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12.06.2019 | 11:50
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Wie viele US-Präsidenten hat Queen Elisabeth schon empfangen?

Man mag es kaum glauben, es waren 12 an der Zahl. Und wer dem aktuellen US-Präsidenten nichts abgewinnen kann, den mag diese Zahl trösten, denn sie zeigt, in einer Demokratie bleibt kein Mächtiger auf Dauer. Spätestens bei überlanger Amtsdauer, wird den Meisten der Wechselwille der Regierten zum Verhängnis. Bei der Queen gilt dies selbstverständlich nicht, denn sie ist keine gewählte Vertreterin, sondern qua Geburt der erste Repräsentant der Briten. Die Tatsache, dass sie im modernen Großbritannien politisch nichts zu sagen hat, mag man in Zeiten eines uneinigen Volkes und dem bevorstehenden Brexit bedauern. Umso wichtiger ist es, die hohe Kunst der Diplomatie zu beherrschen, die den mächtigen Besuchern stets das Gefühl gibt willkommen zu sein. Die Queen wäre aber nicht die Queen, wenn sie nicht in ihrem typischen britischen Humor, versteckte Botschaften in die Welt sendet: Zum Staatsempfang mit Trump trug sie die Krone "Burmese Ruby Tiara", die aus 96 Rubinen besteht. Diese stehen symbolisch dafür, Krankheiten und das Böse abzuwehren. Ein Schelm, wer dahinter Absicht vermutet.

Taktgeber Notenbanken

Wer wissen will, warum und wie die Börsen sich in den letzten 10 Jahren entwickelt haben, der muss sich nur die Aktivitäten der Notenbanken ansehen. Die Flutung der Kapitalmärkte mit billigem Geld, hat alle Boote, und seien sie noch so marode, nach oben getrieben. Der Preis des Geldes ist der Zins, wenn es keinen Zins mehr gibt, ist Geld auch nichts mehr wert. Ohne Zins kann sich jede Unternehmung unendlich verschulden, auch wenn sie nicht profitabel ist. Zombieunternehmen nennt man so etwas. Und da Zombies gemeinhin nicht als sonderlich sozialverträglich gelten, werden sie früher oder später zum Problem. Wenn man aber den Laden - sprich die Wirtschaft - am Laufen halten will, so wird beim nächsten Anzeichen einer drohenden Pleitewelle einfach erneut der Geldhahn aufgedreht. Und da sich Wasser wie Geld in einem ständigen Kreislauf befinden, werden die Notenbanken in den kommenden Jahren weder die Zinsen normalisieren, noch zulassen, dass echte Systemzusammenbrüche entstehen. Fazit: Aktuelle Korrekturphasen an den Kapitalmärkten sind weiterhin gute Kaufgelegenheiten, denn US- wie auch EU- Notenbänker senden Signale einer erneuten Schleusenöffnung. Empfehlung: Mitschwimmen.

Völlig aus dem Takt

Auf einer Podiumsdiskussion diese Woche wurde ich gefragt, ob ich lieber Trump, Salvini oder Boris Johnson verschwinden lassen würde. Meine Antwort: Lieber würde ich die Politiker verschwinden sehen, die nicht begriffen haben, dass es weder um Macht, Position oder Partei geht, sondern um Inhalte. Inhalte, die weder grün noch schwarz oder rot sind, sondern uns als Menschen in einer modernen Welt betreffen. Dazu brauchen wir keine Parteifunktionäre oder Institutionen, deren Behäbigkeit die notwendigen Investitionen, Reformen und Umsetzungen nur verlangsamen oder ganz unterlassen. In diesem Sinne muss man die Trumps, Salvinis und Johnsons nicht mögen, aber sie sorgen zumindest dafür auch in der Politik, das auszulösen, was wir in der Wirtschaft schon seit langem sehen: Disruption. Veränderung hat noch keinem geschadet. Nur Mut.

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