DJ PTA-News: Amadeus Fire AG: Veröffentlichung des Zwischenberichts Q2/6M 2026 - AFG prognostiziert stabilisierte Umsatzentwicklung & verbesserte Ertragskraft für H2/2026
Unternehmensmitteilung für den Kapitalmarkt
Amadeus Fire AG: Veröffentlichung des Zwischenberichts Q2/6M 2026
AFG prognostiziert stabilisierte Umsatzentwicklung & verbesserte Ertragskraft für H2/2026
Frankfurt am Main/Wien (pta000/03.08.2026/18:35 UTC+2)
Amadeus Fire Group prognostiziert eine stabilisierte Umsatzentwicklung und eine verbesserte Ertragskraft für das zweite Halbjahr 2026
Frankfurt am Main, 3. August 2026
Das erste Halbjahr 2026 verlief für die Amadeus Fire Group (ISIN: DE0005093108, Prime Standard) in einem weiterhin schwierigen wirtschaftlichen Umfeld. Nach einem planmäßigen Jahresauftakt führte die im zweiten Quartal nochmals gestiegene Unsicherheit in Folge des Iran-Krieges sowie den damit verbundenen wirtschaftlichen Auswirkungen zu einer spürbaren Zurückhaltung vieler Unternehmen bei Personalentscheidungen. Die Auswirkungen waren deutlich, in der Nachfrage und folgend in den Umsätzen, insbesondere in der Personalvermittlung. Hier wurden die erwarteten Umsätze im zweiten Quartal klar verfehlt, während sich die flexiblen Dienstleistungen Zeitarbeit und Interim- & Projekt-Management sowie das Weiterbildungssegment insgesamt im Rahmen der Erwartungen entwickelten.
Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland bleibt unverändert schwierig. Entsprechend war die Geschäftsentwicklung der Amadeus Fire Group weiterhin von einer verhaltenen Investitions- und Einstellungsbereitschaft sowie einer insgesamt erhöhten Unsicherheit auf Kundenseite und im Kandidatenmarkt geprägt. Entscheidend für die Entwicklung des Konzerns war die weiterhin geringe Marktdynamik in den Personaldienstleistungen. Die eingeleiteten Kosten- und Strukturmaßnahmen wirkten stabilisierend, konnten die Ergebnisbelastungen aus dem rückläufigen Geschäftsvolumen und dem niedrigeren operativen Rohertrag jedoch nur teilweise abfedern.
Das Geschäftsvolumen des Konzerns lag infolge der schwächeren Entwicklung im Segment Personaldienstleistungen auch im zweiten Quartal 2026 unter dem vergleichbaren Wert des Vorjahres. Die positive Umsatzentwicklung im Segment Weiterbildung wirkte gegenläufig. Sie spiegelte neben der Einbeziehung der im Vorjahr erworbenen Gesellschaften Masterplan und eduBITES auch die stabile bis positive Geschäftsentwicklung bei den etablierten Gesellschaften wider.
Die Amadeus Fire Group erzielte im ersten Halbjahr 2026 einen Konzernumsatz von 171,7 Mio. EUR und liegt damit um 8,0 Prozent unter dem Wert des vergleichbaren Vorjahreszeitraums von 186,6 Mio. EUR. Der operative Rohertrag* liegt mit 85,9 Mio. EUR ebenfalls unter dem vergleichbaren Vorjahres-wert von 96,3 Mio. EUR, ein Rückgang um 10,8 Prozent. Die operative Rohertragsmarge* sank nur leicht auf 50,0 Prozent (H1/2025: 51,6 Prozent). Geringere operative Roherträge* insbesondere im Segment der Personaldienstleistungen sowie zukunftsorientierte Investitionen in die digitale Transformation der Amadeus Fire Group führen zu einem überproportionalen Rückgang des operativen EBITA* um 45,8 Prozent bzw. -2,9 Mio. EUR. Der Konzern erzielte im ersten Halbjahr 2026 ein operatives EBITA* von 3,5 Mio. EUR (H1/2025: 6,4 Mio. EUR). Daraus resultiert eine operative EBITA-Marge* für das erste Halbjahr 2026 von 2,0 Prozent (H1/2025: 3,4 Prozent). Nach einem Rückgang im ersten Quartal diesen Jahres um 1,3 Mio. EUR, sank das operative EBITA* im zweiten Quartal 2026 verglichen mit dem Vorjahresquartal um 1,7 Mio. EUR. Die EBITA-wirksamen Sonderkosten stiegen im Vergleich zum Vorjahreshalbjahr von 1,4 Mio. EUR auf 2,9 Mio. EUR an. Dieser Anstieg war im Wesentlichen auf die PPA-Abschreibungen der Masterplan com GmbH und der eduBITES GmbH zurückzuführen.
Die Amadeus Fire Group erwirtschaftete im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2026 ein operatives Ergebnis nach Ertragsteuern von -0,4 Mio. EUR (H1/2025: 3,3 Mio. EUR). Der auf die Aktionäre der Amadeus Fire AG entfallende Anteil am Periodenergebnis des H1/2026 beträgt -3,7 Mio. EUR (H1/2025: 0,7 Mio. EUR) und ergibt ein unverwässertes Ergebnis je Aktie von -0,69 EUR nach 0,12 EUR des vergleichbaren Vorjahreshalbjahrs.
Das Eigenkapital des Konzerns lag zum 30. Juni 2026 mit 127,3 Mio. EUR um rund 2,8 Prozent leicht unter dem Niveau des 31. Dezember 2025 von 130,9 Mio. EUR. Die Abnahme ergibt sich ausschließlich aus dem zum 30. Juni 2026 erwirtschafteten Periodenfehlbetrag von -3,6 Mio. EUR. Daraus resultiert, aufgrund der um rund 1,0 Prozent geringeren Bilanzsumme gegenüber dem Jahresultimo 2025, eine leicht geringere Eigenkapitalquote von 35,8 Prozent (31. Dezember 2025: 36,5 Prozent).
Im weiteren Verlauf des Jahres 2026 wird von Quartal zu Quartal, unterstützt durch eine deutlich höhere Anzahl an Arbeitstagen, eine stabilisierte Umsatzentwicklung und eine verbesserte Ergebniskraft gegenüber dem ersten Halbjahr 2026 prognostiziert. In der Amadeus Fire Group arbeiten alle gemeinsam intensiv daran, die aktuelle Ergebniskrise zügig zu überwinden. Eine Verbesserung des Geschäftsklimas unter den Unternehmen in Deutschland sollte für den Konzern schnell interessante Chancen bieten.
Der Vorstand legt damit seinen neuen Erwartungskorridor im Bereich des bisher unteren Endes der im Geschäftsbericht 2025 veröffentlichten Prognose für das Geschäftsjahr 2026 fest. Die Amadeus Fire Group erwartet nunmehr Umsatzerlöse in einer Bandbreite von 350 bis 365 Mio. EUR mehr oder weniger auf Vorjahresniveau. Dabei wird unverändert unterstellt, dass die angespannte Lage im Bereich der Unternehmenskunden anhalten wird. Vor diesem Hintergrund resultiert das erwartete Wachstum insbesondere aus dem Weiterbildungsbereich, während im Personaldienstleistungsbereich weiterhin von einem Rückgang ausgegangen wird. Das operative EBITA wird für das Geschäftsjahr 2026 in einer Bandbreite von 17 bis 23 Mio. EUR prognostiziert, was einem Wachstum von rund 24 bis 68 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Segment Personaldienstleistungen Das Marktumfeld im Segment Personaldienstleistungen blieb auch im zweiten Quartal 2026, wie bereits prognostiziert, weiterhin angespannt. Die Bundesagentur für Arbeit und das ifo Institut verweisen für das zweite Quartal auf zunehmende Belastungen durch den Iran-Krieg beziehungs-weise den damit verbundenen Energiepreisanstieg. Die fortbestehende Unsicherheit spiegelte sich in einer vorsichtigen Nachfrage und einer niedrigen Wechselbereitschaft wider. Unternehmen agieren bei Personalentscheidungen weiterhin zurückhaltend; Einstellungsprozesse verlängern sich und Bedarfe werden stärker situativ und kurzfristig gesteuert.
Zwar bestehen weiterhin strukturelle Engpässe in einzelnen Berufsgruppen, insbesondere dort, wo Qualifikationsanforderungen hoch oder Bewerbermärkte weiterhin eng sind. Diese strukturellen Engpässe führten im ersten Halbjahr 2026 jedoch nicht zu einer breiten Belebung der Nachfrage. Unternehmen planen wieder vermehrt Stellenabbau. Besonders schwierig blieb die Lage laut ifo unter anderem bei Leiharbeitsfirmen. Der demografisch bedingte Fachkräftemangel wäre zwar ein struktureller Wachstumstreiber, wurde im Berichtszeitraum jedoch durch die konjunkturelle Zurückhaltung deutlich überlagert.
Der Gesamtumsatz des Segments in Höhe von 90,4 Mio. EUR lag aufgrund dieser Effekte, wie erwartet, erneut um -17,6 Prozent unter dem Wert des Vorjahreshalbjahrs von 109,7 Mio. EUR. Der erzielte operative Segmentrohertrag sank um -20,9 Prozent auf 40,5 Mio. EUR (H1/2025: 51,1 Mio. EUR). Entsprechend verringerte sich die operative Rohertragsmarge des Segments auf 44,8 Prozent (H1/2025: 46,6 Prozent).
Die operative Steuerung wurde im Berichtszeitraum weiter an die Nachfrageentwicklung angepasst. Die personelle Ausstattung der Vertriebs- und Rekrutierungsorganisation wurde laufend anhand von Leistungskennzahlen überprüft, offene Positionen wurden nur selektiv nachbesetzt. Zudem wurden Kosten, Kapazitäten und Produktivität weiterhin eng gesteuert und Investitionen in Systeme und Prozesse priorisiert.
Das operative Segment-EBITA lag mit 1,2 Mio. EUR schlussendlich deutlich unter dem Vorjahreswert (5,7 Mio. EUR) sowie ebenso unter den Erwartungen und resultierte in einer operativen EBITA-Marge von 1,4 Prozent (H1/2025: 5,2 Prozent).
Segment Weiterbildung Das Marktumfeld im Segment Weiterbildung war auch im ersten Halbjahr 2026 von gegenläufigen Entwicklungen geprägt. Einerseits nahm der strukturelle Qualifizierungsbedarf weiter zu. Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, veränderte Kompetenzanforderungen und der demo-grafisch bedingte Rückgang des Arbeitskräfteangebots erhöhen den Bedarf an beruflicher Weiterbildung nachhaltig. Andererseits wirkten die schwache gesamtwirtschaftliche Entwicklung, zurückhaltende Unternehmensbudgets und eine anspruchsvolle Umsetzung im geförderten Weiterbildungsmarkt weiterhin dämpfend auf die kurzfristige Marktdynamik.
(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires
August 03, 2026 12:35 ET (16:35 GMT)




