Anzeige
Mehr »
Montag, 02.03.2026 - Börsentäglich über 12.000 News
Erste Psilocybin-Behandlungen laufen - warum steht Optimi noch bei Pennystock-Level?!
Anzeige

Indizes

Kurs

%
News
24 h / 7 T
Aufrufe
7 Tage

Aktien

Kurs

%
News
24 h / 7 T
Aufrufe
7 Tage

Xetra-Orderbuch

Fonds

Kurs

%

Devisen

Kurs

%

Rohstoffe

Kurs

%

Themen

Kurs

%

Erweiterte Suche
Asset Standard
642 Leser
Artikel bewerten:
(2)

Dr. Christoph Bruns (LOYS AG): Datteln 4, Moorburg, Nordstream 2

22.09.2020 -Dasjenige Land muss ein glückliches sein, welches sich leistet neue Kraftwerke gar nicht erst ans Stromnetz gehen zu lassen, neuwertige Kraftwerke stillzulegen und die eigene Rohstoffversorgung aktiv zu verschlechtern. Als das Wall Street Journal vor Jahren titelte, Deutschland habe die dümmste Energiepolitik der Welt, konnten die Journalisten noch nicht ahnen, dass weitere Höhepunkte dieser verfehlten Energiepolitik noch vor ihnen lagen.

Jedenfalls staunt man im Ausland nicht schlecht über den luxuriösen Umgang mit neuen Großkraftwerken. Während sich die allermeisten Länder der Welt derartige Kraftwerke nur wünschen können, betreibt die Bundesregierung fröhlich Weltklimarettung auf Kosten der ohnehin bereits arg strapazierten Steuerzahler und Energieverbraucher, sprich jedermann! Obendrein sind die Beiträge Deutschlands zum weltweiten Treibhausgasausstoß derart bescheiden, dass die gesamte sogenannte Energiewende mittlerweile als kolossaler Schildbürgerstreich angesehen werden kann.

Ökonomen wissen indessen, was zu tun wäre, wollte man wirklich Einfluss auf die anthropogenen CO²-Emissionen der Welt nehmen. Dann müsste man deutsches Steuergeld nehmen und der Reihe nach damit die größten Dreckschleudern auf der Welt (vor allem in China und Osteuropa) durch neue sauberere Kraftwerke ersetzen. Dort nämlich ist der Grenznutzen des eingesetzten Steuergeldes bei weitem am größten.

Wichtig wäre auch, die Proportionen im Auge zu halten. Nach Auskunft der Bundesregierung betrugen die Treibhausgasemissionen Deutschlands im Jahr 2019 rund 805 Millionen Tonnen. Gemäß einer Greenpeace-Verlautbarung lag der CO²-Ausstoß durch Waldbrände im Jahr 2018 bei acht Milliarden Tonnen. Wer den CO²-Ausstoß auf der Welt verringern will, der sollte also eher das Geld den von Waldbrand gefährdeten Ländern (z.B. Australien, Brasilien und USA), zur Brandprävention und -Bekämpfung überweisen, als im eigenen Land neue und neuwertige grundlastfähige Kraftwerke abzustellen.

Nun geht es in der Welt und zumal in Deutschland durchaus nicht prioritär ökonomisch bzw. wissenschaftlich zu. Dies wissen wir spätestens seit der Einführung der D-Mark in Ostdeutschland. Und auch die verfrühte Einführung des EURO fällt in diese Kategorie. Gleichwohl gilt ein altes Wort aus der Deutschen Bundesbank, die bekanntlich auch nicht mehr ist, was sie einmal war. Es lautet: "Langfristig ist politisch nur klug, was auch ökonomisch richtig ist".

Die Bundesrepublik Deutschland ist durch die staatlichen Stillstandsanordnungen im Rahmen der Corona-Pandemie in eine schwere Rezession geraten. China und Amerika werden wirtschaftlich besser durch die Krise kommen als Deutschland, sofern man den Volkswirten Glauben schenkt. Bereits während der großen Finanzkrise war Deutschland vom Konjunktureinbruch stärker betroffen als China und die USA. Die Folge ist ein wachsendes Wohlstandsgefälle zwischen Amerika und Deutschland. Zu der strukturellen Wachstumsschwäche Deutschlands gesellen sich noch die chronische Sachwertfeindlichkeit und die unvorteilhafte Demographie hierzulande hinzu.

Wäre es vor dem Hintergrund dieses Befundes nicht überlegenswert, die Prioritäten der deutschen Regierungspolitik einmal daraufhin zu überprüfen, ob diese auch den Wohlstand der Bevölkerung mehren? Vielleicht ergibt sich bei einer solchen Überprüfung, dass "Datteln 4", "Moorburg" und "Nordstream 2" durchaus vorteilhafte Projekte für Verbraucher und Steuerzahler sind.


Lesen Sie hier weitere Artikel von Dr. Christoph Bruns.

© 2020 Asset Standard
Tech-Aktien schwanken – 3 Versorger mit Rückenwind
Die Stimmung an den Märkten hat sich grundlegend gedreht. Während Tech- und KI-Werte zunehmend mit Volatilität und Bewertungsrisiken kämpfen, erleben klassische Versorger ein unerwartetes Comeback. Laut IEA und EIA steigt der globale Strombedarf strukturell weiter, nicht nur wegen E-Mobilität und Wärmepumpen, sondern vor allem durch energiehungrige KI-Rechenzentren. Energie wird damit zur zentralen Infrastruktur des digitalen Zeitalters.

Gleichzeitig rücken in unsicheren Marktphasen stabile Cashflows, solide Bilanzen und regulierte Renditen wieder stärker in den Fokus. Genau hier spielen Versorger ihre Stärken aus: berechenbare Erträge, robuste Nachfrage und hohe Dividenden – Qualitäten, die vielen Wachstumswerten aktuell fehlen.

Nach Jahren im Schatten der Tech-Rallye steigt nun das Interesse an Unternehmen, die Stabilität mit langfristigen Wachstumsthemen wie Netzausbau, Dekarbonisierung und erneuerbaren Energien verbinden.

Im aktuellen Spezialreport stellen wir drei Versorger vor, die defensive Stärke mit attraktivem Potenzial kombinieren.

Jetzt den kostenlosen Report sichern – bevor die nächste Versorgerwelle Fahrt aufnimmt!
Werbehinweise: Die Billigung des Basisprospekts durch die BaFin ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend zu informieren, insbesondere über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers. Sie sind im Begriff, ein Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann.