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Thorsten Mohr, Norbert Goerlitz (Argentum AM): Wird es ein ungemütlicher Herbst?

19.10.2021 -

China, Inflation, Börsen - Wird es ein ungemütlicher Herbst?

Es ist ein ewiges Auf und Ab mit der Covid-19-Pandemie, dazu Chinas überschuldete Immobilienkonzerne und die volatilen Börsen. Der Sommer verlief bei den Neuinfektionen sehr entspannt, aber nach den großen Ferien sind die Zahlen dann gestiegen, was bei Politikern und Experten zu neuen Sorgen geführt hat, zumal es bereits zu Impfdurchbrüchen gekommen ist und mittlerweile mehr und mehr Kinder und Jugendliche an Covid erkranken, die sich fürs Erste noch gar nicht impfen lassen können. Wie es tatsächlich weitergeht, ist nicht absehbar. Als relativ gesichert gilt nur, dass die Pandemie beziehungsweise die damit einhergehenden gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Beschränkungen sich im Frühling 2022 erledigt haben werden.

Die Wahrnehmung der Pandemie nimmt ab

Auf der anderen Seite gilt: Aufgrund der relativen Offenheit nach den Zwei- beziehungsweise Drei-G-Regeln scheint die Pandemie in der öffentlichen Wahrnehmung auch eine weniger große Rolle einzunehmen als noch vor einigen Monaten. Vor allem für Geimpfte und Genesene spielen die Beschränkungen zum Infektionsschutz kaum noch eine Rolle. Daher stehen wieder andere Themen im Fokus, die indes mindestens genauso wichtig sind, wie der (politisch forcierte) Infektionsschutz.

Über +4 % Inflation in Deutschland und explosive Energiepreise

Steigende Inflation, in Deutschland liegt sie erstmals seit fast 30 Jahren wieder auf über vier Prozent. Die Inflation im Euroraum ist im September auf den höchsten Stand seit 13 Jahren gestiegen, nämlich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3,4 Prozent. Hier sind explosive Energiepreise für das Plus verantwortlich. Die Teuerungsrate der USA lag sogar im August bei 5,3 Prozent nach 5,4 Prozent im Juli. Für das ganze Jahr 2021 gehen Forschungsinstitute von drei Prozent Inflation aus.

Zwar soll die Inflationsrate im kommenden Jahr wieder auf ein Normalmaß sinken. Aber zunächst ist die Kaufpreisentwicklung ein Problem, gerade in Kombination mit einem abschwächenden Wirtschaftswachstum. Wie der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnen die führenden Konjunkturinstitute in Deutschland in diesem Jahr mit einem geringeren Wachstum als bisher gedacht.

In ihrer Herbstprognose gehen die Forschungsinstitute nur noch von einem Anstieg um 2,4 Prozent in diesem Jahr aus. Im Frühjahr hatten sie noch 3,7 Prozent vorhergesagt. Lieferprobleme bremsen den Aufschwung nach der Corona-Krise. Dafür erwarten die Wirtschaftswissenschaftler für 2022 einen stärkeren Aufschwung als bisher: Kommendes Jahr soll die Wirtschaft um 4,8 Prozent wachsen - statt wie bisher vorhergesagt um knapp vier Prozent.

An den Börsen hat es im September geknallt. Dax und Dow Jones beispielsweise haben zwischenzeitlich rund fünf Prozent verloren. Damit ist das eingetreten, wovor wir immer wieder gewarnt haben. Zwar sind die langfristigen Aussichten intakt, aber es kann immer wieder zu schmerzhaften Korrekturen kommen.

Diese Entwicklung gilt es zu beobachten, genauso wie alle anderen konjunkturellen, wirtschaftspolitischen und strategischen Entwicklungen.

Unser Ausblick für die Märkte und Fonds

Die Hoffnung, dass schon Herbst und Winter 2021 wieder wie früher werden, hat sich mit den steigenden Fallzahlen in der Covid-19-Pandemie wohl zerschlagen. Zwar ist die Corona-Müdigkeit mittlerweile bei vielen Menschen in pures Desinteresse umgeschlagen, und die ewigen Nachrichten von mehr und mehr Neuinfektionen lösen keine Panik mehr aus. Aber die Pandemie-Risiken schweben weiterhin wie ein Fallbeil in der Luft und können jederzeit in neue Einschränkungen umschlagen, die dann wiederum die wirtschaftliche und gesellschaftliche Stimmung eintrüben könnten.

Zu den Risiken schreibt zum Beispiel die "Süddeutsche Zeitung" mit Bezug zum Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH): "Im Winter werde auch die Pandemie wieder das Wachstum reduzieren. Restaurants und andere Dienstleister können wahrscheinlich nicht so viele Kunden empfangen wie in normalen Zeiten.

Kommt es zu neuen Virusvarianten, würde das die Weltwirtschaft belasten, prognostizieren die Experten. Erst von Frühjahr 2022 an werde die Pandemie die Konjunktur nicht mehr wesentlich beeinträchtigen." Das heißt offensichtlich, nochmals einige Monate durchzuhalten und vor allem die Impfkampagne nach vorne zu bringen. Dann sind die Aussichten gut, ab dem kommenden Frühjahr alles überstanden zu haben!

Politisch hat die Bundestagswahl keine allzu böse Überraschung gebracht. Zwar war nicht mit einem derart schlechten Abschneiden von CDU/CSU zu rechnen. Aber eine komplette Linksregierung kommt ebenfalls nicht zustande, sodass eine Ampelkoalition nun die Chance hat, eine positive ökologische und ökonomische Entwicklung zu fördern und Deutschlands Rolle als ökologisch orientierte Wirtschaftsmacht herauszustellen.

Diese Entwicklungen gilt es zu beobachten und für Anlageentscheidungen zu nutzen. Es werden sich immer wieder neue Chancen für gezieltes und abgesichertes Vermögenswachstum ergeben. Es bleibt also dabei, dass Weitsicht, strategisches Denken und schnelle Entscheidungsfähigkeit die herausragenden Eigenschaften in einer sehr fordernden Zeit sind.

Lesen Sie hier weitere Artikel von ARGENTUM AM.

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