DJ Astrazeneca verliert und Bristol Myers Squibb's legt an der Börse zu
Von Adria Calatayud
DOW JONES--Die Aktien der Pharmakonzerne Astrazeneca und von Bristol Myers Squibb haben auf einen Zeitungsbericht über beine möglicherweise bevorstehende Fusion stark reagiert. Das in London notierte Papier von Astrazeneca lag im europäischen Frühhandel 6,4 Prozent im Minus, die des US-Wettbewerbers Bristol zeigte sich im vorbörslichen US-Handel 5,5 im Plus.
Die Kursbewegungen folgten einem Bericht der Financial Times (FT), die unter Berufung auf anonyme Quellen gemeldet hatte, dass Astrazeneca in den vergangenen Monaten Gespräche mit Bristol über einen Zusammenschluss geführt habe. Diese Gespräche, so der Bericht, könnten in naher Zukunft zu einem Deal führen oder aber auch scheitern.
Ein Sprecher von Astrazeneca lehnte eine Stellungnahme ab, während Bristol auf eine Anfrage nicht reagierte.
Bei einem Zusammenschluss entstünde ein Pharmariese mit einem Börsenwert von rund 400 Milliarden US-Dollar und mehr als 100 Milliarden Dollar Jahresumsatz schaffen.
Viele große Pharmaunternehmen sind in diesem Jahr auf der Suche nach Übernahmen, um ihre Medikamenten-Pipelines aufzufüllen, bevor in den kommenden Jahren für mehrere der umsatzstärksten Medikamente der Branche der Patentschutz ausläuft. Allerdings zielten sie bislang meist auf Übernahmen mit einem Preis unter 10 Milliarden Dollar ab und haben teure Großfusionen gemieden.
Der FT-Bericht hat Beobachter überrascht. Einige Analysten verwiesen auf mögliche kartellrechtliche Probleme im Falle einer Fusion und die Herausforderungen früherer großer Pharmadeals.
Die Analysten von Jefferies schrieben in einer Kundenmitteilung, sie seien von der Nachricht verwirrt. Es sei für sie unklar, warum Astrazeneca einen solchen Deal anstrebe. Die Bernstein-Analysten erklärten separat, aus ihrer Sicht erscheine ein Zusammenschluss unwahrscheinlich.
Das im britischen Cambridge ansässige Unternehmen Astrazeneca will bis 2030 den Umsatz auf 80 Milliarden US-Dollar steigern, nach 58,74 Milliarden Dollar im vergangenen Jahr. Erst vergangene Woche befand das Unternehmen, es sei dabei auf gutem Weg.
Astrazeneca profitierte in den vergangenen Jahren von steigenden Umsätzen mit Krebsmedikamenten und expandierte durch die 39 Milliarden Dollar schwere Übernahme von Alexion im Jahr 2021 in den Bereich seltener Krankheiten sowie in das Segment Adipositas. Das Unternehmen wehrte vor mehr als einem Jahrzehnt eine feindliche Übernahme durch Pfizer ab und bemüht sich seither, seine Präsenz in den USA auszubauen. Anfang dieses Jahres verbesserte Astrazeneca seine US-Notierung. 2025 ließ die Firma verlauten, sie werde bis 2030 rund 50 Milliarden Dollar in den USA investieren.
Unterdessen bereitet sich der in Princeton im US-Bundesstaat New Jersey ansässige Pharmariese Bristol auf den Ablauf des Patentschutzes seiner beiden umsatzstärksten Produkte vor, dem Blutverdünner Eliquis und dem Krebsmedikament Opdivo.
Bristol tätigte 2019 eine der größten Übernahmen in der Pharmabranche und erwarb Celgene für rund 74 Milliarden Dollar. 2024 kam Karuna Therapeutics dazu - für 14 Milliarden Dollar.
Kontakt: redaktion.de@dowjones.com
DJG/DJN/rio/cbr
(END) Dow Jones Newswires
August 03, 2026 06:33 ET (10:33 GMT)
Copyright (c) 2026 Dow Jones & Company, Inc.




