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Dr. Jörg Zeuner (Union Investment): Dünne Mehrheit, gute Nachrichten

08.01.2021 - In den USA ist das Jahr mit politischen Tumulten gestartet. Aber letztlich brachte es auch eine Klärung der innenpolitischen Mehrheitsverhältnisse. Durch die Bestätigung im Kongress steht am 20. Januar die Amtseinführung von Joe Biden als neuem US-Präsidenten an. Damit sind zwei Monate nach der Präsidentschaftswahl die Machtverhältnisse in Washington zumindest bis zu den nächsten Parlamentswahlen in zwei Jahren geklärt: Joe Biden kann dank des Siegs der Demokraten im Bundesstaat Georgia auf eine Mehrheit im Kongress zählen. Doch sie ist mit zwei Senatssitzen mehr denkbar knapp. Biden ist also für seine politischen Initiativen auf breite Unterstützung seiner Partei, aber in vielen Fällen auch zusätzlich auf die Zustimmung von Republikanern angewiesen. Das schränkt seine Möglichkeiten ein.

Nichtsdestotrotz übernimmt nun eine handlungsfähige Regierung das Steuer. Weitere Konjunkturhilfen für die corona-gebeutelte US-Wirtschaft werden damit wahrscheinlicher. Auch der Umbau hin zu einem nachhaltigeren Wachstumsmodell dürfte Rückenwind erhalten. Bei anderen Fragen wie etwa in der Gesundheitspolitik sind lediglich leichte Anpassungen angesichts der Mehrheitsverhältnisse realistisch. Bei den von vielen Marktteilnehmern gefürchteten Steuererhöhungen legt der Wahlausgang ebenfalls eine gemäßigte Gangart nahe. Deutlich höhere Unternehmenssteuern sind unwahrscheinlich. Für die Märkte ist das eine gute Nachricht.


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Historische Öl-Krise - 5 Aktien, die davon profitieren!
Der Iran-Krieg hat den globalen Energiemarkt erschüttert. Zerstörte Förderanlagen, ausgefallene Transportwege und fehlende Raffineriekapazitäten sorgen dafür, dass nicht nur Rohöl, sondern vor allem Benzin und Diesel knapp und teuer bleiben könnten. Selbst ein Ende der Kämpfe würde das Problem nicht über Nacht lösen, der Wiederaufbau der Energieinfrastruktur dürfte Jahre dauern.

Während viele Anleger jetzt auf ExxonMobil, Chevron oder Shell setzen, könnte das größere Potenzial längst woanders liegen. Denn hohe Ölpreise machen neue Investitionen in Förderung, Transport und Verarbeitung wieder attraktiv. Davon profitieren vor allem jene Unternehmen, die Bohrtechnik, Ausrüstung und Dienstleistungen bereitstellen oder bereits über wertvolle Infrastruktur verfügen.

Hier dürfte die zweite Welle des Öl-Booms entstehen. Statt den bereits stark gelaufenen Produzenten hinterherzulaufen, können Anleger auf die Unternehmen setzen, die am milliardenschweren Wiederaufbau der globalen Energieinfrastruktur verdienen.

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