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03.09.2019 | 10:50
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Wachstum

Die aktuelle Wachstumsschwäche in Deutschland kommt aus dem Ausland. Das belegen die Details zur Wirtschaftsleistung im 2. Quartal: Grund für den Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um 0,1% gegenüber Vorquartal waren vor allem die Exporte. Sie sanken um 1,3%. Stützend wirkten dagegen der private Konsum (+0,1%) sowie der Anstieg der Staatsausgaben (+0,5%). Gemischt präsentierten sich die Investitionen: Während sie am Bau gegenüber Vorquartal um 1,0% sanken, stiegen die Ausrüstungsinvestitionen um 0,6%. Die Aussichten für das 3. Quartal sind eingetrübt: Im August sank der Ifo-Geschäftsklimaindex um 1,5 Punkte auf 94,3. Die Unternehmen schätzten sowohl die aktuelle Lage wie auch die Aussichten für die nächsten sechs Monate schlechter ein.


Jobs

Der deutsche Arbeitsmarkt bekommt die Konjunkturschwäche langsam zu spüren: Im August stieg die Zahl der Arbeitslosen gegenüber Juli um 43.900 auf einen Wert von 2,319 Millionen. Um saisonale Schwankungen bereinigt betrug das Plus immer noch 4.000. Die Arbeitslosenquote verharrte bei 5,0%. Die Zahl der Erwerbstätigen lag im Juli mit 45,1 Millionen Personen um 0,8% höher als im Vorjahresmonat. In der Eurozone blieb die saisonbereinigte Arbeitslosenquote im Juli bei 7,5% und damit auf dem niedrigsten Stand seit Juli 2008.


Gewinne

In den USA nähert sich die Berichtssaison für das 2. Quartal 2019 ihrem Ende. 482 Unternehmen aus dem Index S&P 500 haben Zahlen vorgelegt. 74% davon übertrafen die Gewinnerwartungen, 42% die Umsatzerwartungen. Das Gewinnwachstum gegenüber Vorjahresquartal dürfte bei 4,9% liegen und die Margen bei kräftigen 11,5%. Aus dem europäischen Index Stoxx600 haben bisher 313 Unternehmen Zahlen für das 2. Quartal 2019 vorgelegt. Derzeit wird mit einem Gewinnrückgang von 2,4% und einem Umsatzwachstum von 3,1% gegenüber dem Vorjahresquartal gerechnet.


Inflation

In Deutschland ist die Inflationsrate im August nach vorläufigen Berechnungen auf 1,4% (Vormonat: 1,7%) gesunken. Dies lag maßgeblich an der geringeren Inflation bei Energieprodukten (0,6% gegenüber 2,4% im Juli). Ohne Berücksichtigung von Energie und Nahrungsmitteln betrug die Kerninflationsrate voraussichtlich 1,4% (Vormonat: 1,6%). In der Eurozone lag die Teuerung im August nach ersten Schätzungen bei 1,0% und damit unverändert gegenüber Juli.


Zinsen

Die US-Zentralbank (Fed) hat auf ihrer jüngsten Sitzung erwartungsgemäß ihren Leitzinskorridor um 0,25 Prozentpunkte auf 2,00% bis 2,25% gesenkt. Zwar läuft die US-Konjunktur aus Sicht der Fed weiter gut. Allerdings wiesen die Zentralbanker auf die unveränderten globalen Risiken sowie auf die schwache Inflationsentwicklung hin. Laut Fed-Chef Jerome Powell war der Zinsschritt lediglich eine Vorsichtsmaßnahme und nicht der Beginn eines langen Zinssenkungszyklus. Powell hielt sich aber die Möglichkeit weiterer Zinssenkungen offen. Die Europäische Zentralbank ließ ihre Leitzinsen im Juli zwar konstant. Aus den Äußerungen der Zentralbanker wird aber auf ein umfassendes Maßnahmenpaket zur geldpolitischen Lockerung im September geschlossen.


Risiken

    • Konjunkturelle Abschwächung in China und Europa.
    • Schwächere Gewinndynamik der Unternehmen in den kommenden Quartalen.
    • Gefahr eines Handelskrieges zwischen den USA, Europa sowie China.
    • Destabilisierung der Eurozone aufgrund des Brexit und der politischen und wirtschaftlichen Instabilität in Italien.


Investmentthemen

    • Hochzinsanleihen bleiben aufgrund von Bewertung und der Aussicht auf steigende Gewinne vorerst attraktiv.
    • Wir präferieren zur Zeit aufgrund des defensiven Charakters: US-Aktien, Value-Aktien und Large Caps.
    • Der US-Dollar verliert durch ein schrumpendes Zinsdifferential an Attraktivität. Emerging Markets könnten davon profitieren.





Rechtliche Hinweise


Das "Market Insights" Programm bietet umfassende Informationen und Kommentare zu den globalen Märkten auf produktneutraler Basis. Das Programm analysiert die Auswirkungen der aktuellen Wirtschaftsdaten und veränderten Marktbedingungen, um Kunden einen besseren Einblick in die Märkte zu vermitteln und fundierte Anlageentscheidungen zu fördern. Für die Zwecke von MiFID II sind das J.P. Morgan Asset Management "Market Insights" und "Portfolio Insights" Programm eine Marketingkommunikation und fallen nicht unter MiFID II / MiFIR Anforderungen, die in Zusammenhang mit Research stehen. Darüber hinaus wurden das J.P. Morgan Asset Management "Market Insights" und "Portfolio Insights" Programm als nicht unabhängiges Research nicht in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Anforderungen erstellt, die zur Förderung der Unabhängigkeit von Research dienen. Sie unterliegen auch keinem Handelsverbot vor der Verbreitung von Research.
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