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MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa

DJ MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa

TAGESTHEMA

Fresenius Medical Care (FMC) hat im zweiten Quartal 2026 besser abgeschnitten als erwartet. Der Dialysedienstleister profitierte vor allem von einem starken Ergebnis im Segment Care Delivery. Die Jahresziele bekräftigte der DAX-Konzern. In den Monaten April bis Juni steigerte FMC den Umsatz währungsbereinigt um 4 Prozent auf 4,86 Milliarden Euro. Analysten hatten im Mittel mit einem stabilen Umsatz von 4,79 Milliarden Euro gerechnet. Das organische Wachstum betrug 5 Prozent. Nominal lag es lediglich bei 1 Prozent. Das operative Ergebnis kletterte um 10 Prozent auf 466 Millionen Euro. Währungsbereinigt legte es um 15 Prozent zu. Die Marge rückte damit auf 9,6 von 8,9 Prozent vor. Ohne Sondereffekte kletterte der Betriebsgewinn währungsbereinigt um 23 Prozent auf 569 Millionen Euro. Analysten hatten im Konsens 515 Millionen Euro erwartet. Die Marge stieg damit auf 11,7 von 9,9 Prozent. Für das Gesamtjahr 2026 plant der Bad Homburger DAX-Konzern unverändert mit einem Umsatz ungefähr auf Höhe des Vorjahres. Das operative Ergebnis sieht er auf einem konstanten Niveau, mit einer Veränderungsrate im Vergleich zum Vorjahr zwischen einem positiven und negativen mittleren einstelligen Prozentbereich.

BERICHTET  PROG PROG 
2. QUARTAL           2Q26 ggVj  2Q26 ggVj  2Q25 
Umsatz             4.861  +1%  4.792  0%  4.792 
EBIT               466 +10%   380 -11%   425 
EBIT bereinigt          569 +20%   515  --   476 
EBIT-Marge bereinigt      11,7  --  10,7  --   9,9 
Ergebnis nach Steuern/Dritten  218  -3%   174 -23%   225 
Ergebnis je Stammaktie     0,81  +5%  0,68 -12%  0,77 
Erg. nach Steuern/Dritten ber.  303 +13%   281  --   268 
 
AUSBLICK 2026 - das Unternehmen erwartet weiterhin: 
- Umsatzwachstum: etwa das Niveau des Vorjahres 
- operatives Ergebnis: auf konstanten Niveau 
verbleibend, mit einer Veränderungsrate, die im Vergleich 
zum Vorjahr zwischen einem positiven und negativen 
mittleren, einstelligen Prozentbereich liegend 
 

- alle Angaben in Millionen Euro, Ausnahme Ergebnis je Aktie in Euro, Marge in Prozent;

AUSBLICK UNTERNEHMEN

BAYER (7:30)

Nachfolgend die Konsensschätzungen für das zweite Quartal (Angaben in Millionen Euro, Ergebnis je Aktie in Euro, Bilanzierung nach IFRS):

PROG  PROG  PROG 
2. QUARTAL              2Q26  ggVj  Zahl  2Q25 
Umsatz Konzern           10.679  -1%   13 10.739 
- Pharmaceuticals          4.391  -2%   13  4.470 
- Consumer Health          1.432 +0,4%   13  1.427 
- Crop Science            4.789   --   13  4.788 
EBITDA bereinigt Konzern       1.941  -8%   13  2.105 
- Pharmaceuticals          1.034  -5%   12  1.094 
- Consumer Health           330 -0,3%   12   331 
- Crop Science             711  +3%   11   693 
Ergebnis nach Steuern/Dritten     249   --   8  -199 
Ergebnis je Aktie Core        0,73  -36%   11  1,14 
Durchschnittl. Wechselkurs EUR/USD  1,16  +3%   4  1,13 
 

CONTINENTAL (07:30)

Nachfolgend die Konsensschätzungen für das zweite Quartal (Angaben in Millionen Euro, Marge in Prozent, Bilanzierung nach IFRS):

PROG PROG PROG 
2. QUARTAL         2Q26 ggVj Zahl  2Q25 
Umsatz          4.409  -9%  11 4.856 
EBIT bereinigt       539 +28%  11  421 
EBIT-Marge bereinigt    12,2  --  11  9,5 
Free Cashflow bereinigt   127  --   8  -166 
 

HUGO BOSS (07:30)

Nachfolgend die Konsensschätzungen für das zweite Quartal (Angaben in Millionen Euro, Ausnahme Ergebnis je Aktie in Euro, Marge in Prozent, Bilanzierung nach IFRS):

PROG PROG PROG 
2. QUARTAL           2Q26 ggVj Zahl  2Q25 
Umsatz              907  -9%  10 1.002 
EBIT               52 -36%  10   81 
EBIT-Marge            5,8  --  10  8,1 
Ergebnis vor Steuern       40 -43%   9   70 
Ergebnis nach Steuern/Dritten   27 -43%   8   47 
Ergebnis je Aktie        0,39 -43%  10  0,68 
 

Weitere Termine:

07:00 AT/AMS-Osram AG, Ergebnis 2Q (09:45 PK)

07:00 DE/Hamborner Reit AG, Ergebnis 1H (11:00 Analysten- und Pressekonferenz)

07:30 DE/Mutares SE & Co KGaA, Ergebnis 1H

07:30 DE/Pfeiffer Vacuum Technology AG, Ergebnis 1H

07:30 SA/Saudi Arabian Oil Co (Saudi Aramco), Ergebnis 2Q

07:40 DE/Elmos Semiconductor SE, Ergebnis 1H

08:00 GB/BP plc, Ergebnis 2Q

12:00 US/Spotify Technology SA, Ergebnis 2Q

12:30 US/Merck & Co Inc, Ergebnis 2Q

12:45 US/Pfizer Inc, Ergebnis 2Q

12:45 DE/Biontech SE, Ergebnis 2Q (14:00 Telefonkonferenz)

13:00 US/McDonald's Corp, Ergebnis 2Q

22:00 US/Space Exploration Technologies Corp (SpaceX), Ergebnis 2Q

22:00 US/Amgen Inc, Ergebnis 2Q

22:00 US/Booking Holdings Inc, Ergebnis 2Q

22:15 US/Advanced Micro Devices Inc, Ergebnis 2Q

AUSBLICK KONJUNKTUR

- US 
  14:30 Handelsbilanz Juni 
     PROGNOSE: -72,9 Mrd USD 
     zuvor:  -77,59 Mrd USD 
 
  16:00 Auftragseingang Industrie Juni 
     PROGNOSE: +0,3% gg Vm 
     zuvor:  -1,3% gg Vm 
 
  16:00 Job Openings and Labor Turnover Survey (Jolts), Juni 
 

ÜBERSICHT FUTURES / INDIZES

Aktuell: 
Index            zuletzt +/- % 
DAX Futures        26.195,00  +0,3 
E-Mini-Future S&P-500   7.645,75  +0,2 
E-Mini-Future Nasdaq-100 29.010,75  +0,4 
Topix (Tokio)       3.955,17  -0,1 
Hang-Seng (Hongk.)    25.882,43  -0,5 
Shanghai-Comp.       3.815,59  +0,2 
 
Vortag: 
INDEX        zuletzt +/- % 
DAX        26.001,31  +1,5 
DAX-Future    26.120,00  +1,6 
MDAX       32.511,21  +1,7 
TecDAX       3.952,05  +3,3 
SDAX       18.524,47  +1,2 
Euro-Stoxx-50   6.426,50  +1,1 
Stoxx-50      5.467,90  +0,3 
XDAX       26.067,21  +0,3 
Dow-Jones     53.178,41  +1,3 
S&P-500      7.600,50  +1,5 
Nasdaq Composite 25.913,90  +2,1 
 

FINANZMÄRKTE

EUROPA

Ausblick: Nach der Rally zum Wochenstart könnten die Börsen zur Eröffnung noch ein wenig zulegen nach Rekordständen an Wall Street und positiven Vorgaben aus Asien. Das Aufwärtspotenzial ist allerdings begrenzt. An den Anleihemärkten fallen die Renditen nicht weiter, während an den Rohstoffmärkten die Ölpreise wieder leicht anziehen, wenngleich von einem absolut betrachtet aus Marktsicht entspanntem Niveau. Hauptrisiko für die Börsen bleibt eine erneute Eskalation im Nahen Osten. Die Nachrichten aus Washington und Teheran sind nur schwer miteinander in Einklang zu bringen. Die Lage bleibt mithin unübersichtlich. Für Bewegung bei Einzelaktien dürfte eine Flut von Quartalszahlen sorgen. Der bisher insgesamt besser als erwartet ausgefallene Verlauf der Berichtssaison ist zu einer wichtigen Stütze für die Börsen geworden.

Rückblick: Fest - Die Entspannung im Nahostkonflikt und der sinkende Ölpreis gaben den Börsen Auftrieb. Unterstützung kam auch von dem besser als erwartet ausgefallenen ISM-Index in den USA. Gesucht waren europaweit Rüstungswerte. Am deutschen Markt ging es für Hensoldt um 8,3 Prozent nach oben. Rheinmetall verteuerten sich um 3,1 Prozent. In Resteuropa gewannen Thales 3,2 Prozent oder Saab 2,9 Prozent. Astrazeneca brachen dagegen um 9 Prozent ein nach Berichten der Financial Times über Mega-Fusionsgespräche mit Bristol Myers Squibb. "Das würde einen Pharma-Giganten mit entsprechender Preissetzungsmacht hervorbringen", sagte ein Händler. Allerdings sei darüber hinaus nicht erkennbar, inwieweit Astra davon profitieren werde. Auch viele Analysten äußerten sich zurückhaltend. So hieß es von der UBS, ein Übernahmeprozess könnte sogar die Medikamentenentwicklung verlangsamen.

DAX/MDAX/SDAX/TECDAX

Sehr fest - Für die Aktie der Deutsche Telekom ging es 4,9 Prozent höher. Presseberichten zufolge könnte ein mögliches Zusammengehen des Telekomkonzerns mit der Tochter T-Mobile US scheitern. Am Freitag hatte das Online-Nachrichtenportal Semafor berichtet, dass Großanleger und sogar das US-Management dagegen seien. Analysten können einer möglichen Kombination zwar mehr abgewinnen, die Transaktion wird allerdings als sehr komplex eingestuft. SAP rückten um weitere 4,4 Prozent vor. Die Geschäftszahlen von Amazon und davor Microsoft hatten gezeigt, dass es im Cloud-Geschäft rund läuft. Mit Aufschlägen von 6,1 Prozent auf 39,11 Euro stellten Siemens Healthineers den Spitzenreiter im DAX. Die Aktie wurde gestützt von einer Studie von JP Morgan (JPM). Die Analysten stufen den Titel mit Overweight ein bei einem auf 57,40 Euro erhöhten Kursziel. Nach Senkung der Prognosen für das laufende Jahr verloren Beiersdorf dagegen 1,9 Prozent. Bayer verloren am Tag vor der Zahlenvorlage 1,9 Prozent.

XETRA-NACHBÖRSE

FMC verloren am Abend nach Zahlenvorlage gegenüber Xetra-Schluss auf Tradegate 1,5 Prozent.

USA - AKTIEN

Fest - Hoffnung auf ein baldiges Ende des Iran-Kriegs gab den Börsen Rückenwind und trieb den Dow-Jones-Index auf Rekordhoch. Deutlich gefallene Ölpreise linderten Inflationsängste und stützten in Verbindung mit gesunkenen Marktzinsen ebenfalls die Aktienkurse. Dazu gesellte sich ein besser als erwartet ausgefallener ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe. Im Blick stand eine mögliche Fusion im Pharmasektor: Bristol-Myers Squibb soll Berichten zufolge über einen Zusammenschluss mit Astrazeneca verhandeln. Die Aktie von Bristol-Myers Squibb gab anfänglich höhere Kursgewinne ab und schloss 0,2 Prozent höher. Analysten äußerten sich kritisch, unter anderem wegen der kartellrechtlichen Hürden, die eine solche Megafusion zu überwinden hätte. Boeing rückten um 8 Prozent vor, nachdem die 737 MAX 7 die Zulassung der US-Luftfahrtbehörde FAA erhalten hatte. Die Analysten von BNP Paribas sollen die Aktie auf "Kaufen" von "Verkaufen" hochgestuft haben, hieß es zudem aus dem Handel. Amazon gewannen 4,6 Prozent; die Marktkapitalisierung knackte die Marke von 3 Billionen Dollar. Gamestop verbilligten sich um 12,3 Prozent. Der Anbieter von Videospielen wandelt 2030 und 2032 fällige Wandelanleihen in Aktien um. Der Kurs der Hotelkette Marriott fiel um 7 Prozent. Das Unternehmen bekommt den Nahostkonflikt zu spüren. Der Umsatz blieb im zweiten Quartal hinter der Konsensschätzung zurück. Auch der Ausblick verfehlte die Erwartungen.

USA - ANLEIHEN

US-Treasuries Rendite  +/- Tageshoch Tagestief 
2 Jahre      4,26 -0,03    4,26    4,23 
10 Jahre     4,69 -0,06    4,70    4,67 
 

Die deutlich gefallenen Ölpreise linderten Inflations- und Zinserhöhungsängste, was wiederum die Anleiherenditen zurückkommen ließ. Die zehnjährige verbuchte den höchsten Tagesrückgang seit dem 24. June.

DEVISENMARKT

DEVISEN    zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Mo, 17:10 
EUR/USD     1,1508  +0,0  0,0001     1,1507   1,1503 
EUR/JPY     181,32  +0,3  0,4600    180,8600  180,3300 
EUR/CHF     0,9323  +0,0  0,0001     0,9322   0,9332 
EUR/GBP     0,8571  +0,1  0,0006     0,8565   0,8566 
USD/JPY     157,53  +0,2  0,3700    157,1600  156,7400 
GBP/USD     1,3423  -0,0  -0,0005     1,3428   1,3426 
USD/CNY     6,7536  +0,0  0,0013     6,7523   6,7523 
USD/CNH     6,7548  -0,1  -0,0033     6,7581   6,7574 
AUS/USD     0,7017  +0,3  0,0019     0,6998   0,6995 
Bitcoin/USD 64.080,31  +0,5  322,67    63.757,64 63.819,47 
 

Der Dollar tendierte zu einem Währungskorb kaum verändert - der Dollar-Index gewann knapp 0,1 Prozent. Zur japanischen Währung gab der Greenback jedoch etwas deutlicher nach, nachdem die USA und Japan eine koordinierte Intervention zur Stützung des Yen bestätigt hatten. Der Euro gab knapp 0,2 Prozent auf 1,1510 Dollar nach.

Die jüngste Intervention der japanischen und US-amerikanischen Behörden zur Eindämmung der Yen-Schwäche dürfte den Abwertungstrend der Währung kaum umkehren, sofern sie nicht von einer unterstützenden Geldpolitik begleitet wird, wie die ANZ-Volkswirte urteilen. Japans Erbe einer langwierigen Deflation werde die politischen Entscheidungsträger weiterhin bei Zinserhöhungen vorsichtig stimmen, wobei die Bank of Japan wahrscheinlich der Vermeidung von Wachstumsrisiken Vorrang vor dem Zulassen einer leicht über dem Ziel liegenden Inflation einräumen werde. Geopolitische Entwicklungen seien entscheidend für den Zeitpunkt des nächsten geldpolitischen Schrittes, wobei eine weitere geldpolitische Normalisierung angebracht sei, wenn die Unsicherheit bezüglich der Krise im Nahen Osten anhalte, so die Volkswirte. ANZ erwartet, dass die BOJ ihren Leitzins im Oktober anheben wird, obwohl die Wahrscheinlichkeit einer Anhebung im September zunimmt.

ROHSTOFFE

METALLE

Metalle    zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
Gold     4.064,14  +0,3   11,49    4.052,65 
Silber      58,93  +1,3   0,75      58,18 
Platin    1.644,15  +1,0   16,76    1.627,39 
 

Der Goldpreis profitierte nicht von den gesunkenen Marktzinsen. Der Preis für die Feinunze zeigte sich 0,4 Prozent niedriger bei 4.033,70 Dollar pro Feinunze.

ÖL

ROHÖL     zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex    81,26  +1,2   0,92      80,34 
Brent/ICE     84,9  +1,4   1,13      83,77 
 

Die Ölpreise gerieten unter Druck, nachdem US-Präsident Donald Trump nach eigenen Angaben geplante Angriffe auf iranische Ziele abgesagt hatte. Stattdessen sollten am Montag Friedensverhandlungen wiederaufgenommen werden, so Trump. Ein Sprecher des iranischen Außenministeriums widersprach allerdings: Teheran verhandele derzeit nicht mit den USA. Zusätzlich belastet wurden die Preise von der Ankündigung der Opec, die Fördermenge im September anzuheben. Das Barrel Brentöl verbilligte sich um 4,7 Prozent auf 83,77 Dollar. Es war das niedrigste Settlement seit 13. Juli.

MELDUNGEN SEIT VORTAG 17.30 UHR

ÖLMARKT USA

Laut US-Präsident Trump "verdienen" Chevron und ExxonMobil "zu viel Geld". Sie sollten einen Teil ihrer Gewinne an die Öffentlichkeit zurückgeben. "Wenn man sich ein Unternehmen ansieht, das zwölfmal so viel verdient hat wie im Vorjahr, dann sollte es einen Teil davon an die Öffentlichkeit zurückgeben", sagte Trump.

INFLATION SÜDKOREA

Die Gesamtinflation in Südkorea hat sich im Juli abgeschwächt, nachdem sie im Juni ein 30-Monats-Hoch erreicht hatte. Dies ist zum Teil darauf zurückzuführen, dass staatliche Maßnahmen dazu beitrugen, die Kraftstoff- und Strompreise zu dämpfen. Der Preisdruck hielt jedoch an, und die Inflation blieb über dem 2-Prozent-Ziel der Zentralbank. Der Referenzindex der Verbraucherpreise ist im Juli gegenüber dem Vorjahr um 2,8 Prozent gestiegen sei. Damit verlangsamte sich der Anstieg von 3,2 Prozent im Juni, dem schnellsten Tempo seit Dezember 2023. Der Wert lag unter dem Median der Prognose von 2,9 Prozent.

AUSGABEN AUSTRALIEN

Die Ausgaben der australischen Haushalte sind im Juni gestiegen, wenn auch etwas langsamer als im Vormonat. Der Anstieg wurde von höheren diskretionären Ausgaben angetrieben. Die Ausgaben der Haushalte sind im Juni gegenüber Mai um 0,8 Prozent gestiegen. Der Anstieg folgt auf einen Zuwachs von 1,2 Prozent im Mai und einen Rückgang von 1,0 Prozent im April.

ADTRAN NETWORKS

hat bei deutlichem Wachstum operativ schwarze Zahlen geschrieben. Der Anbieter von offenen Netzlösungen für die Bereitstellung von Cloud- und Mobilfunkdiensten meldete bei einem Anstieg der Umsätze um 21,6 Prozent auf 133,4 Millionen Euro ein EBIT auf Proforma-Basis von 4,37 Millionen Euro. Das entspricht einer Marge von 3,3 Prozent. Vor Jahresfrist hatten noch eine negative Marge von 6,7 Prozent und ein Proforma EBIT von minus 7,4 Millionen Euro zu Buche gestanden. Die Verbesserung sei auf das starke Wachstum, die verbesserte Bruttorentabilität sowie die Konzentration auf operative Kostendisziplin zurückzuführen, hieß es. Adtran Networks sprach von erhöhter Kundennachfrage getrieben von Investitionen in die Netzwerkinfrastruktur und Projekte zur Netzwerkmodernisierung.

CONDOR

Peter Gerber, Chef der Ferienfluggesellschaft, geht nicht davon aus, dass die Ticketpreise in den kommenden Monaten sinken werden. "Das ist illusorisch", sagte der Manager dem Handelsblatt. Zwar musste die Nachfrage laut Gerber branchenweit auf einigen Verbindungen mit niedrigeren Preisen angekurbelt werden. Das sei auch bei Condor so. Gleichzeitig hätten die hohen Treibstoffpreise aber einen Teil der Gewinne aufgezehrt. Dennoch überlegt der Condor-Chef, das eigene Netz an Zubringerflügen etwa nach Frankfurt weiter auszubauen. Zwar könne das Unternehmen mit den aktuell 13 Verbindungen ausreichend viele Fluggäste zum Drehkreuz bringen, um die Langstreckenflugzeuge zu füllen, sagte Gerber: "Aber mit noch mehr Verbindungen könnten wir besser auswählen, wo wir zu welchen Zeiten die besten Durchschnittserlöse holen." (Handelsblatt)

DAIMLER TRUCK

Die Vorstandchefin erwartet von höhere Investitionen in den Rüstungsbereich positive Auswirkungen auf das gesamtes Geschäft des Konzerns. Daimler Truck will seine Umsätze mit Militärfahrzeugen steigern. Innovationen im Bereich des autonomen Fahrens und schnellere Entwicklungszyklen seien zwei Bereiche, in denen das Unternehmen von seinen Partnern aus der Rüstungsindustrie lernen könne, sagte Karin Radström gegenüber der FT. "Was wir derzeit im Rüstungsbereich beobachten, ist ein reges Innovationsgeschehen, von dem unserer Meinung nach auch der zivile Sektor profitieren wird", sagte sie. Daimler Truck gab im Juni bekannt, einen Betrag im mittleren dreistelligen Millionen-Euro-bereich in den Ausbau seines Rüstungssangebots, die Entwicklung einer breiteren Palette an Militär-Fahrzeugen und die Expansion außerhalb Europas zu investieren. (Financial Times)

DEUTSCHE LUFTHANSA

BERICHTET   PROG PROG 
2. QUARTAL          2Q26 ggVj  2Q26 ggVj   2Q25 
Umsatz           11.141  +8% 11.119  +8%  10.322 
EBIT bereinigt         383 -56%   401 -54%   870 
EBIT-Marge bereinigt      3,4  --   3,7  --   8,4 
Ergebnis nach Steuern/Dritten* 123 -88%   331 -67%  1.012 
Ergebnis je Aktie*      0,10 -88%  0,30 -64%   0,84 
Free Cashflow bereinigt*   -365  --   -50  --   138 
 
AUSBLICK 2026 - das Unternehmen erwartet nun: 
- Adjusted EBIT: zwischen 1,7 und 2,2 Mrd Euro 
(bisher: signifikant über dem Vorjahr / Vj: 1,96 Mrd Euro) 
 

- alle Angaben in Millionen Euro, Ergebnis je Aktie in Euro, Margen in Prozent;

EVONIK

BERICHTET  PROG PROG 
2. QUARTAL             2Q26 ggVj  2Q26 ggVj  2Q25 
Umsatz               3.893 +11% 3.741  +7%  3.499 
EBITDA bereinigt           630 +24%  621 +22%   509 
EBITDA-Marge bereinigt       16,2  --  16,6  --  14,5 
EBIT bereinigt            370 +48%  360 +44%   250 
Ergebnis nach Steuern/Dritten     84 -30%  212 +76%   120 
Erg nach Steuern/Dritten bereinigt  296 +85%  238 +49%   160 
 
Ausblick bereits bekannt: 
Für das Gesamtjahr 2026 erwartet das Unternehmen 
- ein bereinigtes EBITDA zwischen 2,0 und 2,2 Mrd Euro 
(zuvor: 1,7 bis 2,0 Mrd Euro). 
- für den Free Cashflow strebe Evonik unverändert eine Cash Conversion 
Rate von etwa 40 Prozent an (2025: 37 Prozent). 
 

- alle Angabenin Millionen Euro, Ergebnis je Aktie in Euro, Marge in Prozent;

LEG IMMOBILIEN

BERICHTET 
1H          1H26 ggVj 1H25 
Nettokaltmiete     473  +3%  458 
EBITDA bereinigt    368  +2%  360 
AFFO          111 -13%  127 
AFFO je Aktie     1,46 -14% 1,70 
 
AUSBLICK 2026 - das Unternehmen erwartet weiterhin: 
- AFFO: 220 bis 240 Mio Euro 
- Mietwachstum: von 3,8 bis 4,0 Prozent auf vergleichbarer Fläche 
- bereinigte EBITDA-Marge: rund 78 Prozent 
 

- alle Angaben in Millionen Euro, Ausnahme Ergebnis, AFFO je Aktie in Euro;

SIEMENS

Der Konzern wird im Zuge seines Umbaus zur "One Tech Company" massiv Führungsjobs streichen. Vorstandschef Roland Busch und Personalvorständin Judith Wiese erklärten vor gut einer Woche in einer internen Townhall, dass Siemens im großen Stil Schlüsselpositionen neu ausschreibe. Dies erfuhr die Börsen-Zeitung aus Teilnehmerkreisen. Im besonders stark betroffenen Bereich DI Automation, der die Automatisierungsgeschäfte der Digital-Industries-Sparte bündeln wird, sollen etwa 300 Manager ihre Führungsfunktionen verlieren. Etwa 200 Mitarbeiter, deren Positionen als Schlüsselfunktionen klassifiziert sind, müssen sich Siemens-Kreisen zufolge auf ihre Jobs neu bewerben. Dies ist allerdings noch in der Diskussion und bisher nicht im Wirtschaftsausschuss abgestimmt. Ein Siemens-Sprecher lehnte einen Kommentar ab. (Börsen-Zeitung)

VERBIO

kalkuliert nach vorläufigen Zahlen im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025/26 mit einem Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 192 Millionen Euro. Der Hersteller on Biokraftstoffen hätte damit die Ende Mai noch angehobene Prognose von 160 bis 180 Millionen Euro übertroffen. Neben den höheren Absatzpreisen sei dies insbesondere auf die verbesserte CO2-Effizienz der Biokraftstoffe zurückzuführen. Die Nettofinanzverschuldung lag zum 30. Juni bei etwa 92 Millionen Euro und damit unter dem selbst gesteckten Ziel von maximal 140 Millionen Euro. Die kompletten Zahlen wird das SDAX-Unternehmen am 24. September veröffentlichen.

ZALANDO

BERICHTET  PROG PROG 
2. QUARTAL       2Q26 ggVj  2Q26 ggVj  2Q25 
GMV          4.915 +21% 4.945 +21%  4.073 
Umsatz        3.424 +21% 3.505 +24%  2.835 
EBIT bereinigt     205 +10%  210 +13%   186 
EBIT-Marge bereinigt  6,0  --  6,0  --   6,5 
Ergebnis nach Steuern  74 -24%   90  -7%   97 
Ergebnis je Aktie   0,30 -19%  0,35  -5%  0,37 
 
AUSBLICK 2026 - das Unternehmen erwartet: 
- GMV- und Umsatzwachstum: nun in der unteren Hälfte der Spanne 
von 12 % bis 17 % (bisher: Anstieg von 12 % bis 17 %) 
- bereinigtes EBIT: nun 680 bis 720 Mio Euro (bisher: 660 bis 740) 
- EBIT-Marge bereinigt entspricht nun zwischen 4,8 % und 5,2 % 
 

- GMV = Bruttowarenwert (gross merchandise value), alle Angaben in Millionen Euro, Ergebnis je Aktie in Euro, Marge in Prozent;

HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.

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August 04, 2026 01:30 ET (05:30 GMT)

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Achtung, Korrektur!
Die Börsen laufen heiß. Trotz geopolitischer Krisen und steigender Zinsen klettern viele Indizes weiter Richtung Allzeithoch. Doch unter der Oberfläche zeigen sich erste Risse: Der Abverkauf bei Halbleiter-, KI- und Space-Aktien macht deutlich, wie schnell sich die Stimmung drehen kann.

Besonders gefährlich ist die aktuelle Gemengelage aus schwacher Saisonalität, dünner Liquidität in den Sommermonaten und historisch hohen Bewertungen. Selbst vermeintlich sichere Blue Chips sind inzwischen teuer bewertet und damit anfällig für Korrekturen. Gleichzeitig liefern technische Indikatoren erste Warnsignale. So werden viele Rekordstände nicht mehr bestätigt.

Für Anleger steigen die Risiken spürbar. Wer jetzt nicht genauer hinschaut, läuft Gefahr, auf dem falschen Fuß erwischt zu werden.

In unserem aktuellen Spezialreport zeigen wir fünf Aktien, bei denen die Abwärtsrisiken besonders hoch sind – und wo sich Gewinnmitnahmen oder sogar Short-Strategien anbieten könnten.

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