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18.07.2019 | 12:50
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2. Juli 2019 - Das erste Halbjahr 2019 präsentierte sich mit einigen extremenAusprägungen, sowohl im Positiven als auch im Negativen: Im Januar wurde die stärkste Aktienrally seit 1987 für einen Januar verzeichnet und es gab die niedrigste Anzahl wöchentlicher Anträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA seit 1969. Auch können wir nun auf den längsten Wirtschaftsaufschwung in der Geschichte der USA blicken. In diesen Zeitraum fiel aber auch die bisher niedrigste Rendite deutscher Bundesanleihen überhaupt. Und auch sonst zeigt sich ein durchwachsenes Gesamtbild mit den schwächsten Konjunkturdaten im verarbeitenden Gewerbe in der Eurozone seit dem Ausbruch der Euro-Krise 2012, einer sehr flachen US-Zinskurve sowie den höchsten Zöllen seit 50 Jahren. "Der Handelsstreit wirkt sich spürbar auf die Kapitalmärkte und die globalen Wirtschaftsaussichten aus", betont Jakob Tanzmeister, Investment Specialist in der Multi-Asset Solutions Gruppe bei J.P. Morgan Asset Management in Frankfurt.

Rezession kurzfristig nicht zu erwarten

Insgesamtgehen die Multi-Asset-Experten in den kommenden zwölf Monaten weiter von einempositiven, aber wenig spektakulären globalen Wachstum bei einer geringenWahrscheinlichkeit einer Rezession aus. "Unsere Hoffnungen auf eine starkeBelebung der Wirtschaftsaktivität in der zweiten Jahreshälfte schwinden jedoch- dies ist insbesondere auf den Handel sowie durch die Verunsicherungzurückgehaltene Investitionen zurückzuführen. So könnte das globale Wachstum imGesamtjahr 2019 insgesamt etwas unterhalb des Trendniveaus liegen", sagtTanzmeister. Zwar seien die Rezessionsrisiken inzwischen höher als zu Beginndes Jahres, was beispielsweise die invertierte US-Zinskurve verdeutlicht."Angesichts des robusten Arbeitsmarkts und der stabilen Finanzlage der Privathaushaltebesteht jedoch mittelfristig nur ein relativ geringes Risiko einestatsächlichen Wachstumsrückgangs - zumindest auf Grundlage derWirtschaftsdaten. Langfristig könnte das Rezessionsrisiko jedoch gleichwohlweiter steigen", so der Experte.

Als größtesRisiko sieht Tanzmeister dabei den Handelsstreit an: "Eine Eskalation würde dieglobalen Wirtschaftsaussichten deutlich gefährden." Er erwartet, dass selbstwenn ein baldiges Handelsabkommen bevorsteht, dies wahrscheinlich begrenzt seinwird. Noch unwahrscheinlicher sei es, dass damit die jüngst offen zutagegetretenen strategischen Unstimmigkeiten zwischen Washington und Peking aus derWelt geschaffen werden können.

DerAusblick auf die Geldpolitik habe sich dagegen deutlich entspannt, auch wennsich die Leitzinsen selbst noch nicht bewegt haben. Die gemäßigtere Haltung derUS-Notenbank (Fed) sei unter anderem auf das Risiko eines negativenWachstumsschocks zurückzuführen, aber auch auf die schwachen Inflationsdaten indiesem Jahr. "Die Erwartungshaltung bezüglich der Zinsentwicklung hat seitletztem Jahr eine komplette Richtungsänderungvollzogen, und die Märkte preisenzurzeit die schnellsten Zinssenkungen seit über 30 Jahren ein. Das ist umsobemerkenswerter, wenn man bedenkt, dass der Markt vor nur sechs Monaten nochZinserhöhungen einpreiste und die gemäßigtere Grundhaltung der Fed in den USAmit dem stärksten BIP im ersten Quartal seit vier Jahren zusammenfiel",erläutert Tanzmeister, der auch der Ansicht ist, dass der Markt das Tempo derZinssenkungen etwas überbewertet

Flexibel für die Phase der Unsicherheit aufgestellt

Angesichts dieser eher verhaltenen Stimmung und der späten Phase des Zyklus bleiben die Experten in ihrer Allokation vorsichtig. "Aktienseitig bevorzugen wir die USA aufgrund ihrer defensiven Eigenschaften gegenüber Europa, wo sich die regionale Wirtschaft weiterhin in Schwierigkeiten befindet. Im Anleihenbereich bevorzugen wir für das Risikoengagement weiterhin Unternehmensanleihen, insbesondere Hochzinsanleihen. Das begrenzte Angebot an den Märkten für Unternehmensanleihen stimmt uns weiterhin zuversichtlich. Wir glauben, dass das aktuelle Wachstum in den USA ausreichen dürfte, damit Unternehmensanleihen akzeptable Renditen bei geringerer Volatilität als Aktien erwirtschaften können", führt Tanzmeister aus. Chancen sieht er beispielsweise auch bei europäischen Hochzinsanleihen, wo die Risikoaufschläge noch etwas attraktiver und die Qualität der Anleihen marginal höher ist. Als Gegengewicht zu Hochzinsanleihen dienen zusätzliche Allokationen in defensivere Anleihensegemente. "Angesichts der Unsicherheit im Spätzyklus sorgt unsere Allokation in bonitätsstarke Anleihen mit kurzer Duration dafür, dass unsere Portfolios ausreichend Potenzial nach oben haben. Gleichzeitig können wir flexibel über das Kapital verfügen, das wir einsetzen können, falls wir attraktive Chancen ausmachen - ansonsten dient es als defensiver Portfolioanker in unsicheren Zeiten", so Tanzmeister.


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