Anzeige
Mehr »
Sonntag, 16.08.2026 - Börsentäglich über 12.000 News
Die USA reden nicht mehr nur über kritische Rohstoffe. Sie kaufen die Lieferkette.
Anzeige

Indizes

Kurs

%
News
24 h / 7 T
Aufrufe
7 Tage

Aktien

Kurs

%
News
24 h / 7 T
Aufrufe
7 Tage

Xetra-Orderbuch

Fonds

Kurs

%

Devisen

Kurs

%

Rohstoffe

Kurs

%

Themen

Kurs

%

Erweiterte Suche
Asset Standard
507 Leser
Artikel bewerten:
(2)

Marius Daheim (Gothaer): Fed wechselt in Inflationsbekämpfungsmodus

Dezember 2021 - Im Berichtsmonat November hat sich das Wirtschaftsvertrauen im Euroraum und Deutschland, aber auch in den USA, Japan und der Welt insgesamt erneut abgeschwächt. In der Industrie wird die Stimmung weiter durch Lieferengpässe und Preissteigerungen bei Rohstoffen und Vorprodukten, der Verteuerung von Energie und teilweise auch Personalmangel belastet. Personennahe Dienstleister leiden unter sinkenden Kundenzahlen angesichts vielerorts stark steigender COVID Infektionsraten und staatlicher Kontaktbeschränkungsmaßnahmen. Für das Winterhalbjahr zeichnet sich eine wirtschaftliche Schwächephase ab.

Zusätzlich zu den pandemie-induzierten Bremseffekten wird die Konsumneigung durch die hohe und bis zuletzt steigende Teuerung, insbesondere bei Energie, Kraftstoffen und Strom, gedämpft. Zwar wird die Gesamtinflation im Euroraum und Deutschland aufgrund von Basiseffekten zu Jahresbeginn 2022 deutlich nachlassen. Im weiteren Jahresverlauf dürfte sie aber auf erhöhtem Niveau verharren und auch 2023 nicht nachhaltig auf ihr vor-Pandemie Niveau um 1,5% zurückgehen. Damit steigt die Gefahr einer Lohn-Preis-Spirale.

In den USA hat die Teuerung bei 6,8% ihren höchsten Stand seit 1982 erreicht; gleichzeitig hat sich das Tempo der Lohnsteigerungen im November auf 4,8% ggü. Vorjahr erhöht. Die Fed hat angesichts dessen ihre bisherige Zurückhaltung auf-gegeben und in den Inflationsbekämpfungsmodus umgeschaltet. Um einer Entankerung der Inflationserwartungen frühzeitig entgegenzutreten, stellen die US-Währungshüter für 2022 drei Leitzinserhöhungen in Aussicht. Die EZB ist angesichts des bisher (noch) schwachen Lohndrucks in einer etwas komfortableren Position, hält bisher an ihrer Einschätzung der Inflation als "temporär" fest und hat bei ihrer Ratssitzung am 16. Dezember lediglich eine graduelle Anpassung beim Tempo ihrer Wertpapierkäufe vorgenommen. Leitzinserhöhungen in 2022 werden weiterhin als "sehr unwahrscheinlich" bezeichnet - trotz einer Inflationsprojektion von 3,2% für das kommende Jahr. Die Märkte werden diesen durchaus riskanten geldpolitischen Kurs in den kommenden Monaten sicherlich einem Stresstest unterziehen.

Finden Sie hier weitere Artikel der Gothaer Asset Management.

© 2021 Asset Standard
Achtung, Korrektur!
Die Börsen laufen heiß. Trotz geopolitischer Krisen und steigender Zinsen klettern viele Indizes weiter Richtung Allzeithoch. Doch unter der Oberfläche zeigen sich erste Risse: Der Abverkauf bei Halbleiter-, KI- und Space-Aktien macht deutlich, wie schnell sich die Stimmung drehen kann.

Besonders gefährlich ist die aktuelle Gemengelage aus schwacher Saisonalität, dünner Liquidität in den Sommermonaten und historisch hohen Bewertungen. Selbst vermeintlich sichere Blue Chips sind inzwischen teuer bewertet und damit anfällig für Korrekturen. Gleichzeitig liefern technische Indikatoren erste Warnsignale. So werden viele Rekordstände nicht mehr bestätigt.

Für Anleger steigen die Risiken spürbar. Wer jetzt nicht genauer hinschaut, läuft Gefahr, auf dem falschen Fuß erwischt zu werden.

In unserem aktuellen Spezialreport zeigen wir fünf Aktien, bei denen die Abwärtsrisiken besonders hoch sind – und wo sich Gewinnmitnahmen oder sogar Short-Strategien anbieten könnten.

Jetzt den kostenlosen Report sichern – bevor die Korrektur Fahrt aufnimmt!
Werbehinweise: Die Billigung des Basisprospekts durch die BaFin ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend zu informieren, insbesondere über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers. Sie sind im Begriff, ein Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann.