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Dr. Johannes Mayr (Eyb & Wallwitz): Deutsche Rentenreform

15.11.2021 - Die Ampel-Koalition nimmt Form an. SPD, Grüne und FDP haben sich in ihrem Sondierungspapier auf die zentralen Eckpunkte für die kommende Legislatur verständigt. Vor allem die Weichenstellungen in der Klimapolitik sowie die gesellschaftspolitischen Vorhaben werden kommentiert. Weniger im Fokus der Öffentlichkeit stehen die Pläne im Bereich des Rentensystems. Zu Unrecht. Denn hier drückt der Schuh fiskalisch besonders stark. Das Sondierungspapier skizziert den Aufbau eines kapitalmarktgedeckten Anteils am gesetzlichen Rentensystem. Die akuten Finanzierungsprobleme der gesetzlichen Rente mindert dies zwar kaum. Langfristig könnte es aber eine zentrale Weichenstellung sein mit erheblichen Folgen für die Gesellschaft wie auch für die Anleger. Kann dies neuen Rückenwind für den Aktienmarkt bringen? Und wie stark und in welche Richtung könnte dieser blasen?

Problemdiagnose: Gesetzliche Rente vor dem Kollaps

Ökonomen warnen seit Jahren vor einem sich zuspitzenden Problem im gesetzlichen Rentensystem in Deutschland. Denn das etablierte Umlageverfahren kommt in den kommenden Jahren durch die demografischen Trends stark unter Druck. Auftretende Lücken in der Finanzierung müssen über Zuschüsse aus dem Bundeshaushalt ausgeglichen werden. Und hier zeigen aktuelle Projektionen die Dimension des Problems. Bereits 2020 flossen mehr als 20% des Bundeshaushalts in die gesetzliche Rente. Dieser Anteil würde bei den aktuellen Rentenregelungen bis 2040 auf 50% und bis 2050 auf 60% steigen. Der Spielraum für andere Sozialausgaben und für Zukunftsinvestitionen wäre stark eingeschränkt. Eine grundlegende Reform des Rentensystems scheint also unausweichlich ...

Lesen Sie mehr im vollständigen Artikel "Deutsche Rentenreform: Rückenwind für Aktienmärkte?".

Finden Sie hier weitere News und Informationen von Eyb & Wallwitz.

© 2021 Asset Standard
Historische Öl-Krise - 5 Aktien, die davon profitieren!
Der Iran-Krieg hat den globalen Energiemarkt erschüttert. Zerstörte Förderanlagen, ausgefallene Transportwege und fehlende Raffineriekapazitäten sorgen dafür, dass nicht nur Rohöl, sondern vor allem Benzin und Diesel knapp und teuer bleiben könnten. Selbst ein Ende der Kämpfe würde das Problem nicht über Nacht lösen, der Wiederaufbau der Energieinfrastruktur dürfte Jahre dauern.

Während viele Anleger jetzt auf ExxonMobil, Chevron oder Shell setzen, könnte das größere Potenzial längst woanders liegen. Denn hohe Ölpreise machen neue Investitionen in Förderung, Transport und Verarbeitung wieder attraktiv. Davon profitieren vor allem jene Unternehmen, die Bohrtechnik, Ausrüstung und Dienstleistungen bereitstellen oder bereits über wertvolle Infrastruktur verfügen.

Hier dürfte die zweite Welle des Öl-Booms entstehen. Statt den bereits stark gelaufenen Produzenten hinterherzulaufen, können Anleger auf die Unternehmen setzen, die am milliardenschweren Wiederaufbau der globalen Energieinfrastruktur verdienen.

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