WASHINGTON (dpa-AFX) - Nach einem deutlich tieferen Kursrückgang zu Beginn der Sitzung haben die Staatskassen im Verlauf des Handelstages am Freitag wieder an Boden gewonnen.
Die Anleihekurse kletterten deutlich von ihren frühen Tiefstständen und beendeten den Tag nahezu unverändert. In der Folge fiel die Rendite der zehnjährigen Benchmark-Note, die sich gegenüber ihrem Kurs bewegt, um weniger als einen Basispunkt auf 1,554 Prozent.
Vor der Trendwende stieg die ZehnjährigeRendite um 1,626 Prozent und damit auf den höchsten Intraday-Wert seit über einem Jahr.
Die anfängliche Schwäche unter den Staatskassen kam, nachdem das Arbeitsministerium einen Bericht veröffentlicht hatte, der ein viel stärkeres Beschäftigungswachstum als erwartet im Monat Februar zeigte.
Das Arbeitsministerium erklärte, die Beschäftigung in der Lohn- und Gehaltsabrechnung außerhalb der Landwirtschaft sei im Februar um 379.000 Arbeitsplätze gestiegen, nachdem sie im Januar um 166.000 Stellen nach oben revidiert hatte.
Volkswirte hatten mit einem Beschäftigungszuwachs von 182.000 Arbeitsplätzen gerechnet, verglichen mit dem Anstieg von 49.000 Arbeitsplätzen, die ursprünglich für den Vormonat gemeldet worden waren.
Das stärker als erwartet ausgefallene Beschäftigungswachstum war in erster Linie auf eine Erholung der Beschäftigung im Freizeit- und Gastgewerbe zurückzuführen, die 355.000 Arbeitsplätze hinzufügte.
Dem Bericht zufolge sank die Arbeitslosenquote unerwartet auf 6,2 Prozent im Februar von 6,3 Prozent im Januar. Volkswirte hatten erwartet, dass die Arbeitslosenquote unverändert bleibt.
Der bescheidene Rückgang hat die Arbeitslosenquote auf den niedrigsten Stand seit dem Erreichen von 4,4 Prozent im vergangenen März, als die mit Coronavirus verbundenen Sperrungen in Kraft traten, nach unten gedrückt.
Die anschließende Erholung durch die Staatskassen mag die Schnäppchenjagd widergespiegelt haben, wobei der Rückgang durch die Renditen eine Rally der Aktien an der Wall Street ansischen ließ.
Angesichts der jüngsten Inflationssorgen könnte der Handel in der kommenden Woche durch die Reaktion auf Berichte über Verbraucher- und Erzeugerpreise im Februar beeinträchtigt werden.
Die Anleihehändler dürften auch die Ergebnisse der Auktionen von drei- und zehnjährigen Anleihen und dreißigjährigen Anleihen des Finanzministeriums im Auge behalten.
Copyright RTT News/dpa-AFX
© 2021 AFX News