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28.08.2019 | 11:50
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Die Weltwirtschaft befindet sich in einer diffusen Gemengelage. Was die aktuellen Wirtschaftsdaten anbetrifft, sieht die Lage gar nicht so schlecht aus. Die Industrie befindet sich zwar weltweit unter Druck. Dem stehen aber nach wie vor boomende Arbeitsmärkte und florierende Dienstleistungssektoren gegenüber, welche die Konjunktur stützen. Das jüngste Beispiel für eine moderat positive Botschaft ist der Composite-Einkaufsmanagerindex der Eurozone, der im August von 51,5 auf 51,8 Punkte angestiegen ist. Dies ist alles andere als ein Rezessionssignal, sondern der Hinweis auf ein solides Wachstumstempo. Länder wie Frankreich oder Griechenland befinden sich sogar eindeutig im Aufwind. Selbst Italien steht derzeit besser da als 2018.


In den USA stechen unterdessen nach wie vor die Konsumdaten erfreulich hervor. Nach einem Zuwachs von 4,0% im 2. Quartal dürfte der private Verbrauch im laufenden Quartal erneut um über 3,0% expandieren (annualisiert und im Vergleich zum Vorquartal). Entsprechend wird auch das BIP-Wachstum in den USA weiterhin robust ausfallen. In China haben einige Wirtschaftsdaten zwar zuletzt enttäuscht, von einer besorgniserregenden Entwicklung kann aber auch hier keine Rede sein. Das Wachstum sollte sich weiterhin erkennbar über 6,0% bewegen (im Vorjahresvergleich).


Gerade die vergleichsweise guten Konjunkturnachrichten dürften aber den US-Präsidenten dazu animieren, weiter am Handelskonflikt zu zündeln. Unmittelbar im Anschluss an die Vergeltungsmassnahmen der Chinesen hat Donald Trump die nächste Eskalationsstufe eingeleitet. Bei den bereits mit Zöllen belegten Importgütern aus China (Waren im Wert von rund 250 Mrd. USD) soll der Satz von 25% auf 30% steigen. Bei den übrigen chinesischen Einfuhren (Waren im Wert von ca. 270 Mrd. USD) wird mit 15% statt 10% begonnen. Ein Teil ist davon bereits ab 1. September betroffen, der Rest soll ab 15. Dezember mit der Importabgabe belastet werden.


Die jüngste Entwicklung versetzt der Hoffnung auf eine baldige Deeskalation des Handelskonflikts einen weiteren Dämpfer. Stattdessen hat man immer mehr das Gefühl, dass beide Seite kein wirkliches Interesse an einer Einigung haben. Mithin wächst die Gefahr, dass Trump eher als »Handelskrieger« denn als »Dealmaker« in die Geschichte eingehen möchte. Unser Risikoszenario, dass erst eine kräftige Aktienmarktkorrektur in den USA den »POTUS« zum Einlenken bewegt, gewinnt damit an Gewicht.


Die Notenbanken versuchen zwar alles, um das Schlimmste abzuwenden. Aber selbst Jerome Powell musste am vergangenen Freitag einräumen, dass die Geldpolitik nicht in der Lage ist, den Schaden eines Handelskriegs auszubügeln. Mit Blick auf Europa ist überdies klar, dass die Mittel der Währungshüter begrenzt sind. Die Fiskalpolitik könnte einspringen. Die rechtlichen und ideologischen Hürden, um ein umfassendes Konjunkturprogramm in der Eurozone zu lancieren, sind aber gross.


Dem Finanzinvestor bleibt angesichts dessen nichts anderes übrig, als eine zweigleisige Strategie zu fahren. Solange keine ernsthaften Friedenszeichen im Handelskonflikt sichtbar sind, müssen die Risiken in den Portfolien begrenzt werden, auch wenn an den Staatsanleihenmärkten bereits eine hohe »Zitterprämie« eingepreist ist. Gleichzeitig halten wir aber daran fest, dass die fundamentale Verfassung der Weltwirtschaft im Grunde positiv ist und speziell in der Eurozone die Basis für eine konjunkturelle Belebung gelegt ist. Die Risk-on-Stimmung kann daher schnell wieder zurückkehren.



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