WASHINGTON (dpa-AFX) - Nach einer Erholung von der gestrigen Schwäche zu Beginn der Sitzung schwankten die Kassen im Verlauf des Handelstages am Freitag.
Die Anleihekurse zogen im Vormittagshandel von ihren frühen Höchstkursen ab, konnten sich aber am Nachmittag wieder nach oben bewegen. In der Folge rutschte die Rendite der zehnjährigen Benchmark-Anleihe, die sich gegenüber ihrem Kurs bewegt, um 5,8 Basispunkte auf 1,460 Prozent ab.
Mit dem Rückzieher an diesem Tag gab die zehnjährige Rendite nach dem Ende der vorherigen Sitzung auf dem höchsten Abschlussniveau seit einem Jahr wieder Boden zurück.
Die Treasuries profitierten zunächst davon, dass Händler nach dem jüngsten Anstieg der Renditen in Anleihen wechselten, obwohl die Kaufzinsen etwas gedämpft waren.
Der anschließende Rückzug der Staatskassen erfolgte nach der Veröffentlichung einer weiteren Charge weitgehend optimistischer US-Konjunkturdaten.
Ein Bericht des Handelsministeriums zeigte, dass das persönliche Einkommen der USA im Januar in die Höhe schnellte, was die Ausgabe von 600 US-Dollar Stimulus-Checks widerspiegelt.
Nach Angaben des Handelsministeriums stieg das persönliche Einkommen im Januar um 10,0 Prozent, nachdem es im Dezember um 0,6 Prozent gestiegen war. Volkswirte hatten mit einem Anstieg des persönlichen Einkommens um 9,5 Prozent gerechnet.
Der Bericht zeigte auch eine deutliche Erholung der persönlichen Ausgaben, die im Januar um 2,4 Prozent stiegen, nachdem sie im Dezember um revidierte 0,4 Prozent gefallen waren.
Volkswirte hatten mit einem Anstieg der persönlichen Ausgaben um 2,5 Prozent im Vergleich zu dem ursprünglich für den Vormonat gemeldeten Rückgang von 0,2 Prozent gerechnet.
Die Staatskassen zeigten jedoch letztlich einen starken Aufwärtstrend, da der Bericht auch zeigte, dass die Inflation relativ zahm blieb.
Eine von der Federal Reserve bevorzugte Inflationsstudie zeigte, dass die jährliche Rate des Kernpreisanstiegs der Verbraucher von 1,4 Prozent im Dezember auf 1,5 Prozent im Januar angestiegen ist.
Die Sorgen um die Inflation haben die Staatskassen in letzter Zeit belastet, obwohl Fed-Chef Jerome Powell wiederholt versichert hatte, dass die Zentralbank plant, die Zinssätze auf absehbare Zeit auf einem Niveau nahe Null zu halten.
Der aufmerksam beobachtete monatliche Beschäftigungsbericht des Arbeitsministeriums dürfte in der kommenden Woche im Rampenlicht stehen, während Berichte über die Tätigkeit des verarbeitenden Gewerbes und des Dienstleistungssektors, Fabrikaufträge und das US-Handelsdefizit ebenfalls aufmerksamkeit erregen könnten.
Die Federal Reserve wird auch ihr Beige Book veröffentlichen, eine Zusammenstellung wirtschaftlicher Beweise aus den zwölf Fed-Distrikten.
Copyright RTT News/dpa-AFX
© 2021 AFX News