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Dr. Manfred Schlumberger (StarCapital AG): Virusattacke auf die Börse

Weihnachten 2019 soll angeblich der neue Corona-Virus seinen Ausgangspunkt auf dem
Fischmarkt von Wuhan genommen haben. Die Zahl der Infizierten übertrifft bereits bei Weitem
die Personen, die 2003 an dem v -Virus erkrankt sind. Bisher ist die
Sterberate mit 2 % allerdings viel niedriger als beim SARS-Virus. Die chinesische Führung hat
diesmal im Gegensatz zu 2003 drastische Gegenmaßnahmen ergriffen: 60 Millionen
Menschen wurden gewissermaßen unter Quarantäne gestellt, indem ganze Regionen von der
Außenwelt abgeschnitten wurden. Die Entwicklung eines Impfstoffs oder eines Medikaments
kann wenige Wochen bis zu einigen Monaten dauern. Aktuell wird versucht, mit bekannten
Grippe- und HIV-Medikamenten zu behandeln. Zwar steigt zurzeit die Zahl der
Neuerkrankungen stark an, dennoch scheint ein Abklingen der Rate an Neuinfizierten in
Reichweite.


Ökonomische Folgen


Aus medizinischer Sicht scheint der Corona-Virus beherrschbar und weniger gefährlich zu sein
als der SARS-Virus von 2003. Eine abschließende Beurteilung ist aktuell allerdings noch nicht
möglich. Hierzu muss man abwarten bis die Zahl der Neuinfizierten zu sinken beginnt. Die
ökonomischen Schäden für die Volksrepublik China dürften jedoch höher sein als im Jahr 2003.
Grund sind die diesmal harten Maßnahmen der chinesischen Führung zur Eindämmung der
Pandemie mit der Stilllegung ganzer Regionen von fast 60 Millionen Einwohnern. Sollte es
möglich sein, diese Quarantänemaßnahmen noch im Februar weitestgehend aufzuheben,
werden sich die Wachstumseinbußen in Grenzen halten und im weiteren Jahresverlauf zum
Teil wieder auszugleichen sein. Nur wenn die Quarantänemaßnahmen länger anhalten
müssten, ist mit erheblichen wirtschaftlichen Einbußen zu rechnen, die auch die
Weltwirtschaft in Mitleidenschaft ziehen würden. Da China für ein Drittel des
weltwirtschaftlichen Wachstums verantwortlich ist, wären auch erhebliche Einbußen vor allem
in Europa und im restlichen Asien zu erwarten. Grob geht man davon aus, dass ein
Wachstumsrückgang in China in Höhe von 1 % ungefähr 0,4 % Rückgang am europäischen
Bruttosozialprodukt impliziert.


Lesen Sie hier den kompletten StarInvest Marktkommentar "Virusattacke auf die Börse" von Dr. Manfred Schlumberger (StarCapital).





Finden Sie hier Informationen zu den Vermögensverwaltenden Fonds und Produkten der StarCapital AG.





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