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Asset Standard
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Dr. Manfred Schlumberger (StarCapital AG): Die Rückkehr des Dr. Copper

Analysten und Strategen bemühen sich für gewöhnlich, aus Vorhersagen zur Konjunktur Schlüsse auf die Gewinnentwicklung der Unternehmen und damit auf die Aktienkurse zu ziehen. Insofern kann man den Aktienmarkteinbruch zum Jahresende 2018 auf Rezessionsängste zurückführen.

Der Handelskrieg zwischen den USA und China, die Abschwächung der chinesischen Wirtschaft, die Ankündigung weiterer Zinserhöhungen der US-Notenbank einhergehend mit einer beginnenden Inversion der Zinsstrukturkurve konnten als Gründe für einen wirtschaftlichen Abschwung herangezogen werden. Als sich dann auch noch Fed-Chef Powell renitent gegenüber der Empfehlung des US-Präsidenten zeigte, endlich mit den Zinserhöhungen aufzuhören, wurden die Aktienmärkte weltweit von heftigen Einbrüchen heimgesucht. Seit Januar sehen wir jedoch eine der beeindruckendsten Aktienmarkt-Rallyes der letzten Jahrzehnte, obgleich sich die konjunkturellen Frühindikatoren, wie beispielsweise die Einkaufsmanagerindizes, dramatisch abschwächen. Antizipiert der Aktienmarkt bereits die sich abzeichnende konjunkturelle Wende?

Aktienmarkt signalisiert Konjunkturaufschwung

Diesen Zusammenhang erkannte bereits der Wirtschaftsnobelpreisträger Paul Samuelson vor vielen Jahrzehnten. Spöttisch merkte er allerdings an, dass die Aktienmärkte stets doppelt so viele Rezessionen vorhersagen wie dann tatsächlich kommen. Insofern würde viel dafürsprechen, dass sich der Aktienmarkteinbruch 2018 in seiner Vorhersage für eine Rezession in diesem Jahr irrt. Im Gegenteil, spricht nicht die aktuelle Aktienmarkthausse für eine wirtschaftliche Erholung im Jahresverlauf? Schließlich hat auch im März 2009 eine beginnende Aktienmarkterholung den Anfang eines Wirtschaftsaufschwungs angekündigt, den die konjunkturellen Frühindikatoren erst im Spätsommer 2009 angezeigt haben. Neben dem Aktienmarkt spricht noch ein anderer Indikator für einen bevorstehenden Konjunkturaufschwung, nämlich der altbekannte Dr. Copper.

Lesen Sie hier den kompletten StarInvest Marktkommentar "Die Rückkehr des Dr. Copper" von Dr. Manfred Schlumberger (StarCapital).

© 2019 Asset Standard
Achtung, Korrektur!
Die Börsen laufen heiß. Trotz geopolitischer Krisen und steigender Zinsen klettern viele Indizes weiter Richtung Allzeithoch. Doch unter der Oberfläche zeigen sich erste Risse: Der Abverkauf bei Halbleiter-, KI- und Space-Aktien macht deutlich, wie schnell sich die Stimmung drehen kann.

Besonders gefährlich ist die aktuelle Gemengelage aus schwacher Saisonalität, dünner Liquidität in den Sommermonaten und historisch hohen Bewertungen. Selbst vermeintlich sichere Blue Chips sind inzwischen teuer bewertet und damit anfällig für Korrekturen. Gleichzeitig liefern technische Indikatoren erste Warnsignale. So werden viele Rekordstände nicht mehr bestätigt.

Für Anleger steigen die Risiken spürbar. Wer jetzt nicht genauer hinschaut, läuft Gefahr, auf dem falschen Fuß erwischt zu werden.

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