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CHART des Tages: Der Yen fällt von seinem 40-Jahres-Hoch - wie geht es weiter? (03.08.2026)

Das Währungspaar USDJPY ist nach dem Anstieg auf 163,99 und damit auf den höchsten Stand seit 1986 dynamisch eingebrochen. Auslöser war die erste koordinierte Intervention der USA und Japans seit 2011. Damals hatten die beteiligten Staaten allerdings eingegriffen, um den Yen nach dem schweren Erdbeben in Japan zu schwächen.

 - USDJPY WKN: 965991 - ISIN: XC0009659XXX - Ticker: USD/JPY 

US-Finanzminister Scott Bessent und die japanische Finanzministerin Satsuki Katayama betonten, dass beide Seiten zu weiteren Maßnahmen bereit seien, um den Wechselkurs zu stabilisieren. Die zentrale Frage für die aktuelle USDJPY Prognose lautet daher: Kann sich der Yen nachhaltig erholen oder kehrt der Carry Trade zurück?

Historische Intervention am Devisenmarkt

Nach Angaben der Bank of Japan könnte Japan rund 59 Mrd. USD zur Stützung des Yen eingesetzt haben. Sollte sich diese Schätzung bestätigen, wäre dies gemessen am Volumen eine beispiellose eintägige Intervention.

Das Ausmaß der US-amerikanischen Maßnahmen lässt sich anhand offizieller Daten bislang nicht bestimmen. Verschiedene Hinweise sprechen jedoch für ein Volumen zwischen 5 und 10 Mrd. USD. Darauf deutete unter anderem eine Notiz von Scott Bessent während eines Treffens im US-Bundesstaat Maryland hin.

Quelle: Reuters

US-Präsident Donald Trump bestätigte die amerikanische Beteiligung über das Wochenende. Er erklärte sinngemäß, Japan habe wegen des schwachen Yen Unterstützung benötigt und die USA seien bereit gewesen, dem Land zu helfen. Finanzministerin Katayama veröffentlichte inzwischen zudem ein offizielles Schreiben, das die Intervention bestätigt.

Die direkte Zusammenarbeit zwischen Washington und Tokio verleiht dem Eingriff eine besondere Bedeutung. Anders als bei einer rein japanischen Intervention könnte die koordinierte Aktion eine größere und länger anhaltende Wirkung auf den USDJPY-Wechselkurs entfalten.

Kehrt der Mar-a-Lago-Akkord zurück?

Die Beteiligung der USA rückt die übergeordnete Währungspolitik des Weißen Hauses erneut in den Fokus. Denkbar wäre eine Strategie, die auf eine Abschwächung des US-Dollars abzielt und damit die Wettbewerbsfähigkeit amerikanischer Exporte verbessern soll. Anfang 2025 wurden derartige Überlegungen unter dem Begriff "Mar-a-Lago-Akkord" diskutiert. Gemeint war ein moderner Versuch, zentrale Elemente des Plaza-Abkommens von 1985 zu wiederholen. Damals verständigten sich führende Industriestaaten auf koordinierte Maßnahmen zur Abschwächung des US-Dollars. Sollte die aktuelle Intervention Bestandteil einer umfassenderen US-Strategie sein, könnte dies die mittelfristige USDJPY Prognose deutlich verändern. Ein strukturell schwächerer US-Dollar würde den bisherigen Aufwärtstrend des Währungspaares infrage stellen....


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