Donald Trump hat erneut Verhandlungen mit dem Iran und einen nahezu unausweichlichen "Deal" angekündigt. Der Ölmarkt reagierte prompt mit deutlichen Ausschlägen, doch die Kursausschläge an den Aktienmärkten fielen weit verhaltener aus als bei vergleichbaren Krisen in der Vergangenheit.
Was erklären Vertreter beider Länder, was preist die Börse aktuell ein und was geschieht wirklich hinter den Kulissen?
- Gold WKN: 965515 - ISIN: XC0009655XXX - Ticker: GOLD
- Brent WKN: 967740 - ISIN: XC0009677XXX - Ticker: OIL
Zwischen Inflation und US-Zwischenwahlen
Viele Marktteilnehmer tun sich schwer damit, die Aktionen und Äußerungen von Donald Trump nachzuvollziehen. Nicht selten werden begrenzte Informationen überinterpretiert oder Entwicklungen hineingelesen, die in der Realität gar nicht stattfinden.
Das größte Missverständnis besteht darin, dem US-Präsidenten aufgrund der politisch brisanten Kombination aus hohen Treibstoffpreisen und den bevorstehenden Midterm-Elections Verzweiflung zu unterstellen. Im US-amerikanischen Kontext sind die Preise an den Zapfsäulen zwar von hoher politischer Relevanz, doch die Lage ist komplexer als ein bloßer Blick auf den landesweiten Benzinpreis-Durchschnitt.
Legt man die Wahlkarte über die Preisverteilung für Treibstoff, zeigt sich ein aufschlussreiches Muster: In den "republikanischen" (roten) Bundesstaaten ist Treibstoff deutlich günstiger als in den "demokratischen" (blauen) Staaten. Die Gründe dafür sind vielfältig:
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Emissionsstandards
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Logistik und Infrastruktur
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Regionale Steuersätze
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Lokales Angebot- und Nachfrageverhältnis
Wichtig für Anleger zu verstehen: Trotz des Inflationsdrucks und steigender Benzinpreise ist die Situation für die Wähler von Donald Trump und die Republikanische Partei keineswegs so aussichtslos, wie oft angenommen wird.
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