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Maria Paola Toschi (J.P. Morgan): Warum Anleger den EU-Wiederaufbaufonds nicht unterschätzen sollten

05.08.2021 - Im vergangenen Wirtschaftszyklus war Europa ein Nachzügler. Ein Hauptgrund für die unterdurchschnittliche Wirtschaftsleistung und Wertentwicklung der Region waren die jahrelangen Sparmaßnahmen, die auf die weltweite Finanzkrise und die Staatsschuldenkrise in der Eurozone folgten. Die Staatsschuldenkrise hatte auch gezeigt, dass die Europäische Währungsunion ohne eine Fiskalunion nicht nachhaltig sein würde.

Die Pandemie hat sich mit der Einigung der Europäischen Kommission über den zwei Billionen Euro schweren Wiederaufbaufonds als Impulsgeber für die Behebung dieser Fehler erwiesen. Der Wiederaufbaufonds gibt der Europäischen Kommission nicht nur die Möglichkeit, Fremdkapital aufzunehmen und Gelder in der gesamten Region zu verteilen, was die institutionelle Architektur der Europäischen Union (EU) verbessert, sondern sollte auch positive Auswirkungen auf das europäische Wachstum haben.

Es gibt vier Gründe, warum Anleger die Auswirkungen des Fonds auf die Wirtschaftsaktivität in der Region nicht unterschätzen sollten:

  1. Der Fonds wird das Wachstum über mehrere Jahre hinweg ankurbeln. Dies könnte mindestens auf dem Niveau der Infrastrukturpläne von Präsident Biden in den USA liegen.
  2. Die Länder, die am dringendsten finanzpolitische Impulse benötigen - nämlich der Süden Europas -, werden zu den größten Nutznießern des Fonds gehören.
  3. Die Tatsache, dass sich auf den Wiederaufbaufonds geeinigt wurde, macht Strukturreformen wahrscheinlicher.
  4. Der EU Recovery Fund sollte dazu beitragen, dass Europa bei seinen Anstrengungen, den Klimawandel anzugehen, weiterhin an vorderster Front steht, und er sollte auch dazu beisteuern, dass die Region bei der Einführung neuer Technologien mit ihren europäischen Aktien Schritt halten kann.

Es bestehen Risiken für die Umsetzung dieser ehrgeizigen Pläne, die hauptsächlich auf mögliche Verzögerungen bei den Ausgaben oder die teilweise Verwendung der zugewiesenen Mittel zurückzuführen sind. Bei einer guten Umsetzung könnte sich der EU-Wiederaufbaufonds jedoch letztlich als Katalysator für ein Wiederaufleben des Anlegerinteresses nach europäischen Vermögenswerten erweisen ...

Lesen Sie mehr im vollstandigen Artikel "Vier Gründe, warum Anleger den EU-Wiederaufbaufonds nicht unterschätzen sollten".

© 2021 Asset Standard
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Der Iran-Krieg hat den globalen Energiemarkt erschüttert. Zerstörte Förderanlagen, ausgefallene Transportwege und fehlende Raffineriekapazitäten sorgen dafür, dass nicht nur Rohöl, sondern vor allem Benzin und Diesel knapp und teuer bleiben könnten. Selbst ein Ende der Kämpfe würde das Problem nicht über Nacht lösen, der Wiederaufbau der Energieinfrastruktur dürfte Jahre dauern.

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Hier dürfte die zweite Welle des Öl-Booms entstehen. Statt den bereits stark gelaufenen Produzenten hinterherzulaufen, können Anleger auf die Unternehmen setzen, die am milliardenschweren Wiederaufbau der globalen Energieinfrastruktur verdienen.

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