BRÜSSEL (dpa-AFX) - Nach einem frühen Einbruch hat sich der Schweizer Aktienmarkt am Freitagmorgen clever ins Plus gestürzt, ist aber nach rund ein paar Stunden flacher Linie indie roten Zahlen gestürzt.
Der Markt endete schließlich in den roten Zahlen mit mehreren Aktien, die nach unten drifteten, da die Stimmung angesichts steigender Inflationssorgen und steigender Renditen auf US-Staatsanleihen bärisch blieb.
Der Benchmark SMI schloss mit einem Verlust von 136,65 Punkten oder 1,28% bei 10.522,22 Punkten und damit leicht unter dem Tagestief. Der Index erreichte kurz vor Mittag ein Hoch von 10.686,02.
UBS Group, SGS, LafargeHolcim, ABB, Swisscom, Sika und Zurich Insurance Group verloren 2 bis 2,7%. Alcon, Swiss Re und Geberit schlossen fast 2% im Minus.
Swiss Life Holding, Lonza Group, Credit Suisse und Givaudan verloren 1,6 bis 1,85%, während Nestle und Novartis um 1,25% bzw. 1,1% tiefer schlossen.
Swatch Group und Roche Holding waren mit einem Plus von 0,6% bzw. 0,3% die einzigen Gewinner im SMI-Index.
Im Midcap-Bereich schlossen PSP Swiss Property, Barry Callebaut, Schindler Holding, Swiss Prime Site, Straumann Holding, Adecco, Temenos Group, BB Biotech und Lindt & Spruengli um 2,5 bis 3,6% tiefer. Dufry, um 1,3%, hatte eine weitere gute Sitzung.
In den Wirtschaftsnachrichten hat sich das Wirtschaftswachstum der Schweiz im vierten Quartal deutlich abgeschwächt, da die Beschränkungen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie den Dienstleistungssektor schwer belasteten, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) am Freitag mitteilte.
Das Bruttoinlandsprodukt gewann 0,3% nacheinander und damit deutlich langsamer als die 7,6% Expansion im dritten Quartal. Das BIP sollte um 0,1% steigen. Auf Jahresbasis sank das BIP um 1,6 %, nach einem Rückgang um 1,4 % im dritten Quartal. Dies war jedoch langsamer als der Rückgang von 2,1%, den ökonomen vorhergesagt hatten.
Eine Maßnahme, die auf Wendepunkte in der Schweizer Wirtschaft hindeutet, stieg im Februar über den langjährigen Durchschnitt, was darauf hindeutet, dass sich die Konjunktur in den kommenden Monaten erholen wird.
Das Konjunkturbarometer stieg im Februar auf 102,7 Punkte und liegt damit leicht über seinem langjährigen Durchschnitt von 100 von 96,5 im Januar, wie die Denkfabrik KOF am Freitag mitteilte. Volkswirte hatten mit einem leichten Anstieg auf 96,6 gerechnet.
Der KOF führte den starken Anstieg vor allem auf die Verbesserung der Indikatoren für den Dienstleistungssektor zurück.
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