Anzeige
Mehr »
Freitag, 24.07.2026 - Börsentäglich über 12.000 News

Indizes

Kurs

%
News
24 h / 7 T
Aufrufe
7 Tage

Aktien

Kurs

%
News
24 h / 7 T
Aufrufe
7 Tage

Xetra-Orderbuch

Fonds

Kurs

%

Devisen

Kurs

%

Rohstoffe

Kurs

%

Themen

Kurs

%

Erweiterte Suche
Asset Standard
380 Leser
Artikel bewerten:
(1)

Edouard Carmignac (Carmignac): La Lettre d'Edouard Carmignac - Oktober 2021

08.10.2021 - Die Erwartungen der Anleger haben sich innerhalb nur eines Quartals grundlegend geändert. Wurde zuvor noch mit einem starken Wachstum und vorübergehendem Inflationsdruck gerechnet, herrscht nun Angst vor Stagflation, also vor einem schwachen Wachstum bei anhaltendem Inflationsdruck.

Wie schätzen wir die Situation ein? Der Rückgang der Wachstumserwartungen ist für uns keine Überraschung. Wie Sie sich vielleicht erinnern, schrieb ich in meinem letzten Brief, dass wir mit einer Wachstumsverlangsamung rechnen. Besorgniserregender ist aus unserer Sicht die Zunahme des Inflationsdrucks und die Frage nach dessen Nachhaltigkeit. Der Preisdruck infolge der durch die Corona-Krise verursachten Störungen in den Produktionsketten ist vorübergehender Natur. So dürfte etwa der Mangel an Halbleitern, der die Produktion bei einer Vielzahl von Automobilherstellern zumindest teilweise lahmgelegt hat, bald durch die Wiedereröffnung der Testzentren in Malaysia behoben werden, die über große Bestände verfügen, welche nur noch zertifiziert werden müssen. Ähnliches gilt für die Überlastung der Häfen, die angesichts des Mangels an Komponenten in vielen Branchen zu Lieferengpässen führt.

Der Aufwärtsdruck auf die Energiepreise dürfte nach unserer Einschätzung dagegen langfristig bestehen bleiben. Zwar sind die in den letzten Wochen verzeichneten Preissteigerungen das Resultat eines außergewöhnlichen Zusammentreffens von Trockenheit, schwachen Winden in Europa und der saisonalen Abschaltung von Gasproduktionsanlagen. Doch die in den vergangenen Jahren zu geringen Investitionen in die Förderung fossiler Brennstoffe in Verbindung mit der Bevorzugung grüner Energien werden zwangsläufig zu höheren Energiepreisen führen. Ein positiver Effekt des Anstiegs der Preise traditioneller Energien ist zumindest, dass erneuerbare Energien wettbewerbsfähiger werden. Ob es zu anhaltendem Lohndruck kommen wird, ist schwieriger vorherzusagen. Einerseits bemühen sich Regierungen in vielen Ländern (von den USA bis China), die Ungleichheiten zu verringern, was Aufwärtsdruck bei den Löhnen von Geringverdienern zur Folge hat, andererseits halten die Corona-Hilfen einige Menschen vom Arbeitsmarkt fern. Wird das Auslaufen dieser Hilfszahlungen ausreichen, um den Trend umzukehren?

Man sollte jedenfalls zur Kenntnis nehmen, dass sich die Inflation nach der Corona-Krise wahrscheinlich als hartnäckig erweisen wird. Dennoch gehen wir weiterhin davon aus, dass strukturelle (demografische, technologische) deflationäre Faktoren den Inflationsdruck mindern werden. Müssen wir die Aussichten auf eine moderate Inflation (von etwa 2%) fürchten? Sie würde die reale Schuldenlast verringern, die Verbraucher zum Konsum und die Unternehmen zu mehr Investitionen anregen und wäre zudem positiv für Aktienanlagen.

Finden Sie hier weitere Artikel von Carmignac.

© 2021 Asset Standard
Achtung, Korrektur!
Die Börsen laufen heiß. Trotz geopolitischer Krisen und steigender Zinsen klettern viele Indizes weiter Richtung Allzeithoch. Doch unter der Oberfläche zeigen sich erste Risse: Der Abverkauf bei Halbleiter-, KI- und Space-Aktien macht deutlich, wie schnell sich die Stimmung drehen kann.

Besonders gefährlich ist die aktuelle Gemengelage aus schwacher Saisonalität, dünner Liquidität in den Sommermonaten und historisch hohen Bewertungen. Selbst vermeintlich sichere Blue Chips sind inzwischen teuer bewertet und damit anfällig für Korrekturen. Gleichzeitig liefern technische Indikatoren erste Warnsignale. So werden viele Rekordstände nicht mehr bestätigt.

Für Anleger steigen die Risiken spürbar. Wer jetzt nicht genauer hinschaut, läuft Gefahr, auf dem falschen Fuß erwischt zu werden.

In unserem aktuellen Spezialreport zeigen wir fünf Aktien, bei denen die Abwärtsrisiken besonders hoch sind – und wo sich Gewinnmitnahmen oder sogar Short-Strategien anbieten könnten.

Jetzt den kostenlosen Report sichern – bevor die Korrektur Fahrt aufnimmt!
Werbehinweise: Die Billigung des Basisprospekts durch die BaFin ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend zu informieren, insbesondere über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers. Sie sind im Begriff, ein Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann.