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15.07.2019 | 11:50
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Der globale Einkaufsmanagerindex des verarbeitenden Gewerbes ist im Juni mit 49,4 Punkten (nach 49,8) auf einen neuen zyklischen Tiefststand gefallen. Die weltweite Industrieschwäche, die immer wieder vom Handelskrieg befeuert wird, hat somit bis zuletzt angehalten. Gleichzeitig befinden sich die Inflationserwartungen rund um den Globus im Sinkflug. In Anbetracht dessen scheint es nur konsequent, dass die Notenbanken erneut auf den Plan treten und zusätzliche Stimuli in Aussicht stellen, wodurch die Anleihenrenditen in den vergangenen Wochen kräftig gedrückt wurden.

Es gibt jedoch auch andere Fakten. So bewegen sich die Dienstleistungsindikatoren immer noch im Bereich robusten Wachstums. Unter anderem liegt der Service-EMI der Eurozone bei 53,6 Punkten, das Pendant der USA (ISM) bei 55,1 Punkten und auch die chinesischen EMIs (54,2 bzw. 52,0 Punkte) heben sich deutlich positiv vom verarbeitenden Gewerbe ab. Die Binnennachfrage trotzt somit nach wie vor allen Gegenwinden. Entsprechend sind die meisten Volkwirtschaften von einer Rezession weit entfernt.

Dazu korrespondiert, dass sich der Boom an den Arbeitsmärkten fortsetzt. In vielen Ländern (Deutschland, USA, UK, Japan, Kanada) ist die Arbeitslosenquote derzeit so tief wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Die Lohninflation zieht entsprechend an. In einzelnen Regionen (Osteuropa) wachsen die Gehälter mit nahezu zweistelligen Raten. Der Teuerungsdruck fällt zwar angesichts dessen immer noch enttäuschend aus. Immerhin befindet sich die Kerninflation (ohne Energie und Nahrungsmittel) der OECD-Länder jedoch seit 2015 in einem flachen Aufwärtstrend und lag zuletzt bei 2,1%. Von einer globalen Deflationskrise kann daher ebenfalls keine Rede sein.

Das alles in allem immer noch stabile weltwirtschaftliche Umfeld ist eine Stütze für die Aktienmärkte. Die Investoren setzen überdies darauf, dass der jüngste Burgfrieden im Handelskonflikt zwischen den USA und China nur den Anfang einer längeren Entspannungsphase darstellt. Darüber hinaus sollte die expansive Geld- und Fiskalpolitik die globale Konjunktur in den nächsten Monaten stimulieren. Auch wir gehen davon aus, dass der zyklische Tiefpunkt durchschritten ist und entsprechend der globale Einkaufsmanagerindex der Industrie im 2. Halbjahr wieder Boden gut macht.

Wenn die Weltwirtschaft neuen Schwung gewinnt, wird auch der Abwärtstrend der Inflationserwartungen auslaufen. Die extremen Erwartungen, die derzeit an die Geldpolitik gerichtet werden, halten wir angesichts dessen für übertrieben. Die Märkte rechnen mittlerweile sowohl in den USA als auch der Eurozone mit einem Leitzinssenkungszyklus und im Falle der EZB sogar mit der Wiederaufnahme des QE-Programms. Wir gehen stattdessen davon aus, dass es mit einzelnen Versicherungsschritten der Notenbanken getan ist. Ein Teil der eingepreisten geldpolitischen Lockerungsmassnahmen dürfte daher wieder ausgepreist werden. Die Anleihenrenditen sollten entsprechend in den nächsten Monaten ansteigen. Das gilt besonders für Bundesanleihen, aber auch bei US-Treasuries dürfte das Ende der Fahnenstange bald erreicht sein. An unserem positiven Ausblick für die globalen Aktienmärkte halten wir unterdessen fest.



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