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25.07.2019 | 14:50
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Welche Themen waren letzte Woche am Finanzmarkt relevant?

Fly me to the moon
Die dunkle Seite des Mondes

50 Jahre ist es her…

… da landeten die Amerikaner auf dem Mond. Und was als Wettlauf im kalten Krieg begann, wurde schnell zu einem Ereignis von globaler Bedeutung. Sieht man dieser Tage die Bilder, wie die gesamte Menschheit damals den Glauben an den Fortschritt feierte und sich womöglich erstmals als globale Gemeinschaft fühlte, so vermisst man dieser Tage oft die Zuversicht in den Köpfen der Erdenbürger. Eine neue globale Bewegung gibt es derzeit, die Klimabewegung. Und wie keine andere zeigt uns diese Bewegung, dass der Blick vom Mond auf die Erde eines offenbart: Nur wenn wir gemeinsam handeln, dann können wir auch weiter zu den Sternen schauen. Besonders beeindruckt hat mich dabei diese Woche Dr. Hendrik Leber von Acatis, der in seinem Ausblick zu den Kapitalmärkten, die globale Klimapolitik behandelte. Das sollten Sie lesen. Hier nur seine Empfehlungen am Schluss:

  1. Ein erzielbares Treibhausgasziel für das Jahr 2050 definieren (zum Beispiel 90% Reduktion).
  2. Alle Treibhausquellen einbeziehen und die jährliche Reduktion berechnen (zum Beispiel 7,2% p.a.)
  3. Alle Treibhausgasproduzenten verpflichten, Emissionsrechte zu kaufen (in Deutschland etwa 20 Mrd. Euro pro Jahr - 800 Mio. t à 25 Euro)
  4. Im Gegenzug bisherige energiebezogenen Umlagen und Steuern streichen (Mineralölsteuer, EEG-Umlage).
  5. Die Erlöse aus dem Verkauf der Emissionsrechte nutzen, um die entstandenen Einnahmelücken zu schließen und staatliche Projekte (zum Beispiel Aufforstung, Energieinfrastruktur) zu fördern.
  6. Alles andere regelt der Markt - Finger weg von dirigistischen Eingriffen.

    Für die eher aktionistisch eingestellten Bürger folgender pragmatischer Weg: Pro Bundesbürger werden 1 kw Solarzellenkapazität an den Rand der Autobahnen gebaut, 1 kw Windradleistung auf die deutschen Hausdächer gesetzt und 1000 Bäume gepflanzt. Für 3.000 Euro pro Kopf wäre Deutschland mehr als klimaneutral. Das sind 250 Mrd. Euro. Wir haben das Geld auch schon dümmer ausgegeben.

Wer sich für den gesamten Text von Dr. Hendrik Leber interessiert: Mailen Sie mich an, ich sende Ihnen diesen gerne.

Die dunkle Seite des Mondes

Der Mond selbst leuchtet nicht, er wird durch die Sonne angestrahlt. Fast ein bisschen wie die Börse, die leuchtet auch nur, wenn sie von den Anlegern angestrahlt wird und zwar mit frischem Geld. Das frische Geld kommt von den Notenbanken und es wird weiter sprudeln: Gerade senkte die Notenbank Südkoreas unerwartet die Zinsen, die EZB diskutiert über eine neue Definition des Inflationsziels (kurze Übersetzung: Wie rechtfertige ich ein neues "Easy Moneyu201d -Programm!). Was für die Börsen der Vollmond ist, das ist für die Zinsen die dunkle Seite des Mondes. Dorthin gelangt weder die Sonne noch leuchtet sie. So sieht der Zinsmarkt aus: Negativ und dunkel. Und selbst wo man vielleicht höhere Zinsen wegen höherer Risiken erwarten sollte: Fehlanzeige! Griechenland hat dieser Tage eine 7-jährige Anleihe herausgegeben und dafür gerade einmal 1,9% Zinsen versprochen. Ich würde sagen: Nein Danke! Die Antwort des Geldmarktes: 5-fach überzeichnet. Das ist wirklich eine dunkle Seite. Oder in unserem Sprachjargon: Das ist eine Blase.



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