Anzeige
Mehr »
Freitag, 22.05.2026 - Börsentäglich über 12.000 News
Nach dem Tungsten-Schock: Startet hier jetzt die nächste große US-Critical-Minerals-Story?
Anzeige

Indizes

Kurs

%
News
24 h / 7 T
Aufrufe
7 Tage

Aktien

Kurs

%
News
24 h / 7 T
Aufrufe
7 Tage

Xetra-Orderbuch

Fonds

Kurs

%

Devisen

Kurs

%

Rohstoffe

Kurs

%

Themen

Kurs

%

Erweiterte Suche
Asset Standard
484 Leser
Artikel bewerten:
(2)

Dr. Andreas Busch (BANTLEON): Die Rezessionsängste sind übertrieben

Plötzlich ist sie in aller Munde - die Angst vor der Rezession. In Deutschland ist sie hochgekocht, weil das Statistikamt nun amtlich bestätigt hat, was ohnehin schon klar war - einen Rückgang der Wirtschaftsleistung im 2. Quartal. Würde das Bruttoinlandsprodukt in Q3 nochmals sinken, befände sich die grösste Volkswirtschaft der Währungsunion nach landläufiger Definition in einer Rezession.


In den USA sind es nicht die Wachstumszahlen, die Angst machen. Im Gegenteil, die fielen bis zuletzt erfreulich aus. Aber die Zinskurve - die Differenz der Renditen kurz laufender und lang laufender Staatsanleihen - drehte ins Negative. Der Spread 3-monatiger T-Bills zu 10-jährigen T-Notes war zwar schon im Mai unter null gesunken. Am vergangenen Mittwoch sackte jedoch auch der für viele Beobachter im Vordergrund stehende Spread 2- zu 10-jähriger US-Treasuries erstmals seit 2007 wieder unter die Nulllinie. Das gilt als untrügliches Zeichen, dass die Wirtschaft früher oder später in eine Rezession rutscht.


Garniert wurden die so geschürten Konjunktursorgen durch eine zusätzlich Kurveninversion in Grossbritannien. Hier wächst das Risiko eines Hard Brexit, der die Wirtschaft spürbar belasten würde. Schliesslich enttäuschte einmal mehr China mit schwachen Wachstumszahlen. Im Reich der Mitte droht zwar keine Rezession, aber es scheint, als würde die weltweit zweitgrösste Volkswirtschaft immer mehr an Schwung verlieren und damit den Welthandel nachhaltig bremsen.


So sehr die Rezessionsängste zuletzt auch medienwirksam angeheizt wurden, so genau sollte man sich die Hintergründe anschauen. Dann zeigt sich, dass der Ausblick gar nicht so schlecht ist. Zweifelsohne wächst in den USA nach über zehn Jahren Aufschwung die Wahrscheinlichkeit für eine Rezession. Die Erfahrungen der Vergangenheit lehren aber, dass nach der ersten Inversion der Kurve noch ein bis zwei Jahre vergehen, bis die Rezession beginnt. Auch dieses Mal dürfte es so lange dauern. Kurzfristig ist für den weiteren Jahresverlauf zwar noch mit einer nachlassenden Konjunkturdynamik zu rechnen. Ab dem Jahreswechsel sollte das Wachstum jedoch wieder anziehen. Nicht zuletzt, weil dann die seit Ende 2018 kräftig gesunkenen Zinsen wieder stimulieren. Am Immobilienmarkt sind schon die allerersten Anzeichen dafür auszumachen.


In China spricht derweil ungeachtet der zuletzt enttäuschenden Aktivitätsdaten nach wie vor vieles für eine baldige Konjunkturbelebung. Da die Regierung - anders als während der Weltfinanzkrise 2008/2009 - dieses Mal nicht direkt Geld in die staatlichen Wohnbau- und Infrastruktur-Investitionen pumpt, sondern durch monetäre Lockerungen und Steuersenkungen die private Nachfrage anschiebt, benötigen die aktuellen Stimuli mehr Zeit. Die gesunkenen Renditen, das im Trend anziehende Kreditwachstum und die steigenden Defizite im Staatshaushalt zeigen aber, dass sie die gewünschte Wirkung bereits auf den vorgelagerten Stufen entfalten.


Die konjunkturelle Belebung in China sollte schliesslich der europäischen Exportwirtschaft neuen Rückenwind verleihen. Zusammen mit binnenwirtschaftlichen Aufschwungskräften (u.a. fiskalische Impulse, robuster Konsum) stehen damit auch hier die Zeichen auf Erholung. Zweifelsohne gilt dieser freundliche Ausblick unter dem Vorbehalt, dass der Handelskrieg nicht eskaliert. Die Verschiebung eines Teils der von den USA eigentlich für September angekündigten Zölle auf importierte Konsumgüter aus China (z.B. Smartphones und Laptops) zeigt aber, dass Donald Trump sich durchaus bewusst ist, wie er sich mit den immer neuen Strafmassnahmen gegenüber China zusehends ins eigene Fleisch schneidet. Die Chancen für eine Annäherung der Streitparteien sind damit gross.


Fazit: Trotz der Hochkonjunktur beim Wort Rezession gilt es Ruhe zu bewahren. Kurzfristig dürfte an den Finanzmärkten noch die Verunsicherung dominieren. Mittelfristig sollten sich die Rezessionsängste aber nicht bewahrheiten. Vor allem in Europa rechnen wir daher mit einer Rückkehr der Risk-on-Stimmung.




Rechtlicher Hinweis
Die in diesem Beitrag gegebenen Informationen, Kommentare und Analysen dienen nur zu Informationszwecken und stellen weder eine Anlageberatung noch eine Empfehlung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Anlageinstrumenten dar. Die hier dargestellten Informationen stützen sich auf Berichte und Auswertungen öffentlich zugänglicher Quellen. Obwohl die Bantleon Bank AG der Auffassung ist, dass die Angaben auf verlässlichen Quellen beruhen, kann sie für die Qualität, Richtigkeit, Aktualität oder Vollständigkeit der Angaben keine Gewährleistung übernehmen. Eine Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die sich aus der Nutzung dieser Angaben ergeben, wird ausgeschlossen. Die Wertentwicklung der Vergangenheit lässt keine Rückschlüsse auf die künftige Wertentwicklung zu.







Finden Sie hier Informationen zu den Vermögensverwaltenden Fonds und Produkten von BANTLEON.






© 2019 Asset Standard
Vergessen Sie Gold, Silber und Öl: Nächste Megarallye startet!
Die Märkte feiern neue Rekorde – doch im Hintergrund braut sich eine Entwicklung zusammen, die alles verändern könnte. Die anhaltende Sperrung der Straße von Hormus sorgt laut IEA für eine der größten Energiekrisen aller Zeiten. Gleichzeitig schießen die Preise für Düngemittel und Agrarrohstoffe bereits nach oben.

Damit droht ein perfekter Sturm: steigende Energiepreise, explodierende Produktionskosten und ein möglicher Super-El-Nino, der weltweit Ernten gefährdet. Erste Auswirkungen sind längst sichtbar – Weizen, Soja und Kakao verteuern sich deutlich, während Lebensmittelpreise vor dem nächsten Sprung stehen könnten.

Für Anleger bedeutet das nicht nur Risiken, sondern enorme Chancen. Denn während klassische Märkte unter Druck geraten könnten, entsteht auf den Feldern und Plantagen der nächste große Rohstoffzyklus. Wer sich jetzt richtig positioniert, kann von einer Entwicklung profitieren, die weit über Öl und Metalle hinausgeht.

In unserem aktuellen Spezialreport stellen wir drei Aktien vor, die besonders aussichtsreich sind, um von diesem Trend zu profitieren – solide positioniert, strategisch relevant und mit erheblichem Aufwärtspotenzial.



Jetzt den kostenlosen Report sichern – bevor der Agrar-Boom voll durchschlägt!
Werbehinweise: Die Billigung des Basisprospekts durch die BaFin ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend zu informieren, insbesondere über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers. Sie sind im Begriff, ein Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann.