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Stefan Amenda (MEAG): Im Westen nichts Neues?

Die Stimmung ist derzeit schlechter als die Lage. Es ist viel von Risiken die Rede - schlechte Nachrichten haben Hochkonjunktur. Gleichzeitig bewegen sich die Aktienmärkte in luftigen Höhen. Stefan Amenda, Leiter Multi Asset der MEAG, hat seine ganz eigene Sicht auf die Dinge.


Die Stimmung in Deutschland ist nicht gut. Woran liegt das?

Zuletzt haben wichtige Stimmungsindikatoren nachgegeben, z.B. der ifo-Geschäftsklimaindex. Konjunktursensitive Branchen wie Chemie und Automobile laborieren zusätzlich an hausgemachten Problemen. Beide sind in Deutschland stark vertreten. Gleichzeitig reagieren wir als exportorientierte Nation besonders sensibel auf Handelsstreitigkeiten. Es kommt also einiges zusammen.


Könnte es sein, dass wir die Dinge mit unserer deutschen Brille ein bisschen zu schwarz sehen?

Diese Möglichkeit sehen wir in der Tat. Beispiel Automobilindustrie: Die Bewertungen sind niedrig, der Gewinnausblick verhalten. Aus unserer Sicht gibt es eine gute Wahrscheinlichkeit, dass die Ergebnisse im dritten Quartal positiv überraschen können. Positive Gewinnüberraschungen können wir uns auch in anderen Branchen in Deutschland gut vorstellen.


Trotzdem steht der deutsche Aktienindex DAX schon jetzt ziemlich gut da.

Ja, aber in Amerika und in vielen Teilen Europas war die Entwicklung in diesem Jahr an den Aktienmärkten bislang besser. Deutschland hinkt aktuell hinterher. Aber noch ist das Jahr nicht zu Ende.


Ist das weltwirtschaftliche Umfeld besser geworden?

Nicht unbedingt besser, wir sehen aber eine Stabilisierung. Insgesamt hat sich die Konjunktur weltweit etwas eingetrübt, auch ausgehend von China. Jetzt sehen wir besonders in Asien eine Tendenz zur Stabilisierung. Wir gehen davon aus, dass diese Tendenz erst einmal weiter bestehen bleibt.


Die Entwicklungen im Hinblick auf einen geordneten Brexit oder die amerikanisch-chinesischen Handelsstreitigkeiten sind ja auch ganz ermutigend.

Boris Johnson ist immer für eine Überraschung gut. Zuletzt gab es positive Signale für einen konstruktiven Kurs. Aber wir wissen aus der Vergangenheit, dass sich seine Haltung auch schlagartig ändern kann. Im amerikanisch-chinesischen Handelskonflikt hat es eine Annäherung mit einem ersten positiven Ergebnis gegeben. Aber auch hier muss man feststellen: Die politischen Akteure sind für fast jede Überraschung gut. Positiv zeichnet sich ab, dass die US-Administration mit Blick auf den aufziehenden Wahlkampf kein Interesse an einer wirtschaftlichen Abschwächung haben kann. Auch hier also eine steigende Wahrscheinlichkeit für einen weiterhin konstruktiven Kurs.


Was heiß das für den Anleger?

Selten gab es so viel Unsicherheit. Der Anleger, der sein Schicksal in die eigenen Hände nehmen will, muss sich intensiv und laufend mit den Marktentwicklungen beschäftigen. Wer das nicht will oder aus Zeitgründen nicht kann, der ist mit unseren ERGO Vermögensmanagement-Fonds gut aufgehoben.








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