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MÄRKTE USA/Entspannungssignale im Iran-Krieg treiben Dow auf Rekordhoch

DJ MÄRKTE USA/Entspannungssignale im Iran-Krieg treiben Dow auf Rekordhoch

DOW JONES--Neue Hoffnung auf ein Ende des Nahostkonflikts lässt die US-Börsen mit deutlichen Kursgewinnen in die neue Woche starten. Der Dow-Jones-Index steigt im Verlauf des Montagshandels auf ein Rekordhoch. Der Index gewinnt gegen Mittag (Ortszeit New York) 1 Prozent auf 53.004 Punkte. Der S&P-500 steigt um 1,2 Prozent und der Nasdaq-Composite um 1,9 Prozent. Der Ölpreis fällt kräftig, nachdem US-Präsident Donald Trump nach eigenen Angaben weitere geplante Angriffe auf iranische Ziele abgesagt hat. Stattdessen sollten am Montag Friedensverhandlungen wiederaufgenommen werden, so Trump. Ein Sprecher des iranischen Außenministeriums widersprach allerdings: Teheran verhandele derzeit nicht mit den USA. Aktuell verbilligt sich das Barrel Brentöl um 4,8 Prozent auf 83,70 Dollar, zusätzlich belastet von der Ankündigung der Opec, die Fördermenge im September anzuheben.

Unterstützung für den Aktienmarkt kommt auch von fallenden Marktzinsen. Am Anleihemarkt fällt die Rendite zehnjähriger US-Anleihen um 6 Basispunkte auf 4,69 Prozent. Der Dollar tendiert kaum verändert. Zum Yen gibt der Greenback etwas deutlicher nach, nachdem die USA und Japan eine koordinierte Intervention zur Stützung der japanischen Währung bestätigt haben.

Konjunkturseitig wurden am Montag der von S&P Global ermittelte Einkaufsmanagerindex sowie der ISM-Index, jeweils für das verarbeitende Gewerbe im Juli, veröffentlicht, dazu die Bauausgaben aus dem Juni. Der ISM fiel besser aus als erwartet. Im Wochenverlauf stehen allerdings stark beachtete Daten vom Arbeitsmarkt an: Am Dienstag Daten zu den Stellenangeboten, am Mittwoch der ADP-Arbeitsmarktbericht für Juli, am Donnerstag die wöchentlichen Daten zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe und als Highlight der Woche am Freitag der offizielle Arbeitsmarktbericht für Juli.

Die Bilanzsaison legt am Montag eine Pause ein. Nach Börsenschluss wird Palantir (+1,6%) über den Verlauf des zweiten Quartals berichten. Am Dienstag wird SpaceX (+2,9%) erstmals seit dem Börsengang Quartalszahlen vorlegen.

Im Blick steht eine mögliche Fusion im Pharmasektor: Bristol-Myers Squibb soll Berichten zufolge über einen Zusammenschluss mit Astrazeneca verhandeln. Die Aktie von Bristol-Myers Squibb gibt anfängliche Kursgewinne ab und fällt um 0,4 Prozent. Analysten sehen eine etwaige Fusion kritisch, unter anderem wegen der kartellrechtlichen Hürden, die eine solche Megafusion zu überwinden hätte.

Boeing rücken um 4,8 Prozent vor. Die Analysten von BNP Paribas sollen die Aktie auf "Buy" von "Sell" hochgestuft haben, heißt es aus dem Handel. Amazon gewinnen 4,9 Prozent; die Marktkapitalisierung knackt die Marke von 3 Billionen Dollar.

Gamestop verbilligen sich um fast 13 Prozent. Der Anbieter von Videospielen wandelt 2030 und 2032 fällige Wandelanleihen im Volumen von 1,4 Milliarden Dollar in Aktien um. Dadurch verwässert sich der Wert der ausstehenden Aktien, was institutionelle Anleger zu Absicherungsgeschäften und Shortselling veranlasst, wie Marktteilnehmer erklären.

Der Kurs der Hotelkette Marriott fällt um 7,4 Prozent. Das Unternehmen bekommt den Nahostkonflikt zu spüren. Der Umsatz blieb im zweiten Quartal hinter der Konsensschätzung zurück. Auch der Ausblick verfehlte die Erwartungen.

=== 
INDEX          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
DJIA          53.004,40  +1,0  +519,37    52.485,03 
S&P-500         7.582,77  +1,2   +93,05    7.489,72 
NASDAQ Comp      25.862,70  +1,9  +488,85    25.373,85 
NASDAQ 100       28.684,59  +1,5  +410,40    28.274,20 
 
US-Treasuries      Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre           4,26 -0,03    4,26      4,23 
5 Jahre           4,41 -0,05    4,42      4,38 
10 Jahre          4,69 -0,06    4,70      4,67 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Fr, 17:10 
EUR/USD          1,1508  -0,2  -0,0019     1,1527   1,1498 
EUR/JPY          180,59  -0,8  -1,4600     182,05  182,9900 
EUR/CHF          0,9327  +0,2   0,0017     0,9310   0,9301 
EUR/GBP          0,8567  +0,2   0,0020     0,8547   0,8543 
USD/JPY          156,92  -0,4  -0,6500     157,57  159,1200 
GBP/USD          1,3432  -0,4  -0,0048      1,348   1,3455 
USD/CNY          6,7523  +0,0   0,0014     6,7509   6,7509 
USD/CNH          6,7579  +0,1   0,0054     6,7525   6,7531 
AUS/USD          0,6999  -0,3  -0,0022     0,7021   0,7021 
Bitcoin/USD      63.678,08  +0,4   240,42    63.437,66 62.566,24 
 
ROHOEL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         79,69  -5,9   -4,98      84,67 
Brent/ICE          83,7  -4,8   -4,23      87,93 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.035,59  -0,1   -5,35    4.040,94 
Silber           57,40  -0,4   -0,23      57,63 
Platin         1.618,22  -1,4   -23,80    1.642,02 
 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt: maerkte.de@dowjones.com

DJG/cln/mgo

(END) Dow Jones Newswires

August 03, 2026 12:21 ET (16:21 GMT)

Copyright (c) 2026 Dow Jones & Company, Inc.

© 2026 Dow Jones News
Achtung, Korrektur!
Die Börsen laufen heiß. Trotz geopolitischer Krisen und steigender Zinsen klettern viele Indizes weiter Richtung Allzeithoch. Doch unter der Oberfläche zeigen sich erste Risse: Der Abverkauf bei Halbleiter-, KI- und Space-Aktien macht deutlich, wie schnell sich die Stimmung drehen kann.

Besonders gefährlich ist die aktuelle Gemengelage aus schwacher Saisonalität, dünner Liquidität in den Sommermonaten und historisch hohen Bewertungen. Selbst vermeintlich sichere Blue Chips sind inzwischen teuer bewertet und damit anfällig für Korrekturen. Gleichzeitig liefern technische Indikatoren erste Warnsignale. So werden viele Rekordstände nicht mehr bestätigt.

Für Anleger steigen die Risiken spürbar. Wer jetzt nicht genauer hinschaut, läuft Gefahr, auf dem falschen Fuß erwischt zu werden.

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