DJ ÜBERBLICK am Morgen/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
Chinas Verbraucherinflation dürfte sich im Juli abgeschwächt haben
Die Verbraucherinflation in China dürfte sich im Juli abgeschwächt haben, nachdem der Verbraucherpreisindex im Juni um 1,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen ist, wie die Analysten der Citi in einem Kommentar schreiben. Der sommerliche Preisimpuls durch Reisen und andere Dienstleistungen könne sich in diesem Jahr angesichts der späteren Sommerferien und extremer Wetterereignisse verzögern, meinen sie. Die Öl- und Goldpreise könnten die Inflation ebenfalls nach unten drücken, insbesondere da die Benzinpreise im Einzelhandel im Juli um 11 Prozent gegenüber dem Vormonat gefallen seien, so die Citi. Die Citi erwartet, dass die Verbraucherinflation in China im Juli auf 0,8 Prozent im Jahresvergleich sinken wird.
Chinas Handelsaktivitäten haben sich im Juli wahrscheinlich verlangsamt
Chinas Handelsaktivitäten dürften sich im Juli nach einem robusten Wachstum im Juni verlangsamt haben, schreiben die Analysten von Citi in einem Kommentar. "Logistische Störungen durch Taifune, starke Regenfälle und andere Wetterereignisse könnten einen erheblichen negativen Einfluss auf die Schifffahrt haben", meinen die Analysten. Das Frachtaufkommen in den Häfen sei im Juli im Jahresvergleich um 3,0 Prozent gesunken, und sowohl Exporte als auch Importe könnten sich infolgedessen verlangsamen, so die Analysten. Dennoch dürfte der KI-Superzyklus intakt bleiben, da sich die koreanischen Exporte nach China weiter beschleunigt hätten, so Citi. Citi erwartet für Juli ein Wachstum der chinesischen Exporte von 22 Prozent im Jahresvergleich und bei den Importen von 30 Prozent. Zum Vergleich: Im Juni lag das Exportwachstum bei 27 Prozent und das Importwachstum bei 36 Prozent.
Gemeinsame Intervention Japans/USA dürfte Yen-Abwertung kaum umkehren
Die jüngste Intervention der japanischen und US-amerikanischen Behörden zur Eindämmung der Yen-Schwäche dürfte den Abwertungstrend der Währung kaum umkehren, sofern sie nicht von einer unterstützenden Geldpolitik begleitet wird, meinen die Volkswirte von ANZ Research. Japans Erbe einer langwierigen Deflation werde die politischen Entscheidungsträger weiterhin bei Zinserhöhungen vorsichtig stimmen, wobei die Bank of Japan wahrscheinlich der Vermeidung von Wachstumsrisiken Vorrang vor dem Zulassen einer leicht über dem Ziel liegenden Inflation einräumen werde. Geopolitische Entwicklungen seien entscheidend für den Zeitpunkt des nächsten geldpolitischen Schrittes.
25 US-Bundesstaaten verklagen Trump wegen neuer Zölle
25 US-Bundesstaaten haben am Montag die Trump-Regierung wegen ihrer neuesten Runde globaler Zölle verklagt und argumentiert, dass die Administration diese nicht ausreichend begründet habe. Trump hatte im Juli Zölle in Höhe von 10 bis 12,5 Prozent gegen mehr als 80 Länder verhängt und erklärt, diese täten nicht genug, um Zwangsarbeit in ihren Lieferketten zu bekämpfen. Die Abgaben ersetzten einen vorübergehenden globalen Zoll von 10 Prozent, der eingeführt worden war, nachdem der Oberste Gerichtshof im Februar viele von Trumps Zöllen aufgehoben hatte.
DJG/DJN/apo
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August 04, 2026 03:00 ET (07:00 GMT)
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