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Jean Perney und Paul Troussard (Rouvier Associés) Gegenwind für die ansonsten gute Konjunktur

Bereits das Bekanntwerden eines unerwartet starken Anstiegs der Löhne und Gehälter in den USA Ende Januar hat ausgereicht, um die langfristigen US-Zinsen, die im vergangenen September noch bei 2 % lagen, von 2,8 % auf knapp 3 % ansteigen zu lassen. Die Folge war ein allgemeiner Volatilitätsanstieg, wie der Rückgang des Euro Stoxx 50 zeigt, der in den ersten neun Tagen des Monats um 7,8 % gefallen ist.

28. Februar 2018

Die Erwartung einer weltweit positiven Wirtschaftsentwicklung für dieses Jahr wird durch einige Signale in den Ergebnisveröffentlichungen für 2017 gestützt. BASF prognostiziert anhaltendes Nachfragewachstum im Industriesektor und in Reaktion darauf einen Produktionsanstieg in der Chemiebranche von 3,4 %. Auch die Verpackungsindustrie, ebenfalls ein gutes Konjunkturbarometer, rechnet mit starker Nachfrage und hat 2017 ihr Ordervolumen bei der Schweizer Bobst Group, dem weltweit größten Hersteller von technischen Anlagen und Maschinen für die Verpackungsindustrie, um 17 % erhöht. Schneider Electric verzeichnete 2017 nach mehreren eher durchwachsenen Jahren im Bereich Fertigungsautomatisierung ein organisches Umsatzwachstum von 5,9 %, was ebenfalls als ein Zeichen dafür gewertet werden kann, dass die Unternehmen optimistisch in die Zukunft blicken. Und schließlich dürften auch vom Welthandel positive Impulse ausgehen, sofern die vor kurzem von der US-Regierung angekündigten Strafzölle nicht zur einer Spirale des Protektionismus führen. Kühne + Nagel erwarten für dieses Jahr einen Anstieg des Frachtaufkommens von 4 % bis 5 % und somit in derselben Größenordnung wie 2017.

Im Hinblick auf eine potenzielle Überhitzung senden die zahlreichen Konjunkturindikatoren, auf die wir uns stützen, widersprüchliche Signale. Der Anstieg des Stundenlohns in den USA ist mit 2,9 % im Januar hoch ausgefallen und hat die Erwartungen übertroffen. Wir sehen jedoch auch, dass sich die Erwerbsbeteiligung in den USA weiterhin auf einem moderaten Niveau bewegt und mit 63 % seit 2015 unverändert ist. Vorsichtshalber halten wir in unseren Fonds Rouvier Valeurs und Rouvier Patrimoine dennoch weiterhin einen hohen Anteil an Liquidität, um von einem Volatilitätsanstieg zu profitieren und diese Mittel sinnvoll und im Einklang mit unserer grundlegenden Anlagestrategie zu reinvestieren, die auf die Qualität und Bewertung der ausgewählten Titel setzt.

© 2018 Asset Standard
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Das Börsenjahr 2026 ist für viele Anleger ernüchternd gestartet. Tech-Werte straucheln, der Nasdaq 100 tritt auf der Stelle und ausgerechnet alte Favoriten wie Microsoft und SAP rutschen zweistellig ab. KI ist plötzlich kein Rückenwind mehr, sondern ein Belastungsfaktor, weil Investoren beginnen, die finanzielle Nachhaltigkeit zu hinterfragen.

Gleichzeitig vollzieht sich an der Wall Street ein lautloser Favoritenwechsel. Während viele auf Wachstum setzen, feiern Value-Titel mit verlässlichen Cashflows ihr Comeback: Telekommunikation, Industrie, Energie, Pharma – die „Cashmaschinen“ der Realwirtschaft verdrängen hoch bewertete Hoffnungsträger.

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