Zürich - Die EU zeichnet Spitzenforschung aus Zürich aus: Vier junge Wissenschaftler der Universität Zürich erhalten den begehrten «ERC Starting Grants» des Europäischen Forschungsrates. Mit den je rund 1,48 Millionen Euro können sich die Nachwuchstalente fünf Jahre lang ihren herausragenden Forschungsprojekten widmen.
Die Erfolgsquote, die hochdotierte Auszeichnung des Europäischen Forschungsrates (ERC) zu erhalten, liegt bei knapp 12 Prozent. Dennoch konnten sich gleich vier Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Zürich mit innovativen Projekten europaweit durchsetzen und erhalten zusammen 5,8 Millionen Euro Fördergelder. Insgesamt fliessen rund 16 Millionen Euro in den Forschungsplatz Zürich der beiden Hochschulen UZH und ETH. Die ausgezeichneten Wissenschaftler haben nun die Möglichkeit, während fünf Jahren ihre eigene Forschungsgruppe aufzubauen, sich national und international zu vernetzen und ihr erfolgversprechendes Projekt voranzutreiben.
UZH erhält regelmässig Fördermittel
Seit der Erstvergabe im Jahr 2007 haben sich die «Starting Grants» des ERC als vielbeachteter Leistungsausweis für talentierte Nachwuchsforschende etabliert, die sich in der Regel zwei bis sieben Jahre nach ihrer Promotion mit einem Projekt bewerben. Die Universität Zürich gewinnt regelmässig Fördermittel, die von der EU zur Stärkung der unabhängigen Grundlagenforschung vergeben werden. Einzig im Jahr 2014 musste aufgrund der politischen Konsequenzen nach der Abstimmung zur Masseneinwanderungsinitiative der Schweizer Nationalfonds befristet einspringen. Der SNF übernahm die Finanzierung der Schweizer Nachwuchsförderung und zeichnete zwölf UZH-Forschungsprojekte aus.
Vier herausragende Forschungsprojekte
Die diesjährigen Preisträger erhalten den «ERC Starting Grants» für folgende Vorhaben:
Dr. Jason P. Holland für das Projekt «Developing Multi-Modality Nanomedicines for Targeted Annotation of Oncogenic Signaling Pathways».
Kurzbeschrieb Projekt: Für viele Krebspatienten entscheiden Erfolg oder Versagen neuer Behandlungsmöglichkeiten über Leben und Tod. Das Fortschreiten einer Krebserkrankung wird von komplexen biochemischen Veränderungen auf Protein- und DNA-Ebene begleitet. Diese Veränderungen können wie ein Schalter wirken, der gewisse ...
Den vollständigen Artikel lesen ...