BONN (dpa-AFX) - Der deutsche Telekom-Riese Deutsche Telekom AG hat am Freitag nach der Übernahme des Konkurrenten Sprint ein starkes Gewinnwachstum im vierten Quartal vor allem durch die US-Ergebnisse von T-Mobile erzielt. Mit Blick auf das Geschäftsjahr 2021 rechnet das Unternehmen mit einem höheren bereinigten EBITDA AL, einer wichtigen Ergebniskennzahl.
CEO Tim Höttges sagte: "Wir haben einen bahnbrechenden Deal in den Vereinigten Staaten abgeschlossen, unsere Marktposition in Europa verbessert und gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zur Bewältigung der Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie mit unseren stabilen Netzwerken geleistet."
Für das Geschäftsjahr 2021 erwartet das Unternehmen ein bereinigtes EBITDA AL von rund 37 Milliarden Euro und damit mehr als die 35,02 Milliarden Euro im Geschäftsjahr 2020.
Der Free Cashflow AL wird für das Laufende Jahr voraussichtlich rund 8,0 Milliarden Euro betragen.
Im vierten Quartal stieg der Nettogewinn von 654 Millionen Euro im Vorjahr auf 1,67 Milliarden Euro. Der bereinigte Nettogewinn lag bei 1,64 Milliarden Euro nach 1,02 Milliarden Euro vor einem Jahr.
Das EBITDA kletterte von 6,64 Milliarden Euro im Vergangenen Jahr um 66,4 Prozent auf 11,05 Milliarden Euro. Das bereinigte EBITDA lag bei 10,44 Milliarden Euro und damit 48 Prozent über dem Vorjahreswert von 7,05 Milliarden Euro.
Das bereinigte EBITDA AL kletterte im Quartal um 48,5 Prozent auf 8,95 Milliarden Euro von 6,03 Milliarden Euro im Vergangenen Jahr.
Der Nettoumsatz stieg um 29,3 Prozent auf 27,62 Milliarden Euro von 21,36 Milliarden Euro im Vorjahr.
Im Geschäftsjahr 2020 stieg der Nettogewinn gegenüber dem Vorjahr um 7,5 Prozent auf 4,2 Milliarden Euro, der bereinigte Nettogewinn um 15,5 Prozent auf 5,7 Milliarden Euro. Der Nettoumsatz stieg um 25,4 Prozent auf 101,0 Milliarden Euro, was vor allem durch die Übernahme von Sprint zum 1. April 2020 bedingt war. Organisch wuchs der Umsatz um 3 Prozent. Das bereinigte EBITDA AL stieg um 41,6 Prozent.
Die Telekom in Deutschland verzeichnete einen Umsatzanstieg von 0,2 Prozent. Zum Jahresende meldete die Telekom Deutschland 14,1 Millionen Breitbandkunden, 388.000 mehr als ein Jahr zuvor.
In den USA erzielte das Unternehmen einen Gesamtumsatz von 61,21 Milliarden Euro, ein Plus von 51,4 Prozent. In Dollar ausgedrückt stieg der Umsatz um 55 Prozent auf 70,1 Milliarden US-Dollar. Das bereinigte EBITDA AL verzeichnete ein Plus von 92,8 Prozent.
T-Mobile US verzeichnete im vierten Quartal 1,7 Millionen Nettokundenzugänge. Zum Jahresende belief sich der Kundenstamm auf 102 Millionen, 50 Prozent mehr als Ende 2019, getrieben vor allem durch die Sprint-Akquisition.
Unterdessen sankder Umsatz in Europa auf ausgewiesener Basis um 2,2 Prozent und blieb organisch stabil.
In Deutschland notierten die Aktien der Deutschen Telekom mit einem Plus von 0,77 Prozent bei 15,08 Euro.
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