Anzeige
Mehr »
Montag, 09.02.2026 - Börsentäglich über 12.000 News
Goldman sieht 15.000 USD bei Kupfer - dieser Explorer ist noch völlig unbekannt
Anzeige

Indizes

Kurs

%
News
24 h / 7 T
Aufrufe
7 Tage

Aktien

Kurs

%
News
24 h / 7 T
Aufrufe
7 Tage

Xetra-Orderbuch

Fonds

Kurs

%

Devisen

Kurs

%

Rohstoffe

Kurs

%

Themen

Kurs

%

Erweiterte Suche
Asset Standard
671 Leser
Artikel bewerten:
(2)

Andreas Wosol (Amundi): Value am Wendepunkt

09.02.2022 - Value-Aktien hatten seit der Finanzkrise sehr viel Gegenwind, während sich Wachstumswerte, allen voran Tech, extrem viel besser entwickelten - aber dieser Trend scheint sich nun umzukehren. Der trübe Januar an den Börsen und die jüngsten Kursverluste der US-Börsenstars sprechen dafür.

Längerfristig betrachtet ist die Bewertungsdifferenz zwischen Growth und Value zwar nach wie vor so groß wie nie zuvor, doch die Ursachen dafür verschwinden allmählich wieder: geringes Wachstum, niedrige Anleiherenditen und Nullzinsen sowie Disinflation.

Aus quantitativer Sicht sind Anlagestile meist mit dem Wirtschaftszyklus und der Risikowahrnehmung verknüpft. Die Performance der jeweiligen Stile spiegelt also typischerweise das zugrunde liegende wirtschaftliche Umfeld wider. In der Regel ist der Value-Faktor eindeutig positiv gegenüber steigenden nominalen und realen Renditen und einer steileren Renditekurve eingestellt. Wir befinden uns derzeit in einem Übergang von der wirtschaftlichen Erholung zur Normalisierung sowie von einem Umfeld geprägt durch "quantitative Easing" (QE)1 zu einem Umfeld, dass durch "quantitative Tightening" (QT)2 geprägt ist. Zudem bewegen wir uns von Deflationsrisiken hin zu Inflationsrisiken. In dieser Phase normalisieren sich Verlauf und Niveau der Anleiherenditen, und sie sollten im Einklang mit der wirtschaftlichen Entwicklung wieder steiler werden. Dieser Übergang sollte eine weitere Neubewertung on Value-Sektoren unterstützen.

Dazu passen die jüngsten Ankündigungen der Fed und nun auch etwas zaghafter von der EZB, die hohen Inflationswerte ernst zu nehmen und die Leitzinsen (weiter) anheben zu wollen. Nach der Sitzung der Euro-Währungshüter am vergangenen Donnerstag erwartet der Markt einen ersten Zinsschritt der EZB im vierten Quartal 2022. Wir glauben aber nicht, dass die EZB ihre geldpolitische Unterstützung aggressiv zurückfahren wird, sondern gehen in diesem Jahr von einer moderaten Straffung aus, die von den zugrunde liegenden Wirtschaftsdaten diktiert wird. Sollte dies eintreten, würde eine kontrolliert steiler werdende Renditekurve unserer Meinung nach Value-Bereichen, wie Finanzwerten, zugutekommen. Ein zu aggressives Vorgehen bei der Straffung der Geldpolitik könnte dem Wirtschaftswachstum dagegen schaden. Das wäre ein deutlicher Gegenwind für die Märkte insgesamt.

Genau wegen dieser prozyklischen Eigenschaft behalten wir unser breit gestreutes Engagement in unterschiedlichen konjunkturabhängigen Branchen bei. Dazu zählen beispielsweise hohe Allokationen bei Autos, Banken, Investitionsgütern sowie Medien und Unterhaltung. Weniger stark sind wir bei Versorgern und Grundstoffen vertreten, halten unser Engagement jedoch aufrecht. Innerhalb der Grundstoffe sind wir nicht direkt in Metallproduzenten und Bergbau investiert, sondern bevorzugen die Spezialchemieunternehmen.

Finden Sie hier weitere News von Amundi.

1 quantitative easing (QE) quantitative Lockerung2 quantitative tightening (QT) quantitative Straffung

Rechtliche Hinweise:

Sofern nicht anders angegeben, stammen alle Informationen in diesem Dokument von Amundi Asset Management und sind aktuell mit Stand 08.02.2022. Die in diesem Dokument vertretenen Einschätzungen der Entwicklung von Wirtschaft und Märkten sind die gegenwärtige Meinung von Amundi Asset Management. Diese Einschätzungen können sich jederzeit aufgrund von Marktentwicklungen oder anderer Faktoren ändern. Es ist nicht gewährleistet, dass sich Länder, Märkte oder Sektoren so entwickeln wie erwartet. Diese Einschätzungen sind nicht als Anlageberatung, Empfehlungen für bestimmte Wertpapiere oder Indikation zum Handel im Auftrag bestimmter Produkte von Amundi Asset Management zu sehen. Es besteht keine Garantie, dass die erörterten Prognosen tatsächlich eintreten oder dass sich diese Entwicklungen fortsetzen.

© 2022 Asset Standard
Vorsicht, geheim!
2026 startet mit einem Paukenschlag: Der DAX outperformt den US-Markt, Nachzügler holen auf. Ein erstes Signal, dass der Bullenmarkt an Breite gewinnt. Während viele Anleger weiter auf die großen Tech-Namen setzen, hat sich im Hintergrund längst ein Umschwung vollzogen. Der Fokus verschiebt sich weg von überteuerten KI-Highflyern hin zu soliden Qualitätswerten aus der zweiten Reihe.

Anleger, die jetzt clever agieren, setzen nicht auf das, was war, sondern auf das, was kommt. Unternehmen mit gesunder Bilanz, unterschätztem Potenzial und begrenztem Abwärtsrisiko könnten 2026 zu den großen Gewinnern zählen. Die Gefahr einer schärferen Korrektur bleibt real, gerade für passiv aufgestellte Investoren.

In unserem neuen Spezialreport stellen wir fünf Aktien vor, die genau jetzt das Potenzial für überdurchschnittliche Renditen bieten. Stark, günstig und bislang kaum im Fokus.

Jetzt kostenlosen Report herunterladen – bevor es andere tun!

Dieses exklusive PDF ist nur für kurze Zeit gratis verfügbar.
Werbehinweise: Die Billigung des Basisprospekts durch die BaFin ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend zu informieren, insbesondere über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers. Sie sind im Begriff, ein Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann.