Von Helmuth Fuchs
Moneycab: Herr Hauser, vor allem die Weihnachtszeit und der Jahreswechsel dürften für Sie eine besondere Herausforderung gewesen sein mit den anspruchsvollen Schaufenster-Gestaltungen und speziellen Projekten wie der Videoprojektion auf die UBS-Fassade am Paradeplatz. Welche Projekte stehen bis Mitte dieses Jahres im Vordergrund?
Wir haben die Ausschreibung für zwei Pavillonbauten gewonnen, welche anlässlich von Gottardo 2016, des Eröffnungsevents des neuen Gotthard Basistunnels, in Pollegio und Rynächt aufgebaut werden. Die je 200 m2 grossen, mehrstöckigen Pavillons dienen einem der Hauptpartner als Begegnungsplattform.
Die dreidimensionale Kommunikation und die aufwendigen Inszenierungen von Produkten und Events haben immer häufiger über die reine Vermarktung auch einen künstlerischen Aspekt. Wie werden Sie dem gerecht?
Wir leben in einer Zeit der kommunikativen Überflutung. Aus diesem Grund setzen wir uns das Ziel, einen Erlebnisfaktor in unseren 3D-Konzepten zu integrieren. Wir wollen im Umfeld unserer Inszenierung die Aufmerksamkeit der Konsumenten klar für uns gewinnen. Die künstlerischen Argumente helfen oft, sich von einer reinen Werbebotschaft zu differenzieren. Wenn uns das alles gelingt, erreichen wir immer auch die kommerziellen Ziele.
Welches war im vergangenen Jahr das Projekt, das Ihrer Vorstellung einer perfekten Inszenierung am nächsten kam?
Eine annähernd perfekte Inszenierung ist uns mit Sicherheit mit dem Weihnachtsprojekt an der Fassade der UBS am Paradeplatz gelungen. Der Paradeplatz war am Donnerstag 19. November voller Besucher, die das Einschalten der Bahnhofstrassenbeleuchtung miterleben wollten. Exakt um 18.00 Uhr startete gegenüber an der UBS Fassade die erste Fassadenprojektion. Die Überraschung war perfekt und die Begeisterung überwältigend, da man bewusst auf eine Vorankündigung der Inszenierung verzichtet hat.
Gerade an teuren Lagen sind Schaufenster ein mächtiges Kommunikationsmittel. Welche Möglichkeiten hat man heute, damit man in der Flut der Reize nicht zu billiger Marktschreierei greifen muss und dennoch wahrgenommen wird?
Das Potenzial des Schaufensters wird oft zu wenig ausgeschöpft. Es werden reihenweise Screens eingebaut, die zentral mit Content bespielt werden können. Ob diese ihre kommunikative Wirkung erzielen, wage ich in Frage zu stellen. Unser Rezept heisst "weniger ist mehr". Wenn ich alles auf den Punkt reduziere, habe ich die grösste Chance, dass meine Message verstanden wird.
Die Kommunikation komplexer Botschaften mittels einer räumlichen Installation ...
Den vollständigen Artikel lesen ...