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Dow Jones News
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MÄRKTE EUROPA/DAX erstmalig über 26.000 - Beiersdorf nach Prognosesenkung schwach

DJ MÄRKTE EUROPA/DAX erstmalig über 26.000 - Beiersdorf nach Prognosesenkung schwach

DOW JONES--Europas Börsen bauen die Gewinne bis Montagmittag tendenziell weiter leicht aus. US-Präsident Donald Trump ist bei seiner Rhetorik gegen den Iran über das Wochenende zurückgerudert und hat einen angeblich vorbereiteten Angriff abgesagt. Dabei nutzte Trump im Gegensatz zu seinen früheren Aussagen eine auffallend wachsweiche Sprache. Es gebe "Rahmenbedingungen für einen Deal", ließ er verlauten. "Er versucht sich nun an einer diplomatischen Lösung, um eine militärische Eskalation zu vermeiden. Aber es gibt weder diplomatisch noch militärisch einen klaren Weg, wie Trump einen Sieg verkünden könnte", sagt Vali Nasr, Iran-Experte an der Johns Hopkins University.

Der DAX legt um 1,6 Prozent zu auf 26.025 Punkte, im Tageshoch bei knapp 26.029 markierte der Index ein neues Rekordhoch. Mit Aufschlägen von 1 Prozent kann der Euro-Stoxx-50 nicht ganz mithalten, mit einer Performance von 11 Prozent seit Jahresbeginn steht er aber deutlich besser da als der DAX, der gerade mal auf 6 Prozent kommt. Mit dem Ölpreis geht es kräftig nach unten; Brent verliert rund 5 Prozent und kostet etwa 83,40 Dollar das Fass. Auch die Renditen an den Anleihemärkten fallen. An den Devisenmärkten geht es für den Yen weiter nach oben, wenn auch etwas verlangsamt.

Die Ölpreise dürften weiter fallen, solange Hoffnungen auf die US-Iran-Gespräche die Sorgen über Angebotsunterbrechungen im Nahen Osten mildern. Unabhängig davon hat die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) mitgeteilt, die Produktion im September um weitere 188.000 Barrel pro Tag zu erhöhen - der sechste monatliche Anstieg in Folge. Auch dies sorgt für Entspannung.

Bei Deutsche Telekom geht es 4,3 Prozent höher. Presseberichten zufolge könnte ein mögliches Zusammengehen des Telekomkonzerns mit der Tochter T-Mobile US scheitern. Am Freitag hatte das Online-Nachrichtenportal Semafor berichtet, dass Großanleger und sogar das US-Management dagegen seien. Analysten können einer möglichen Kombination zwar mehr abgewinnen, die Transaktion wird allerdings als sehr komplex eingestuft.

Bei SAP geht es weitere 4,6 Prozent nach oben. Die Geschäftszahlen von Amazon und davor Microsoft hatten gezeigt, dass es im Cloud-Geschäft rund läuft. Gesucht sind europaweit Rüstungswerte. Vor allem Munitionshersteller CSG (+6,8%) und Radarspezialist Hensoldt (7,7%) zeigen sich sehr fest. Safran legen 4 und Airbus 3 Prozent zu. Rheinmetall steigen 3,8 Prozent.

Astrazeneca brechen um 4,6 Prozent ein nach Berichten der Financial Times über Mega-Fusionsgespräche mit Bristol Myers Squibb. "Das würde einen Pharma-Giganten mit entsprechender Preissetzungsmacht hervorbringen", sagt ein Händler. Allerdings sei darüber hinaus nicht erkennbar, inwieweit Astra davon profitieren werde. Auch viele Analysten äußern sich zurückhaltend. So heißt es von der UBS, ein Übernahmeprozess könnte sogar die Medikamentenentwicklung verlangsamen: "Angesichts der historischen Herausforderungen von Mega-Deals bei Pharma, die die Forschungsaktivitäten stagnieren lassen, und der Breite und Tiefe der Pipeline von Astra, sind wir überrascht von den Presseberichten über das Wochenende."

Nach Senkung der Prognosen für das laufende Jahr verlieren Beiersdorf 3,3 Prozent. Die Senkung stellt aus Investorensicht keine große Überraschung dar, belastend dürfte vor allem das Ausmaß wirken. Der Konzern stellt nun einen rückläufigen Konzernumsatz im niedrigen einstelligen Prozentbereich in Aussicht. Die EBIT-Marge wird nun bei mindestens 11,8 Prozent erwartet nach bislang leicht unter dem Vorjahreswert von 14 Prozent. Bislang wird im Konsens für das laufende Jahr ein Umsatzrückgang von 1 Prozent erwartet und eine EBIT-Marge von 13,3 Prozent. Es dürfte also erheblichen Revisionsbedarf bei den Schätzungen geben.

Zurückhaltung zeigt sich am Montag bei den Ausrüstern von KI-Datenzentren wie Siemens Energy. Die Aktien geben gegen den starken Gesamtmarkt 0,8 Prozent nach. Dies zeigt sich auch bei ähnlich gelagerten Werten wie Schneider Electric, ABB und anderen, die auch je rund ein halbes Prozent abgeben. "Der Markt ist zurückhaltend vor den Siemens-Energy-Zahlen am Mittwoch", sagt ein Händler. Nachdem in der Vorwoche sämtliche Cloud-Anbieter aus dem Technologiebereich überzeugt hätten, wolle man nun sehen, ob deren Investitionen auch profitabel bei den ganzen Infrastrukturanbietern ankommen.

Marktanalyst Maximilian Wienke von Etoro betont, die Aktie von Siemens Energy habe seit Jahresbeginn 22 Prozent zugelegt und den DAX um ein Vielfaches outperformt: "Anleger werden genau beobachten, ob Siemens Energy an den Erfolg der vergangenen Jahre anknüpfen kann". Denn mit einem Forward-KGV von rund 27 bleibe die Bewertung hoch.

=== 
INDEX          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50      6.423,12  +1,0   65,11    6.358,01    10,9 
Stoxx-50        5.476,54  +0,4   22,15    5.454,39    11,4 
DAX          26.025,48  +1,6   396,24    25.629,24    6,3 
MDAX          32.478,33  +1,6   497,81    27.039,42    6,1 
TecDAX         3.936,31  +2,8   108,82    3.091,28    8,7 
SDAX          18.493,32  +1,0   190,53    13.062,07    7,7 
FTSE          10.898,41  +0,3   30,36    10.868,05    9,7 
CAC           8.623,36  +1,3   113,72    8.509,64    5,8 
SMI          14.393,26  +0,3   47,12    14.346,14    8,5 
ATX           6.551,86  +1,5   93,94    6.457,92    23,0 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Fr, 17:10 
EUR/USD          1,1524  -0,0  -0,0003     1,1527   1,1498 
EUR/JPY          180,87  -0,7  -1,1800     182,05  182,9900 
EUR/CHF          0,9321  +0,1   0,0011     0,9310   0,9301 
EUR/GBP          0,856  +0,2   0,0013     0,8547   0,8543 
USD/JPY          156,94  -0,4  -0,6300     157,57  159,1200 
GBP/USD          1,346  -0,2  -0,0020      1,348   1,3455 
USD/CNY          6,7523  +0,0   0,0014     6,7509   6,7509 
USD/CNH          6,7528  0,0   0,0003     6,7525   6,7531 
AUS/USD          0,7003  -0,3  -0,0018     0,7021   0,7021 
Bitcoin/USD      62.638,55  -1,3  -799,11    63.437,66 62.566,24 
 
ROHOEL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         79,48  -6,1   -5,19      84,67 
Brent/ICE         83,62  -4,9   -4,31      87,93 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.054,04  +0,3   13,10    4.040,94 
Silber           57,88  +0,4    0,25      57,63 
Platin         1.643,23  +0,1    1,21    1.642,02 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mpt/cln

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August 03, 2026 07:46 ET (11:46 GMT)

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Achtung, Korrektur!
Die Börsen laufen heiß. Trotz geopolitischer Krisen und steigender Zinsen klettern viele Indizes weiter Richtung Allzeithoch. Doch unter der Oberfläche zeigen sich erste Risse: Der Abverkauf bei Halbleiter-, KI- und Space-Aktien macht deutlich, wie schnell sich die Stimmung drehen kann.

Besonders gefährlich ist die aktuelle Gemengelage aus schwacher Saisonalität, dünner Liquidität in den Sommermonaten und historisch hohen Bewertungen. Selbst vermeintlich sichere Blue Chips sind inzwischen teuer bewertet und damit anfällig für Korrekturen. Gleichzeitig liefern technische Indikatoren erste Warnsignale. So werden viele Rekordstände nicht mehr bestätigt.

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