WASHINGTON (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben sich am Montag stabil gehalten, da die Sorgen um die Coronaviren anhielten und die japanische Wirtschaft im Dezemberquartal mit dem schnellsten Tempo seit sechs Jahren geschrumpft war, was neue Sorgen über eine Verlangsamung der Ölnachfrage aufkommen ließ.
Benchmark Brent Rohöl rutschte um 0,1 Prozent auf 57,28 US-Dollar pro Barrel, nachdem er in der vergangenen Woche um mehr als 5 Prozent gestiegen war und damit seinen größten Wochengewinn seit September 2019 verzeichnete. Die Rohterminkontrakte der US-Sorte West Texas Intermediate stiegen um 0,1 Prozent auf 52,37 US-Dollar, nachdem sie in der vergangenen Woche um 3,4 Prozent gestiegen waren.
Die Zahl der Todesopfer des tödlichen Virus in China hat 1.765 Menschen erreicht, nachdem in Hubei weitere 100 Todesfälle gemeldet wurden.
Weitere 99 Menschen hätten auf einem Kreuzfahrtschiff vor der japanischen Küste positiv auf das tödliche Virus getestet, berichteten japanische Medien heute unter Berufung auf neue Zahlen des Gesundheitsministeriums.
Chinas Zentralbank pumpte heute 100 Milliarden Yuan (etwa 14,33 Milliarden US-Dollar) durch umgekehrte Repos in das Finanzsystem, um die Liquidität im System zu verbessern.
Die Zentralbank hat außerdem 200 Milliarden Yuan über eine mittelfristige Kreditfazilität in den Markt gepumpt, da China weiterhin gegen den Ausbruch des tödlichen Coronavirus kämpft.
Chinas Finanzminister hat Pläne zur Einführung gezielter und schrittweiser Steuer- und Gebührensenkungen vorgestellt, um die Schwierigkeiten für Unternehmen zu lindern.
Andernorts sei Japans Bruttoinlandsprodukt im vierten Quartal 2019 um jährlich 6,3 Prozent gesunken, teilte das Kabinett in einem Vorläufigen Bericht mit. Das war nach dem Anstieg um 0,5 Prozent in den drei Monaten zuvor mit einem Rückgang um 3,8 Prozent deutlich zurückgeblieben.
Auf saisonbereinigter Quartalsbasis sank das BIP um 1,6 Prozent - und verfehlte damit erneut die Prognosen für einen Rückgang um 1,0 Prozent nach dem Plus von 0,1 Prozent im dritten Quartal.
Die Industrieproduktion in Japan ist im Dezember schwächer gestiegen als in der ersten Schätzung, wie aus endgültigen Daten des Ministeriums für Wirtschaft, Handel und Industrie hervorgeht.
Die Industrieproduktion stieg im Dezember saisonbereinigt um 1,2 Prozent gegenüber dem Vormonat. Nach ersten Schätzungen stieg die Produktion um 1,3 Prozent.
Singapur senkte seine Wachstums- und Exportprognosen für 2020 aufgrund des neuen Coronavirus-Ausbruchs.
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