TOKIO (dpa-AFX) - Japans Einzelhandelsumsatzwachstum hat sich im November deutlich abgeschwächt, und die Verbraucherpreise in Tokio verzeichneten im Dezember den dritten Rückgang in Folge, da die dritte Welle von Coronavirus-Infektionen die Nachfrage belastete, wie offizielle Daten vom Freitag zeigten.
Die Einzelhandelsumsätze stiegen im November um 0,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr, aber deutlich langsamer als das Wachstum von 6,4 Prozent im Oktober, wie das Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie mitteilte.
Volkswirte hatten mit einem jährlichen Wachstum von 1,7 Prozent gerechnet. Dennoch war dies das zweite Wachstum in Folge nach sieben Monaten des Rückgangs in Folge.
Andernorts zeigten die vom Ministerium für Innere Angelegenheiten und Kommunikation veröffentlichten Daten, dass der Verbraucherpreisindex für Tokio im Dezember den dritten Monat in Folge gesunken ist.
Der Verbraucherpreisindex in Tokio sank um 1,3 Prozent pro Jahr, nach einem Rückgang um 0,8 Prozent im November.
Ohne frische Lebensmittel sanken die Verbraucherpreise um 0,9 Prozent nach einem Rückgang um 0,7 Prozent im November. Das war der größte Rückgang seit 2010. Die Preise sollten um 0,8 Prozent sinken.
Ein weiterer Bericht des Ministeriums zeigte, dass die Arbeitslosenquote im November auf saisonbereinigt 2,9 Prozent gesunken ist, während die Quote unverändert bei 3,1 Prozent bleiben soll.
Die Zahl der Erwerbstätigen ging gegenüber dem Vorjahr um 550.000 zurück, was der achte Rückgang in Folge war. Gleichzeitig stieg die Arbeitslosigkeit jährlich um 440.000 auf 1,95 Millionen.
Das Ministerium teilte mit, das Verhältnis zwischen Arbeitsplätzen und Bewerbern sei von 1,04 im Oktober auf 1,06 gestiegen.
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