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Volker Schilling (Greiff): Mut-Mutti-Mutationen

03.12.2021

Mut

Das ist die Woche der Mutmacher: Biontech Chef Ugur Sahin ist optimistisch, auch für Omikron einen passenden Impfstoff zur Verfügung zu stellen. Die OPEC stellt mehr Öllieferungen in Aussicht, um die Energiepreise im Zaum zu halten. Twitter Chef Jack Dorsey macht den Weg frei, damit das soziale Netzwerk neue Wege beschreiten kann. Der in Mitleidenschaft gezogene Stahlkonzern ThyssenKrupp kündigt an, seine Wasserstoffsparte Uhde Chlorine Engineers (UCE) für 4-6 Mrd. an die Börse zu bringen. Mut hatten in dieser Woche auch die Privatanleger, die die Rücksetzer an den Börsen genutzt haben, um weiter zu investieren, während institutionelle Investoren unter Schwermut leiden. Die Börse ist daher im Auf- und Ab-Modus unterwegs. Unmut gab es bei der Meldung einer Inflationsrate von 5,2% in Deutschland. Und mutmaßlich soll die Europäische Notenbank immer noch daran glauben, dass damit der Höhepunkt erreicht ist. Schwermut lastete daher diese Woche auf der Börse und das ist gut. Warum? Übermut wäre eher das Problem, aber davon ist wenig zu sehen. Daher will ich Sie weiter ermutigen zu investieren, denn einen anderen Markt als den Aktienmarkt möchte ich Ihnen nicht zumuten.

Mutti

Die Mutti der Nation nahm diese Woche Abschied von der politischen Bühne. Mit einem großen Zapfenstreich geht unsere Bundeskanzlerin in den Ruhestand. Gut, es stehen ihr weiter 9 Mitarbeiter und der Fahrdienst zur Verfügung, aber alle Mütter wissen, dass man in dieser Funktion nie außer Dienst ist. So wird Frau Dr. Angela Merkel als Bundeskanzlerin a.D. nach eigenem Bekunden zwar erst einmal ausschlafen, wird dann jedoch ziemlich aufgeweckt unterwegs sein. Sie wünschte sich zum Abschied, dass es rote Rosen regnen solle, aber ich vermute, dass es eher erst einmal Anfragen regnen wird, sie als Ehrengast, Rednerin oder für Verleihungen zu engagieren. Dennoch geht eine Ära zu Ende, die wie immer von den einen vermisst werden wird und von den anderen ersehnt war. Aber da man als Mutti nicht in Ruhestand gehen kann, wird Angie mit Sicherheit auch weiter im Hintergrund als Gewissen der Nation gefragt bleiben. Bei der CDU jedenfalls wird auf Mutti ein Vati folgen und der heißt nach den aktuellen Mehrheiten wohl Friedrich Merz. Der Merz käme dann wohl schon im Januar beim Bundesparteitag der CDU. Es bleibt zu hoffen, dass die Konservativen in Deutschland mit einem Merz besser fahren als die Konservativen in Großbritannien mit einer May.

Mutation

Die Bezeichnung Mutation stammt vom lateinischen Wort "mutare", was soviel bedeutet wie sich verändern oder sich verwandeln. So zeigt die neue Corona Variante Omikron über 30 verschiedene Veränderungen auf ihrem Spikeprotein und verwandelte damit innerhalb kürzester Zeit auch die Stimmung auf den Kapitalmärkten. Aus US-Notenbankchef Jerome Powell wurde "Jeromikon", der jetzt die Anleihekäufe schneller zurückführen möchte, weil auch er seine Meinung zur vorübergehenden Inflation gewandelt hat. Verändert hat sich auch so mancher Favorit an der Börse. Wie zum Beispiel Applied DNA Sciencies, die hoch gehandelt werden, da ihr PCR Test besonders gut zum Omikron-Nachweis geeignet ist. Oder die Unternehmen Pfizer und Merck, die beide eine Pille zur Behandlung von Covid19 in der Zulassung haben, die den schweren Verlauf deutlich mindern sollen. Und so sicherte sich Jens Spahn diesmal etwas früher und noch vor Zulassung schon einmal 80.000 Einheiten der Merck-Pille Molnupiravir für Deutschland. Warten wir also auf die Ankunft der Bestellung. Passt ja irgendwie in die aktuelle Zeit, denn der lateinische Name für Ankunft ist Advent.


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© 2021 Asset Standard
Software vor dem Comeback – diese 5 Aktien könnten durchstarten!
Während Halbleiter- und KI-Infrastrukturwerte von einem Hoch zum nächsten jagen, wurden viele Software-Aktien in den vergangenen Monaten regelrecht aus den Depots gedrängt. Die Angst vor Disruption hat Investoren zu einem radikalen Strategiewechsel veranlasst – mit der Folge, dass zahlreiche Qualitätsunternehmen heute auf Mehrjahrestiefs notieren.

Doch genau hier entsteht eine seltene Chance. Denn während die Bewertungen im Halbleitersektor inzwischen auf ambitionierten Niveaus liegen, ist der Bewertungsabschlag bei Software-Titeln so hoch wie seit Jahren nicht mehr. Gleichzeitig liefern viele Unternehmen weiterhin starke Wachstumszahlen und integrieren KI erfolgreich in ihre Geschäftsmodelle. Die Diskrepanz zwischen Kursentwicklung und operativer Stärke könnte sich schon bald auflösen.

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