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Hugh Gimber, Karen Ward (J.P. Morgan): COP26 - Weder Fehlschlag, noch Erfolg

12.11.2021 - Als die Staatsvertreter aus rund 200 Länder zur UN-Klimakonferenz (COP26) zusammentrafen, mussten Sie sich mit ernsten Warnungen aus der Wissenschaft auseinandersetzen. Um die Begrenzung der globalen Erwärmung auf weniger als 1,5 °C im Vergleich zum vorindustriellen Niveau als realistisches Ziel zu belassen, waren konkrete Beschlüsse auf der COP26 erforderlich. Auch wenn solche Maßnahmen in Bereichen wie Kohle, Entwaldung und Methanemissionen angekündigt wurden, waren diese jedoch zu wenig umfassend und spezifisch, um darauf zu vertrauen, dass erhebliche Klimafolgen verhindert werden kann.

Was haben wir gelernt?

Je deutlicher die praktischen Anforderungen des Netto-Ziels werden, desto schwerer tun sich die Regierung mit den kurzfristigen wirtschaftlichen Kosten.

Um die Netto-Null bei Emissionen zu erreichen, sind massive Veränderungen erforderlich, die kurzfristig mit erheblichen wirtschaftlichen Kosten verbunden sein dürften. Ein offenkundiges Beispiel dafür ist die Suche nach neuen Arbeitsplätzen für viele der weltweit rund 30 Millionen Menschen, die im Sektor der fossilen Brennstoffe tätig sind. ist Die kurzfristigen Kosten lassen Regierungen zögern, sich auf ambitionierte Ziele zu verpflichten. Dies zeigte sich in den Aussagen der Staatenvertreter aus Schwellenländern, die betonten, dass Klimaziele gegen wirtschaftliche Ziele abgewogen werden müssen. Einige neue Zusagen konnten jedoch erzielt werden: Besonders hervorzuheben ist das Versprechen Indiens, bis 2070 die Netto-Null zu erreichen und den Verbrauch erneuerbarer Energien bis 2030 zu verdreifachen. Auch die Ankündigung der USA und Chinas, bei Emissionskürzungen zu kooperieren, war ermutigend. Die Zurückhaltung sowohl von China als auch Indien (und anderen), globale Verpflichtungen bei Kohleförderung und Methanemissionen einzugehen, sendet aber eine klare Botschaft: Der Energiewende wird keine Priorität gegenüber dem wirtschaftlichen Fortschritt gegeben, solange wohlhabendere Länder nicht bereit sind, ihre hohen kumulierten Emissionen seit Beginn der industriellen Revolution zu berücksichtigen und ihren Beitrag zu den wirtschaftlichen Kosten zu erhöhen. Einige der Industrieländer haben ihre Klimaziele in diesem Jahr nachgebessert, aber die aktuellen Emissionsniveaus nach dem Pro-Kopf-Prinzip fallen oft weniger vorteilhaft aus als die von Schwellenländern, vor allem im Vergleich mit den USA. Darüber hinaus zeigt die Analyse aus dem Climate Action Tracker, dass Großbritannien das einzige große Industrieland ist, in dem die politischen Maßnahmen und Ziele als "fast ausreichend" für eine Begrenzung der Erwärmung auf unter 1,5 °C eingestuft werden, wobei es keine wohlhabende Nation gibt, deren Pläne derzeit als "ausreichend" gelten.

Die Industrieländer werden die Schwellenländer finanziell stärker unterstützen, aber das Geld lässt auf sich warten.

2009 haben sich die wohlhabenden Länder verpflichtet, bis 2020 100 Milliarden US-Dollar pro Jahr aus öffentlichen und privaten Quellen für die Entwicklungsländer zur Verfügung zu stellen. Diese Vorgabe wurde jedoch nicht erfüllt. Die beschleunigte Bereitstellung der Finanzierung war zwar eine zentrale Priorität der Konferenz, es sieht aber immer noch so aus, als ob das Ziel von 100 Mrd. US-Dollar erst im Jahr 2023 erreicht wird.

Die schwierige Aufgabe, den Wandel voranzutreiben, wird dem Privatsektor aufgebürdet.

Unsere andere wichtige Erkenntnis ist, dass die Regierungen davor zurückscheuen, die notwendigen wirtschaftlichen Einschnitte zu verantworten. Die Einigung über das Regelwerk für einen neuen globalen CO2-Markt war ermutigend, der Mangel an Fortschritten bei der Festlegung eines globalen Kohlenstoffpreises hingegen sehr enttäuschend. Ohne klare staatliche Lösungen zur Förderung des Wandels lag der Schwerpunkt auf der Vereinbarung, mit der die Bereitstellung von Kapital durch das Finanzsystem in einer mit den Klimazielen vereinbaren Weise sichergestellt werden soll - und hier wurde auch der wichtigste Durchbruch erzielt. Mit der "Glasgow Financial Alliance for Net Zero", einer Initiative von Mark Carney, haben über 450 Finanzinstitute Privatkapital in Höhe von über 130 Billionen US-Dollar für den Übergang zur Netto-Null zugesagt. Dennoch werden die Regierungen hier noch eine Schlüsselrolle spielen: Eine Kombination aus politischen Anreizen und klaren Orientierungshilfen zur zukünftigen Regulierung werden benötigt, damit der Finanzsektor sein Kapital effektiv einsetzen kann.

Anleger werden den Klimarisiken in ihrem Portfolio mehr Aufmerksamkeit schenken müssen.

Selbst unter der Annahme, dass die aktuellen Zusagen vollständig und plangemäß umgesetzt werden, ist eine Begrenzung der globalen Erwärmung auf 1,5 °C nach Analysen aus allen wissenschaftlichen Kreisen immer noch unwahrscheinlich. Das Potenzial für makroökonomische Verwerfungen, nicht nur in kohlenstoffintensiven Branchen, sondern auch in der gesamten Wirtschaft, muss von langfristig orientierten Anlegern zunehmend berücksichtigt werden. Auch die physischen Klimarisiken, die in Schwellenländern besonders akut sind, bedürfen leider einer sorgfältigen Abwägung.

Finden Sie hier weitere Artikel und Informationen von J.P. Morgan Asset Management.

© 2021 Asset Standard
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