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Patrick Linden (Rouvier Associés): Ende der Wachstums- und Erfolgsstory für Aktien?

Die Aktienmärkte haben sich im Oktober weiter positiv entwickelt: Der europäische Aktienindex konnte seit Jahresbeginn 11,7% zulegen (9,5% Ende September), während die Stabilisierung der europäischen Einheitswährung dem auf Euro lautenden weltweiten Index im Monatsverlauf ein deutliches Plus bescherte (+7% zum Monatsende Oktober gegenüber +3,5% Ende September).

Politische Turbulenzen wie die Katalonienkrise konnten der Stimmung an den Märkten nichts anhaben, die vielmehr die gute weltweite Wirtschaftslage widerspiegelt. Diese schlägt sich auch in den Quartalszahlen von BASF nieder, die von uns gerne als Indikator für die globale Industrie herangezogen werden. Das Unternehmen verzeichnete gegenüber dem dritten Quartal 2016 einen Anstieg der Umsatzzahlen um 9%, wovon 4% auf eine gestiegene Nachfrage zurückzuführen sind. BASF hat seine Prognosen für 2017 für das weltweite BIP von +2,5% im Juni auf +2,8% und für die Industrieproduktion von +2,5% im Juni auf +3,1% nach oben korrigiert.

Kein Wunder, dass sich Anleger fragen, wie nachhaltig diese vermeintlich gute Wirtschaftslage wohl ist. Anhaltspunkte liefern zwei Faktoren aus den unlängst veröffentlichten Quartalszahlen:

- Die positive Entwicklung der Investitionsausgaben, die aus den Quartalszahlen von Schneider Electric abzulesen ist und sich dort vor allem im industriellen Bereich (+6,9% im Automatisierungssegment) und im Gebäudebereich (+4,3% im Niederspannungssegment) sowie in geringerem Maße im Infrastrukturgeschäft manifestiert, das unter der Zurückhaltung aufgrund öffentlicher Sparmaßnahmen leidet (+1% unter Berücksichtigung spezifischer Faktoren im Mittelspannungssegment).

- Der starke Anstieg im weltweiten Seefrachtgeschäft, der sich mit einem Umsatzwachstum von 8% gegenüber dem Marktwachstum von 4% bis 5% in den Quartalszahlen von Kühne & Nagel widerspiegelt.

Diese Rahmenbedingungen sorgen eine gute Entwicklung des Rouvier Valeurs, der seit Jahresbeginn 11,7% sowie im Monatsverlauf 2% zulegen konnte. Seine Aktienquote wurde auf 83,4% reduziert (84,5% Ende September).Mit einem Plus von 1,5% im Oktober und 6% seit Jahresbeginn konnte der Rouvier Évolution diesen Monat von einer Aufwertung seines Basiswerts profitieren. Die Absicherungskosten schlugen dabei weniger stark zu Buche als in den vorangegangenen Monaten.

Der Rouvier Europe verzeichnet seit Jahresbeginn einen Anstieg von 9,3%, besitzt durch seine Positionen in Finanztitel jedoch noch ein gewisses Aufwärtspotenzial. Für Finanztitel bleibt neben dem Ausgang der regulatorischen Verhandlungen zwischen Amerika und dem Rest der Welt (die als Basel III bezeichneten Bankenvorschriften) entscheidend, dass die durch die Krise von 2008 ausgelöste Welle an Strafzahlungen in den USA abebbt und sich wieder steigende Zinsen abzeichnen, wenn auch in moderatem Umfang. Der Rouvier Patrimoine verzeichnet für das laufende Jahr ein Plus von 2,3% und bleibt seiner konservativen Strategie treu. So wird die Aktienkomponente bewusst gering gehalten und wurde von 18,7% auf 18,4% reduziert.

© 2017 Asset Standard
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