DJ ÜBERBLICK am Mittag/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
Chinas Konjunkturindikatoren dürften sich im Juli abgeschwächt haben
Die Konjunkturindikatoren Chinas dürften sich im Juli abgeschwächt haben, was zum Teil auf extreme Wetterereignisse und eine saisonale Verlangsamung zurückzuführen sei, schreiben die Analysten der Citi. Die Citi erwartet, dass sich das Industriewachstum im Juli auf 4,8 Prozent im Jahresvergleich von 5,3 Prozent im Juni verlangsamen wird, wobei der Subindex für die Produktion in der PMI-Umfrage in den kontraktiven Bereich gerutscht sei. Der Wert könnte dank der boomenden Hightech-Sektoren und einer "günstigeren Basis" dennoch höher ausfallen als die niedrigen Raten im April und Mai, meinen die Analysten. "Eine Erholung der Investitionen dürfte im Juli angesichts von Wetterereignissen und einer noch nicht beschleunigten Umsetzung politischer Maßnahmen ausbleiben", heißt es weiter.
Japans Fundamentaldaten müssen sich ändern - Um die Yen-Schwäche umzukehren
Die jüngste gemeinsame Intervention der US-amerikanischen und japanischen Behörden zur Stärkung des Yen dürfte keine nachhaltige Wirkung haben, schreibt Lee Hardman von der MUFG Bank in einem Kommentar. "Obwohl eine gemeinsame Intervention kurzfristig wirksamer sein mag, um den Yen zu stützen, glauben wir dennoch, dass sie nur Zeit kaufen kann." Es müsse eine Änderung der Fundamentaldaten geben, um eine nachhaltige Umkehr des Abschwächungstrends des Yen zu fördern, so Hardman. Ein stärkerer Druck der USA auf Japan, im Rahmen der gemeinsamen Interventionsvereinbarung die Zinserhöhungen zu beschleunigen, wäre ein wichtiger Schritt, meint er. Der Dollar steigt um 0,4 Prozent auf 157,86 Yen, nachdem er am Montag laut LSEG-Daten ein Dreimonatstief von 155,21 erreicht hatte.
Ölpreise erholen sich nach Ausverkauf - Unsicherheit über US-Iran-Gespräche
Die Ölpreise erholen sich nach dem Ausverkauf am Montag. Der Preis für die Sorte Brent steigt um 1,3 Prozent auf 84,82 US-Dollar je Barrel, und WTI legt um 0,6 Prozent auf 80,78 US-Dollar je Barrel zu. Am Vortag hatten die Referenzsorten 4,7 Prozent bzw. 5,1 Prozent niedriger geschlossen, nachdem der Iran die Andeutung von Präsident Trump zurückgewiesen hatte, dass Gespräche im Gange seien. "Die Ölpreise wurden gestern aufgrund des Optimismus, dass ein Abkommen im Nahen Osten in greifbarer Nähe sein könnte, stark abverkauft", sagen die Analysten von ING. "Allerdings greifen die Märkte damit vielleicht wieder einmal zu weit vor. Wir waren schon mehrmals in dieser Situation, nur um dann zu sehen, wie sich die Dinge zerschlagen."
Goldpreis steigt - Fokus auf Signale zu USA-Iran und US-Arbeitsmarktdaten
Der Goldpreis steigt im frühen europäischen Handel, da die Anleger die gemischten Signale zu den Gesprächen zwischen den USA und dem Iran abwägen und auf eine Reihe von US-Arbeitsmarktdaten in dieser Woche warten. "Die Märkte bewerten weiterhin die Aussichten für die US-Geldpolitik nach der Sitzung der US-Notenbank in der vergangenen Woche", meinen die Analysten von ING. "Obwohl die Währungshüter die Zinsen unverändert gelassen hätten, bleibe die Unsicherheit über den geldpolitischen Kurs erhöht, da die Anleger die anhaltenden Inflationsrisiken gegen Anzeichen einer nachlassenden wirtschaftlichen Dynamik abwögen." Zu den anstehenden Daten gehören die Zahlen zu den offenen Stellen am späteren Dienstag, der ADP-Arbeitsmarktbericht am Mittwoch und die am Freitag fälligen Zahlen zur Beschäftigung außerhalb der Landwirtschaft. Gold-Futures in New York steigen um 0,7 Prozent auf 4.119,40 US-Dollar je Feinunze, nachdem sie in der vorangegangenen Sitzung von fallenden Ölpreisen und nachlassenden Inflationssorgen Unterstützung erhalten hatten.
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August 04, 2026 07:30 ET (11:30 GMT)
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