im Fokus stehen im Tagesverlauf die PMI-Daten aus Europa und dann aus den USA der wichtige ISM-Index.

Unternehmensnachrichten gibt es kaum. Akteure haben die Hypervolatilität der Technologie-Aktien in Asien im Blick. Nach dem Ende des Ausverkaufs durch den in Probleme geratenen Hedgefonds von Leopold Aschenbrenner versuchen sich die Technologiewerte an einer Bodenbildung. Das langsame Abklingen der Volatilität sorgt aber noch immer für große Ausschläge. So fallen SK Hynik über 7 Prozent, Samsung Electronics und Softbank Group bis zu 3 Prozent.

Bei SAP geht es weitere 3 Prozent nach oben. Die Geschäftszahlen von Amazon und davor Microsoft hatten gezeigt, dass es im Cloud-Geschäft rund läuft. Gesucht sind europaweit Rüstungswerte. Vor allem bei Munitionshersteller CSG und Radarspezialist Hensoldt geht es über 6 Prozent nach oben. Safran legen fast 4 und Airbus 3,5 Prozent zu. Rheinmetall steigen 1,7 Prozent.

Astrazeneca brechen um 7 Prozent ein nach Berichten der Financial Times über Mega-Fusionsgespräche mit Bristol Myers Squibb. "Das würde einen Pharma-Giganten mit entsprechender Preissetzungsmacht hervorbringen", sagt ein Händler. Allerdings sei darüber hinaus nicht erkennbar, inwieweit Astra davon profitieren werde.

Bei Deutsche Telekom geht es 2,4 Prozent höher trotz belastender Presseberichte, wonach das Zusammengehen mit der US-Tochter T-Mobile US scheitern könnte. Am Freitag hatte das Online-Nachrichtenportal Semafor berichtet, dass Großanleger und sogar das US-Management dagegen seien.

=== 
INDEX          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50      6.403,29  +0,7   45,28    6.358,01    10,6 
Stoxx-50        5.468,02  +0,3   13,63    5.454,39    11,2 
DAX          25.956,81  +1,3   327,57    25.629,24    6,0 
MDAX          32.419,09  +1,4   438,57    27.039,42    5,9 
TecDAX         3.914,79  +2,3   87,30    3.091,28    8,0 
SDAX          18.468,17  +0,9   165,38    13.062,07    7,5 
FTSE          10.869,73  +0,0    1,68    10.868,05    9,4 
CAC           8.583,12  +0,9   73,48    8.509,64    5,3 
SMI          14.427,39  +0,6   81,25    14.346,14    8,7 
ATX           6.498,24  +0,6   40,32    6.457,92    22,0 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Fr, 17:10 
EUR/USD          1,1524  -0,0  -0,0003     1,1527   1,1498 
EUR/JPY          180,66  -0,8  -1,3900     182,05  182,9900 
EUR/CHF          0,9318  +0,1   0,0008     0,9310   0,9301 
EUR/GBP          0,856  +0,2   0,0013     0,8547   0,8543 
USD/JPY          156,73  -0,5  -0,8400     157,57  159,1200 
GBP/USD          1,3459  -0,2  -0,0021      1,348   1,3455 
USD/CNY          6,7533  +0,0   0,0024     6,7509   6,7509 
USD/CNH          6,7539  +0,0   0,0014     6,7525   6,7531 
AUS/USD          0,7015  -0,1  -0,0006     0,7021   0,7021 
Bitcoin/USD      62.539,53  -1,4  -898,13    63.437,66 62.566,24 
 
ROHÖL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         79,47  -6,1   -5,20      84,67 
Brent/ICE           84  -4,5   -3,93      87,93 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.061,29  +0,5   20,35    4.040,94 
Silber           58,31  +1,2    0,68      57,63 
Platin         1.655,28  +0,8   13,26    1.642,02 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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August 03, 2026 03:56 ET (07:56 GMT)

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Achtung, Korrektur!
Die Börsen laufen heiß. Trotz geopolitischer Krisen und steigender Zinsen klettern viele Indizes weiter Richtung Allzeithoch. Doch unter der Oberfläche zeigen sich erste Risse: Der Abverkauf bei Halbleiter-, KI- und Space-Aktien macht deutlich, wie schnell sich die Stimmung drehen kann.

Besonders gefährlich ist die aktuelle Gemengelage aus schwacher Saisonalität, dünner Liquidität in den Sommermonaten und historisch hohen Bewertungen. Selbst vermeintlich sichere Blue Chips sind inzwischen teuer bewertet und damit anfällig für Korrekturen. Gleichzeitig liefern technische Indikatoren erste Warnsignale. So werden viele Rekordstände nicht mehr bestätigt.

Für Anleger steigen die Risiken spürbar. Wer jetzt nicht genauer hinschaut, läuft Gefahr, auf dem falschen Fuß erwischt zu werden.

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