Anzeige
Mehr »
Sonntag, 15.02.2026 - Börsentäglich über 12.000 News
FRIEDLANDS 10.000-JAHRE-SCHOCK: Der Kupfer-Engpass hat begonnen
Anzeige

Indizes

Kurs

%
News
24 h / 7 T
Aufrufe
7 Tage

Aktien

Kurs

%
News
24 h / 7 T
Aufrufe
7 Tage

Xetra-Orderbuch

Fonds

Kurs

%

Devisen

Kurs

%

Rohstoffe

Kurs

%

Themen

Kurs

%

Erweiterte Suche
Asset Standard
401 Leser
Artikel bewerten:
(2)

Johanna Kyrklund (Schroders): Ausblick für 2022 - Die Zeiten ändern sich

24.01.2022 -

  • Aktienrenditen dürften 2022 gedämpfter ausfallen, jedoch immer noch positiv, gestützt durch solide Unternehmensgewinne.
  • Die Inflation sorgt weiterhin für Besorgnis und wird die Zentralbanken unter Zinserhöhungsdruck setzen.
  • Die neueste Covid-19-Variante - Omikron - führt bereits jetzt zu Teil-Lockdowns, was Anfang 2022 zu einem langsameren Wirtschaftswachstum führen könnte.

Fondsmanager neigen zu einer allgemein negativen Einstellung, da sie sich selbst bei einer starken Performance unweigerlich Sorgen darüber machen müssen, wie sie in Zukunft Renditen erzielen werden. Nach einem so starken Jahr für die Märkte sind diese Sorgen nun noch ausgeprägter. Im vergangenen Jahr stärkten die Impfstoff-Ankündigungen das Vertrauen in den "Reopening Trades", die hohe Renditen mit begrenztem Risiko ermöglichten.

Laut unseren Modellen treten wir jetzt in eine spätere Phase des Konjunkturzyklus ein, in der die Wachstumsdynamik ihren Höhepunkt erreicht hat und die Zentralbanken beginnen, ihre Unterstützung immer weiter zu reduzieren. Vor diesem Hintergrund erwarten wir verhaltene, aber immer noch positive Aktienrenditen, gestützt durch solide Unternehmensgewinne.

Was sind nach dieser Einschätzung die Hauptrisiken?

Inflation ist ein häufiges Thema, und wir sind uns einig, dass wir uns mittelfristig im Vergleich zum letzten Jahrzehnt wahrscheinlich in einem inflationären Marktumfeld befinden, aufgrund von steigenden Löhnen, Deglobalisierung und Dekarbonisierung. Kurzfristig erwarten wir, dass die Inflationsdynamik ihren Höhepunkt erreicht, wenn sich die Lieferengpässe verringern, aber die Zentralbanken werden wahrscheinlich weiterhin ihre Zinsen erhöhen.

Auf Titelebene ist es wichtig, die Unternehmen mit Preismacht zu identifizieren, da höhere Produktionskosten und Löhne ein Gewinnmargen-Risiko mit sich bringen und diese Unternehmen besser aufgestellt sind, um dem Sturm zu trotzen. Wir glauben jedoch nicht, dass Inflation derzeit ein systemisches Risiko für die Märkte darstellt, da die Bereitschaft der Zentralbanken, als Reaktion auf den Inflationsdruck mit Zinserhöhungen zu beginnen, die Inflationserwartungen in Schach halten sollte.

Die Omikron-Variante von Covid-19 bleibt weiterhin ein Problem

Covid-19 sorgt nach wie vor für Volatilität, wobei Omikron diese Bedenken erneut aufflammen lässt. Es ist wichtig, die Situation differenziert zu betrachten und anzuerkennen, dass sich seit dem ersten Quartal 2020 sehr viel getan hat. Die allgemeine Coronavirus-Immunität ist selbst gegenüber Mutationen erheblich höher, Regierungen haben Erfahrung gesammelt und reagieren schneller, und die Prozesse zur Entwicklung neuer Impfstoffe werden immer effizienter und straffer. Die Marktteilnehmer haben zudem ein Rahmenwerk für die Berücksichtigung des Virus entwickelt.

Wir haben uns von der extremen Unsicherheit Anfang 2020 deutlich wegbewegt. Dennoch deuten die ersten Anzeichen darauf hin, dass sich Omikron einem Teil des durch Impfstoffe gebotenen Schutzes entziehen kann, was bereits zu teilweisen Lockdowns geführt hat. In Bezug auf das Wirtschaftswachstum wird es ein langsamer Start ins neue Jahr. In einer idealen Welt würden wir eine stark synchronisierte globale Wirtschaftserholung erleben, und dann wäre es uns möglich, unser Engagement auf zyklischere und günstigere Positionen zu verlagern. Das Aufkommen der Omikron-Variante macht dies weniger wahrscheinlich. Die einzige Region, die überraschen könnte, ist China, wo die Geldmarktpolitik im Gegensatz zu anderen großen Volkswirtschaften auf Wirtschaftsstimulation abzielt.

Es ergeben sich nach wie vor Chancen, doch wir dürfen nicht übersteuern

Unsere größte Sorge ist, dass wir alte und bereits überstrapazierte Trends bevorzugen müssen - wie US-Exzeptionalismus (die Vorstellung, dass die USA sowohl im Inland als auch international anderen Nationen überlegen sei) und die unerbittliche Jagd nach höheren Renditen. Angesichts unserer Erwartung, dass sich der Anstieg der Anleiherenditen in Grenzen halten wird, halten wir es für zu früh, darauf zu setzen, dass Kurse wieder zum Durchschnitt zurückkehren werden (Mean Reversion), so verlockend diese Chance auch erscheinen mag, und wir müssen auch der Versuchung zum Übersteuern widerstehen.

Da sich die Zentralbank-Unterstützung immer weiter reduziert, muss der Privatsektor nun das Wirtschaftswachstum vorantreiben

In den vergangenen Jahren haben wir die Weltwirtschaft mit einem "klapprigen Fahrrad" verglichen, bei dem wir aufgrund fehlender Konjunkturdynamik anfällig dafür waren, von plötzlichen Windstößen aus der Bahn geworfen zu werden. Die Pandemie hat die Staatsregierungen gezwungen, das klapprige Fahrrad zu stützen, was uns eine gewisse Atempause von der zyklischen Volatilität gewährte. Diese Stützen werden jedoch im Jahr 2022 wieder entfernt, und der Privatsektor muss nun das Wirtschaftswachstum vorantreiben.

Meine mehr technisch orientierten Kollegen würden die mögliche Verteilung der Ergebnisse als "platykurtisch" bezeichnen, also ein eher gedämpfter Aufschwung mit erhöhtem Risiko. Einfacher ausgedrückt: Es kommt auf Risiko-Diversifizierung an - jetzt ist nicht die Zeit für große Wetten.

Finden Sie hier weitere Artikel und Informationen von Schroders.


Rechtliche Hinweise:

Die hierin enthaltenen Ansichten und Meinungen sind die der Autoren dieser Seite und repräsentieren nicht notwendigerweise die Ansichten, die in anderen Mitteilungen, Strategien oder Fonds von Schroders zum Ausdruck gebracht oder reflektiert werden. Dieser Artikel dient nur zu Informationszwecken und ist in keiner Weise als Werbematerial gedacht. Das Material ist nicht als Angebot oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten gedacht. Das Material ist nicht als Buchhaltungs-, Rechts- oder Steuerberatung oder als Anlageempfehlung gedacht und sollte auch nicht als solche angesehen werden. Schroders geht davon aus, dass die hierin enthaltenen Informationen zuverlässig sind, übernimmt jedoch keine Gewähr für deren Vollständigkeit oder Richtigkeit. Für Irrtümer in Bezug auf Fakten oder Meinungen kann keine Verantwortung übernommen werden. Bei individuellen Investitions- und/oder strategischen Entscheidungen sollte man sich nicht auf die Ansichten und Informationen in diesem Dokument verlassen. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse, die Kurse von Aktien und die daraus erzielten Erträge können sowohl fallen als auch steigen, und Investierende erhalten möglicherweise nicht den ursprünglich investierten Betrag zurück.

© 2022 Asset Standard
Favoritenwechsel - diese 5 Werte sollten Anleger im Depot haben!
Das Börsenjahr 2026 ist für viele Anleger ernüchternd gestartet. Tech-Werte straucheln, der Nasdaq 100 tritt auf der Stelle und ausgerechnet alte Favoriten wie Microsoft und SAP rutschen zweistellig ab. KI ist plötzlich kein Rückenwind mehr, sondern ein Belastungsfaktor, weil Investoren beginnen, die finanzielle Nachhaltigkeit zu hinterfragen.

Gleichzeitig vollzieht sich an der Wall Street ein lautloser Favoritenwechsel. Während viele auf Wachstum setzen, feiern Value-Titel mit verlässlichen Cashflows ihr Comeback: Telekommunikation, Industrie, Energie, Pharma – die „Cashmaschinen“ der Realwirtschaft verdrängen hoch bewertete Hoffnungsträger.

In unserem aktuellen Spezialreport stellen wir fünf Aktien vor, die genau in dieses neue Marktbild passen: solide, günstig bewertet und mit attraktiver Dividende. Werte, die nicht nur laufende Erträge liefern, sondern auch bei Marktkorrekturen Sicherheit bieten.

Jetzt den kostenlosen Report sichern – bevor der Value-Zug 2026 endgültig abfährt!

Dieses exklusive PDF ist nur für kurze Zeit gratis verfügbar.
Werbehinweise: Die Billigung des Basisprospekts durch die BaFin ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend zu informieren, insbesondere über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers. Sie sind im Begriff, ein Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann.