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Dr. Oliver Stolte (Alpine Trust): Der rezessive Ausblick der Weltwirtschaft belastet

Status quo


China hat sich entschieden, seine Handelsgespräche mit dem nächsten US-Präsidenten zu führen und adjustiert den Yuan entsprechend. In den vergangenen Wochen wurde zunehmend offenkundig, dass aus chinesischer Sicht der Abschluss der laufenden Handelsgespräche mit den USA ein perspektivisches Ziel ist, da man in Dekaden denkt und ein gemeinsames Ergebnis mit dem Verhandlungspartner erzielen möchte. Im Gegensatz hierzu suchte US-Präsident Trump einen schnellen Sieg - den er nicht bekam.


Nahezu zeitgleich signalisierte die FED einen moderater als erwarteten Zinssenkungszyklus - etwaig auch, weil sie die Wirtschaftsschwäche aufgrund des eskalierenden Handelskonfliktes nicht kompensieren möchte oder gar kann. Ferner eskalierte ein neuer Handelskrieg zwischen Japan und Südkorea. Die Summe der drei Entwicklungen war genug, um die Aufwärtsbewegungen der Aktienmärkte rund um den Globus abrupt zu stoppen und die Märkte in einem ersten Schwung um rund 5-8% korrigieren zu lassen. Wir halten unverändert eine Short-Position in Dax und Nasdaq von jeweils 5% des Gesamtvolumens.

Anleihen der ersten Qualität (AAA bis BBB-) notierten als Safe Havens allesamt fester. Zwischenzeitlich liefern alle Deutschen Anleihen (Restlaufzeit ein Monat bis 30 Jahre) negative oder zumindest Null-Renditen. Betrachtet man sämtliche Emittenten weltweit, liefern 15.000 Mrd. Nominalkapital negative Renditen. Im Bereich BB+ bis B-, d.h. Anleihen der zweiten Qualität, waren die Aufschläge geringer, da der unverändert rezessive Ausblick der Weltwirtschaft belastet.

Dieser rezessive Ausblick belastete auch WTI-Rohöl, dass bis auf 55 US-$/Barrel nachgab. Gold durchstieß seinen sechsjährigen Widerstand bei 1.385 und rückte bis jüngst auf über 1.500 US-$/Unze vor.


Outlook



Der Top-Building Prozess an den Aktienmärkten ist abgeschlossen und die finale Welle 5 hat begonnen. Diese wird im S&P500 zu Kursen von mindestens 2.650 Punkte (-13% vom Peak aus) oder auch deutlich tiefer bis auf das Niveau vom Heiligabend 2018, d.h. 2.350 Punkte (-22%), respektive im Worst-Case auf 2.000-2.200 Punkte (-30%) führen. Die europäischen Indices dürften aufgrund des schwächeren Wirtschaftsausblicks sowie politischer Divergenzen der Region noch stärker korrigieren. Wir erwarten die Lows in 4Q19 oder 1Q20.

Anleihen der 1. Qualität werden als safe havens fester tendieren und im Laufe des Jahres stetig zunehmend negative YTM aufweisen. Anleihen der 2. Qualität werden schwächer tendieren, so dass kurze bis mittlere Laufzeiten entscheidend sein werden, um noch positive Renditen zu erzielen. WTI-Rohöl sehen wir auf aktuellem Niveau seitwärts. Wir können uns im Gold zunächst eine kurze Atempause und einen leichten Rücksetzer vorstellen, bevor es dann mittelfristig in Richtung seiner all-time Highs bei 1.920 US-$/Unze geht.


Finden Sie hier Informationen zu den VV-Fonds und VV-Produkten von Alpine Trust.





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