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Prof. Dr. Bernd Meyer (Berenberg): Zum Ausgang der Bundestagswahl

27.09.2021 -

Deutschland hat gewählt. Die SPD ist stärkste Kraft, dicht dahinter CDU/CSU. Dahinter folgen Grüne und FDP. Lesen Sie zu den Auswirkungen der möglichen Koalitionen auf die Finanzmärkte einen Kommentar von Prof. Dr. Bernd Meyer, Chefanlagestratege und Leiter Multi Asset im Wealth & Asset Management von Berenberg. "Auch wenn die Unsicherheit darüber wie die finale Regierung aussieht noch länger anhalten dürfte, können Anleger und Unternehmer aufatmen, denn ein rot-grün-rotes Bündnis ist vom Tisch. Stattdessen ist die Position der liberalen, marktfreundlichen FDP gestärkt, ohne die, abgesehen von der Neuauflage der großen Koalition, keine Regierung gebildet werden kann." "Positiv zu bemerken ist zudem, dass die Parteien vom äußeren Rand Verluste erlitten haben. Das ist für Anleger ein gutes Zeichen, dass Deutschland mit einer starken Mitte ein verlässlicher Partner in Europa und international ist." "Auf der anderen Seite erscheint aber auch ein marktwirtschaftliches Reformprogramm mit den Grünen sehr unwahrscheinlich. Die neue Regierung wird wahrscheinlich die Tendenz der letzten acht Jahre zu einer entspannteren, Mitte-Links- und grüneren Politik fortsetzen und mehr Geld für Digitalisierung, Infrastruktur, Klimaschutz und Gesundheit ausgeben. Die Unterschiede in der fiskalischen Gesamtausrichtung dürften aber nicht groß genug werden, um die Aussichten für die Gesamtnachfrage in Deutschland oder der Eurozone zu verändern." "Wie so häufig, dürfte damit die Bundestagswahl für die globalen Märkte letztlich ziemlich irrelevant bleiben. Damit steigen für die Märkte die Chancen auf eine Jahresendrallye und ein Reflations-Revival weiter. Bevor der Weg dafür aber wirklich frei ist, sollten noch weitere Hürden überwunden werden, vor allem die konkrete Ankündigung reduzierter Anleihekäufe durch die amerikanische Zentralbank und eine Stabilisierung in China."

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© 2021 Asset Standard
Software vor dem Comeback – diese 5 Aktien könnten durchstarten!
Während Halbleiter- und KI-Infrastrukturwerte von einem Hoch zum nächsten jagen, wurden viele Software-Aktien in den vergangenen Monaten regelrecht aus den Depots gedrängt. Die Angst vor Disruption hat Investoren zu einem radikalen Strategiewechsel veranlasst – mit der Folge, dass zahlreiche Qualitätsunternehmen heute auf Mehrjahrestiefs notieren.

Doch genau hier entsteht eine seltene Chance. Denn während die Bewertungen im Halbleitersektor inzwischen auf ambitionierten Niveaus liegen, ist der Bewertungsabschlag bei Software-Titeln so hoch wie seit Jahren nicht mehr. Gleichzeitig liefern viele Unternehmen weiterhin starke Wachstumszahlen und integrieren KI erfolgreich in ihre Geschäftsmodelle. Die Diskrepanz zwischen Kursentwicklung und operativer Stärke könnte sich schon bald auflösen.

Für Anleger bedeutet das: antizyklisch denken und gezielt zugreifen, bevor der Markt dreht. Denn erste technische Signale deuten darauf hin, dass sich die Trendwende bereits anbahnt.

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