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Dr. Christoph Bruns und Ufuk Boydak (LOYS AG): Aktienfonds kompensieren Inflation

06.01.2022 - Zum Wort des Jahres könnte die Vokabel Inflation gewählt werden. Der spektakuläre Anstieg der allgemeinen Lebenshaltungskosten auf über 5% wurde zu Anfang des Jahres überhaupt nicht erwartet. Geradezu ignorant verhielt sich die Europäische Zentralbank das gesamte Jahr über gegenüber den Preisanstiegen. Bis in den Dezember hinein war aus dem EZB-Turm in Frankfurt zu hören, es handele sich lediglich um einen temporären Anstieg und schon bald würden die Preise wieder unterhalb der jährlichen Anstiegszielmarke von 2% liegen.

Kapitalanleger müssen im Auge halten, welche Ziele auf dem Gebiet der Geldanlage verfolgt werden sollen. Traditionell legt die Finanzliteratur nahe, die reale Nettowertentwicklung des Anlagebetrags prioritär im Auge zu halten. Das ist ein absolutes Ziel, dem wir im Hause LOYS viel abgewinnen können. Wenn also der LOYS Global in diesem Jahr um gut 17% netto zugelegt hat, so sind es nach Abzug der Geldentwertung von ca. 5,5% noch solide 11,5% realer Zuwachs für den Anleger. Immerhin wollen wir froh sein, dass die Entwicklung des LOYS Global und auch der weiteren sechs LOYS Fonds die Inflation überkompensiert haben.

Ganz anders sieht die Rechnung für Zinssparer aus. Bei Zinsanlagen gibt es seit Jahren keinen positiven Kupon mehr und mittlerweile haben die Banken flächendeckend sog. Verwahrentgelte (im Volksmund Negativzinsen) eingeführt. Diese Anlegergruppe blickt mithin auf ein Jahr 2021, welches einen realen Vermögensverlust von mehr als 5% gezeitigt hat. Das ist ein gehöriger Wohlstandsverlust und für das neue Jahr ist kaum Verbesserung zu erwarten, im Gegenteil.

Ungeachtet der miserablen Entwicklung von Zinsanlagen bleibt diese Geldanlagekategorie jedoch in Deutschland bei den Anlegern favorisiert. Diesbezüglich sind die Statistiken eindeutig. Es gehört wohl zu den großen Kapitalmarkträtseln, warum die Mehrzahl unserer Landsleute nicht den Weg raus aus der vermögenvernichtenden Zinsanlage findet.

Ungeachtet dessen müssen gewissenhafte Investoren jedoch nach vorne blicken. Für die Aktienmärkte sind die Aussichten in 2022 keineswegs negativ. Entscheidend wird nicht die Frage sein, ob man Aktien besitzen soll oder nicht, sondern vielmehr welche Aktientitel aussichtsreich sind. Hier bleiben wir unserem langjährigen Credo treu, dass die Zielunternehmen für die LOYS Fonds qualitativ hochwertig und zugleich unterbewertet sein sollen. Wir sind selbst etwas erstaunt darüber, dass die derzeitige Marktlage viele attraktive Kandidaten für unsere Fonds bereithält. Angesichts der starken Aktienindexentwicklung seit vielen Jahren wäre dieser Befund nicht unbedingt zu erwarten gewesen. Weil aber die Aktienindizes seit Langem sehr kopflastig ansteigen, sind in der zweiten, dritten und vierten Börsenreihe viele Dividendentitel unentdeckt bzw. vernachlässigt geblieben. Währenddessen wirken die Zauberaktien der letzten Jahre - sie tragen Namen wie Apple, Alphabet, Amazon, Meta Platforms (vormals Facebook), Microsoft etc. - zumindest voll bewertet.

Insofern gehen wir in das Jahr mit einigem Optimismus, der darauf beruht, dass die von uns gewählten Werte Aufwärtspotential haben. Zwar wird auch das neue Jahr manche Kapriolen in Politik und Wirtschaft mit sich bringen, allein wir fühlen uns wohl gewappnet, um damit wie bereits in den vergangenen knapp achtzehn Jahren professionell, und das heißt für uns immer auch konservativ, umzugehen.


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© 2022 Asset Standard
Vorsicht, geheim!
2026 startet mit einem Paukenschlag: Der DAX outperformt den US-Markt, Nachzügler holen auf. Ein erstes Signal, dass der Bullenmarkt an Breite gewinnt. Während viele Anleger weiter auf die großen Tech-Namen setzen, hat sich im Hintergrund längst ein Umschwung vollzogen. Der Fokus verschiebt sich weg von überteuerten KI-Highflyern hin zu soliden Qualitätswerten aus der zweiten Reihe.

Anleger, die jetzt clever agieren, setzen nicht auf das, was war, sondern auf das, was kommt. Unternehmen mit gesunder Bilanz, unterschätztem Potenzial und begrenztem Abwärtsrisiko könnten 2026 zu den großen Gewinnern zählen. Die Gefahr einer schärferen Korrektur bleibt real, gerade für passiv aufgestellte Investoren.

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